Die Kriminalpolizei ermittelt nach einem zweifachen Tötungsdelikt an einem 39- und einem 54-Jährigen. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Augsburg: Tötungsdelikt in Haunstetten-Siebenbrunn

Augsburg (ost)
In der offiziellen Mitteilung Nr. 1219 haben wir folgende Informationen geteilt:
Haunstetten-Siebenbrunn – Es ereignete sich ein Doppelmord an einem 39-jährigen und einem 54-jährigen Opfer. Die Einsatzkräfte haben einen 29-jährigen Verdächtigen vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei Augsburg führt die Ermittlungen vor Ort zu den Hintergründen durch. Die Suche im näheren Umfeld dauert noch an. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Doppelmordes. Aufgrund der laufenden Untersuchungen können derzeit keine weiteren Informationen bereitgestellt werden. Der 39-jährige Mann besitzt die Staatsbürgerschaft von Syrien und Arabien. Der 54-jährige Mann besitzt die irakische Staatsbürgerschaft. Der Verdächtige besitzt die Staatsbürgerschaft von Syrien und Arabien.
In der offiziellen Mitteilung Nr. 1228 haben wir folgende Informationen geteilt:
Während der weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Staatsbürgerschaften der Beteiligten von der Erstmeldung abweichen.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen besitzt der 39-jährige Mann die syrische Staatsbürgerschaft. Der 54-jährige Mann besitzt die irakische Staatsbürgerschaft. Der Verdächtige besitzt die syrische Staatsbürgerschaft.
Zusätzlich wurden im Rahmen der Ermittlungen umfangreiche Suchmaßnahmen nach Beweisen am Tatort, einer dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße, durchgeführt. Dabei wurden auch Polizeihunde eingesetzt. Gerichtsmediziner und Forensiker der Kriminalpolizei Augsburg waren ebenfalls vor Ort im Einsatz. Der 29-jährige Verdächtige wurde gestern im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen von Beamten des Polizeipräsidiums München in der Innenstadt vorläufig festgenommen. Gestern Nachmittag wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen des Verdachts auf Doppelmord erließ und die Inhaftierung anordnete. Der 29-jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Augsburg dauern weiterhin an.
Neuer Abschnitt:
Am Montag (03.08.2026) meldete ein Bekannter des später verstorbenen 54-jährigen Mannes der Polizei, dass dieser möglicherweise in einer hilflosen Lage sei. Der Hintergrund für die Mitteilung war, dass der 54-Jährige nicht erreichbar war. Die sofortigen polizeilichen Maßnahmen führten dann gegen 16.00 Uhr zur Entdeckung der Leichen des 54- und des 39-jährigen Mannes. Sie wurden in einem Müllcontainer gefunden, der der dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße zugeordnet ist. Nach bisherigen Erkenntnissen waren sowohl der 29-jährige Verdächtige als auch die beiden Verstorbenen Bewohner der Unterkunft in der Inninger Straße. Zu einem gewissen Zeitpunkt lebten der 29-Jährige und der 54-Jährige auch zusammen in einem Zimmer in der Unterkunft. Die genauen Beziehungen zwischen den Beteiligten werden derzeit untersucht. Die restlichen Bewohner der Asylunterkunft wurden vorübergehend in andere Unterkünfte in Augsburg verlegt. Auch heute (06.08.2026) führt die Kriminalpolizei Augsburg erneut Suchmaßnahmen in der Umgebung der Asylunterkunft durch, um weitere Beweismittel zu finden. Dabei werden auch Diensthunde eingesetzt. Zur Klärung der Hintergründe der Tat und des Tathergangs wurde bei der Kriminalpolizei Augsburg eine spezielle Ermittlungsgruppe eingerichtet.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023
Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 420 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 auf 405. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 relativ konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 403 | 420 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 380 | 405 |
| Anzahl der Verdächtigen | 449 | 448 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 370 | 390 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 79 | 58 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 185 | 185 |
Quelle: Bundeskriminalamt








