Ein Mann wurde auf der A 93 mit Crystal Meth im Mietwagen erwischt. Der Verdächtige gab zu, die Drogen transportiert zu haben.
Baden-Württemberg: Zoll stoppt Mietwagen auf der A 93 und stellt Crystal Meth sicher

Regensburg (ost)
Eine Zöllnerin und ein Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Regensburg führten vor Kurzem auf der Rastanlage Pentling an der A 93 eine Kontrolle eines aus Tschechien kommenden Mietwagens durch. Dabei stellten die Beamten bei einem Rei-senden mehrere Gramm Crystal Meth sicher.
Der Mann befand sich gemeinsam mit weiteren Reisenden auf dem Weg von Tschechien zu seiner Arbeitsstelle nach Baden-Württemberg. Auf Nachfrage verneinte er zunächst, verbotene oder anmeldepflichtige Gegenstände mitzuführen.
Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeugs fanden die Beamten in der Mittelkonsole ein Schraubglas mit einer kristallinen Substanz. Ein durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf Methamphetamin (Crystal Meth). Zusätzlich wurde in einer Tasche eine Glaspfeife mit entsprechenden Anhaftungen aufgefunden.
Der 37-Jährige bekannte sich zu den Betäubungsmitteln. Nach eigenen Angaben befanden sich etwa vier bis fünf Gramm Crystal Meth in dem Schraubglas. Diese Menge entspricht – je nach Reinheitsgrad – rund 40 bis 100 Konsumeinheiten. Der geschätzte Straßenverkaufswert liegt bei ca. 400 bis 750 Euro.
Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Verbindung mit Bannbruch eingeleitet. Nach Abschluss der Kontrolle wurde dem Beschuldigten die Weiterreise gestattet.
Der Leiter des Hauptzollamts Regensburg, René Matschke, betont die Bedeutung solcher Kontrollen: „Gerade auf internationalen Verkehrswegen stellen wir immer wieder fest, dass Betäubungsmittel über die Grenze gebracht werden. Unsere Kontrollen dienen dem Schutz der Allgemeinheit und zeigen, dass der Zoll auch abseits der Grenzübergänge wachsam ist.“
Strafrahmen:
Der unerlaubte Besitz sowie die unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln können gemäß § 29 BtMG mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet werden. Die konkrete Strafzumessung ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen und obliegt letztendlich der Justiz.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 50.012 Fälle erfasst, wovon 46.698 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41.572, wobei 35.704 männliche und 5.868 weibliche Verdächtige waren. 13.630 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 50.746, wobei 46.959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40.924, davon waren 35.301 männlich und 5.623 weiblich. 15.083 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








