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Baden-Württemberg: Bayerns Sicherheitslage, Spitze in der Arbeit

Das Bayerische Innenministerium feiert eine erfolgreiche Polizeiliche Kriminalstatistik. Die Bezahlung der Beamten hinkt jedoch hinterher, trotz Spitzenleistungen.

Thorsten Grimm, 1.stv. Landesvorsitzender DPolG Bayern (Quelle: DPolG Bayern)
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Das Bayerische Innenministerium feiert einmal mehr eine erfolgreiche Polizeiliche Kriminalstatistik. „Seit 1978 ist es laut Innenminister Joachim Herrmann die beste Sicherheitslage im Freistaat. Ein Spitzenergebnis, dass unsere Kollegen/-innen da erneut für die innere Sicherheit eingefahren haben. Spitzenergebnisse haben aber auch eine entsprechend zeitnahe bessere Bezahlung verdient und keine Verzögerung bei der Übertragung eines Tarifergebnisses auf die eigenen Beamten. Ein fatales Zeichen in Zeiten, in denen um jeden neuen Mitarbeiter hart gekämpft werden muss!“ so der 1. stv. Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Bayern, Thorsten Grimm.

„Der Innenminister betont zu Recht, dass die Sicherheitsstrategie greift. Aber sie greift vor allem deshalb, weil jeden Tag tausende Polizeibeschäftigte einen herausragenden Job machen. Nur durch dieses unvergleichliche Engagement kann man überhaupt sagen: in Bayern leben heißt sicherer leben“, so der Polizeigewerkschafter.

Bayern befindet sich damit einmal mehr an der bundesweiten Spitze in der PKS, das Ganze mit der niedrigsten Häufigkeitsziffer von 4.094 registrierten Straftaten auf 100.000 Einwohner und der höchsten Aufklärungsquote von 66 %. „Leider spiegeln sich diese Ergebnisse aber nicht mehr in der Bezahlung unserer Beschäftigten wider. Hier haben wir die Spitzenpositionen an den Bund und an Baden-Württemberg abgegeben. Es muss auch hier bayerisches Selbstverständnis sein, die Spitze inne zu haben. Dass es keine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung eines Tarifergebnisses gibt und um die amtsangemessene Alimentation in dieser Form gestritten werden muss, das entspricht nicht der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft des öffentlichen Dienstes und der Polizei“ kritisiert Thorsten Grimm weiter.

Die PKS weisst sowohl in der Gewaltkriminalität, der Rauschgiftkriminalität als auch in der Internetkriminalität Rückgänge aus. Tatsachen, die vom Minister richtigerweise positiv bewertet werden. „Aber hier müssen wir einzelne Deliktsfelder genau betrachten und eingeschlagene Wege konsequent weitergehen. Videoüberwachungen im öffentlichen Raum müssen konsequent vorangetrieben werden. Die leidige Rechtsprechung der Cannabislegalisierung muss rückabgewickelt und vor allem im Verkehrsbereich angepasst werden. Rechtliche Befugnisse hinsichtlich Onlinedurchsuchungen und Vorratsdatenspeicherungen müssen konsequent erweitert werden. Wir müssen schon feststellen, dass wir in einzelnen Bereichen wie Kinderpornografie, Online-Betrugsdelikten oder auch Ladendiebstählen negative Entwicklungen haben, denen ebenfalls entschieden begegnet werden muss“ warnt Grimm vor einer allzu positiven Interpretation aller Zahlen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Steigerung. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle erfasst, wovon 46698 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41572, wobei 35704 männliche und 5868 weibliche Verdächtige waren. 13630 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 50746, wobei 46959 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40924, davon waren 35301 männlich und 5623 weiblich. 15083 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

Cybercrime-Statistiken in Bayern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 15889 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 16397 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 5068 auf 5737. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3974 auf 4098, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 2795 fast gleich blieb, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1173 auf 1303 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 1276 im Jahr 2022 und 1266 im Jahr 2023 nahezu konstant. Im Vergleich dazu wurden in Berlin im Jahr 2023 die meisten Cyberkriminalitätsfälle in Deutschland registriert – 22125.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 15.889 16.397
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.068 5.737
Anzahl der Verdächtigen 3.974 4.098
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.801 2.795
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.173 1.303
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.276 1.266

Quelle: Bundeskriminalamt

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