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Augsburg: Polizei ermittelt wegen räuberischer Erpressung

Am Mittwoch kam es zu einem Widerstand bei einer Fahrkartenkontrolle in der Innenstadt. Mehrere Personen wurden leicht verletzt.

Foto: Depositphotos

Augsburg (ost)

Stadtzentrum – Am Mittwoch (19.08.2026) fand eine Fahrkartenkontrolle statt, die in einem Widerstand endete.

Um 17.45 Uhr führten ein 23-jähriger, ein 22-jähriger und ein 21-jähriger Fahrkartenprüfer sowie eine 22-jährige Fahrkartenprüferin entsprechende Kontrollen in einer Straßenbahn im Stadtzentrum durch. Ein 21-Jähriger kaufte erst ein Ticket, als er von der Kontrolle erfuhr. Die Kontrolleure verließen daher zusammen mit dem 21-Jährigen die Straßenbahn am Rathausplatz, um Daten zu sammeln. Hier stieß der 21-Jährige den 22-jährigen und den 23-jährigen Kontrolleur weg, spuckte dem 22-Jährigen ins Gesicht und rannte in Richtung Steingasse.

Einige Polizeibeamte, die zum Zeitpunkt des Vorfalls privat vor Ort waren, wurden auf die Situation aufmerksam und verfolgten den 21-Jährigen. Dieser wurde schließlich eingeholt und festgehalten. Der 21-Jährige begann daraufhin zu schlagen, weshalb er zu Boden gebracht werden musste. Dabei schlug er einem 32-jährigen Polizeibeamten in Richtung des Genitalbereichs.

Der 21-Jährige wurde schließlich von einer hinzugerufenen Streifenbesatzung gefesselt. Durch den Vorfall wurden der 22-jährige und 23-jährige Fahrkartenprüfer sowie der 32-jährige Polizeibeamte leicht verletzt.

Die Polizei Augsburg Mitte ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts des Widerstands und der Körperverletzung gegen den 21-Jährigen.

Der 21-Jährige ist amerikanischer Staatsbürger.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Bayern für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 2361 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 2771 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 1722 im Jahr 2022 auf 2061 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 2275 im Jahr 2022 auf 2743 im Jahr 2023. Von den Verdächtigen waren 2023 männlich und 252 weiblich im Jahr 2022 und 2461 männlich sowie 282 weiblich im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1040 im Jahr 2022 auf 1355 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.361 2.771
Anzahl der aufgeklärten Fälle 1.722 2.061
Anzahl der Verdächtigen 2.275 2.743
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.023 2.461
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 252 282
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.040 1.355

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24