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Bahnhof München Ost: Einsatz der Bundespolizei am Feiertags-Wochenende

Am 15. und 16. August gab es mehrere Einsätze der Bundespolizei in München. Von sexueller Belästigung bis zu körperlichen Auseinandersetzungen.

Das anhängende Bild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Über das Feiertagswochenende (15. und 16. August) gab es mehrere Einsätze im Bereich der Bundespolizeiinspektion München.

* Belästigungen am Hauptbahnhof und Ostbahnhof

In der Nacht von Freitag auf Samstag (15. August) wurde eine 24-jährige Kanadierin am Münchner Ostbahnhof von einem Unbekannten gegen Mitternacht sexuell belästigt. Der Mann berührte die Touristin ohne ihre Zustimmung am Bein und flüchtete dann mit einer S-Bahn.

Um 1:40 Uhr kam es auch am Hauptbahnhof München zu einer sexuellen Belästigung. Ein 29-jähriger eritreischer Staatsbürger soll einer 21-jährigen Deutschen im Zwischengeschoss im Vorbeigehen an das Gesäß gefasst haben. Die Geschädigte und ihre beiden 18-jährigen Begleiterinnen hielten den Mann fest, bis die alarmierte Streife der Bundespolizei eintraf und übergaben ihn den Beamten. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 29-Jährige wieder freigelassen.

In beiden Fällen ermittelt die Bundespolizei wegen sexueller Belästigung.

** Körperliche Auseinandersetzung in der S-Bahn

Um 2:10 Uhr (15. August) informierte das Polizeipräsidium München die Bundespolizei über eine körperliche Auseinandersetzung in einer fahrenden S-Bahn. Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten ein 42-jähriger und ein 54-jähriger zunächst in einen verbalen Streit. Der Auslöser für die Auseinandersetzung soll gewesen sein, dass der 42-Jährige den 54-Jährigen aufgefordert haben soll, eine Frau in der S-Bahn in Ruhe zu lassen.

Daraufhin kam es zu gegenseitigen Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Deutschen. Der 54-Jährige soll seinen Kontrahenten mit mehreren Schlägen und Tritten angegriffen haben. Die Auseinandersetzung verlagerte sich dann auf den Bahnsteig des S-Bahnhaltepunkts Laim. Die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums München trennten die Männer dort und übergaben sie anschließend der Bundespolizei. Der jüngere Mann trug leichte Verletzungen im Gesicht davon, lehnte jedoch eine ärztliche Versorgung ab. Seine Brille ging auch durch den Vorfall zu Bruch. Der 54-Jährige blieb augenscheinlich unverletzt.

Die beiden Männer waren bereits mehrmals wegen Gewalttaten polizeilich bekannt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer freigelassen, müssen sich jedoch wegen des Verdachts der Körperverletzung verantworten.

*** Gefährliche Körperverletzung am Hauptbahnhof München

Am frühen Feiertagsmorgen griff eine 41-jährige Deutsche eine 40-jährige koreanische Staatsbürgerin am Hauptbahnhof München mit einer Flasche an.

Die koreanische Touristin lief gegen 6 Uhr am Bahnsteig an Gleis 16 entlang, als die Deutsche sie unerwartet mit einer Plastikflasche ins Gesicht schlug. Der 42-jährige Ehemann des Opfers sprach die Deutsche auf ihr Verhalten an und versuchte, sie bis zum Eintreffen der Bundespolizei festzuhalten. Daraufhin griff die 41-Jährige auch ihn an und verließ dann den Tatort. Die von einer Zeugin alarmierten Bundespolizisten konnten die flüchtige Angreiferin am nördlichen Bahnhofsausgang vorläufig festnehmen und zur Dienststelle bringen.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. Der 42-Jährige erlitt durch den Angriff Schürfwunden im Gesicht. Auch seine Brille ging zu Bruch. Seine Ehefrau blieb unverletzt. Die obdachlose Frau, die in Deutschland lebt, war bereits mehrmals wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten aufgefallen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen sie wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und der Sachbeschädigung.

**** Körperverletzung am Bahnhof München-Pasing

Um 21:30 Uhr liefen eine 35-jährige Deutsche, eine 41-jährige Türkin und eine 37-jährige Deutsche gemeinsam den Bahnsteig an Gleis 8 entlang. Die 41-jährige Türkin schob einen E-Scooter neben sich her, der einem entgegenkommenden 41-jährigen Deutschen vermutlich im Weg war. Der Münchner stieß den Roller und die Türkin zur Seite.

Daraufhin kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den drei Frauen und dem Mann. Der Deutsche versuchte zunächst, die 35-jährige Frau zu schlagen. Außerdem trat er ihr in den Bauch und gegen den E-Scooter der 41-Jährigen.

Umstehende Reisende beobachteten den Vorfall und kamen den Angegriffenen zu Hilfe. Daraufhin verließ der Mann den Tatort. Die alarmierten Bundespolizisten konnten den Angreifer bei einer Nahbereichsfahndung widerstandslos vorläufig festnehmen. Die Beteiligten wurden zur Dienststelle gebracht.

Die angegriffenen Frauen schienen unverletzt zu sein. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete außerdem eine Blutentnahme an.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Beteiligten wieder freigelassen.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den 41-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Körperverletzung.

***** Angriff bei Fahrscheinkontrolle

Am Sonntagabend (16. August) kontrollierten Mitarbeiter des S-Bahn-Prüfdienstes einen 28-jährigen Tunesier in einer S-Bahn der Linie S6. Er hatte keinen gültigen Fahrschein und verhielt sich aggressiv. Zusammen mit dem 28-Jährigen verließen die Bahnmitarbeiter am Haltepunkt Hackerbrücke die S-Bahn und informierten die Bundespolizei. Währenddessen schlug er einem 19-jährigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn ins Gesicht. Eine alarmierte Streife der Bundespolizei traf die Beteiligten vor Ort an und übernahm den Fall.

Der 19-Jährige erlitt leichte Verletzungen, benötigte jedoch keine medizinische Versorgung.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,51 Promille bei dem obdachlosen 28-Jährigen, der in Deutschland lebt.

Die Bundespolizei ermittelt in diesem Fall wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen.

Quelle: Presseportal

nf24