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Bahnhof München-Pasing: Tätliche Angriffe in Pasing

Am Bahnhof München-Pasing kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen und Angriffen auf Bundespolizisten. Ein 37-Jähriger entging knapp einer Kollision auf den Gleisen.

Das anhängende Bild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Am Donnerstag (1. Oktober) ereigneten sich am Bahnhof München-Pasing mehrere körperliche Auseinandersetzungen und tätliche Angriffe gegen Bundespolizisten. Außerdem überquerte ein 37-Jähriger die Gleise der Stammstrecke und entging nur knapp einer Kollision.

* Gewalttätige Angriffe am Bahnhof Pasing

Um 16:30 Uhr gerieten ein 46-jähriger Belgier und ein 63-jähriger Russe aus bislang unbekannten Gründen im Bahnhof Pasing in einen verbalen Streit. Bundespolizisten wurden auf die Situation in der Personenunterführung aufmerksam und trennten die beiden Männer.

Der 46-Jährige reagierte aggressiv, schubste einen Beamten weg und versuchte, denselben mit seiner Gehhilfe zu schlagen. Die Beamten konnten den Angriff stoppen und den Belgier daraufhin fesseln. Dabei zog sich einer der Bundespolizisten eine leichte Verletzung zu, blieb aber weiterhin dienstfähig. Während des Vorgehens beleidigte der Mann einen der Beamten.

Die Beamten fesselten auch den 63-Jährigen, der sich widersetzte und dabei einen weiteren Bundespolizisten schlug.

Vor der Mitnahme zur Dienststelle kollabierte der russische Staatsangehörige am Bahnhof Pasing und begann zu krampfen. Die Beamten leisteten bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes Erste Hilfe.

Der 63-jährige Mann aus dem Landkreis Passau wurde zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach Abschluss der medizinischen Versorgung konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.

Der 46-jährige Mann mit Wohnsitz in München wurde zur Wache in der Denisstraße gebracht. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,28 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er freigelassen.

Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands und Beleidigung.

** Schnellbremsung verhindert Kollision

Um 17:30 Uhr verursachte ein 37-jähriger Italiener am S-Bahnhaltepunkt Hirschgarten eine gefährliche Situation.

Nach Ermittlungen überquerte der in Deutschland lebende Mann, der stark betrunken war, im Bereich des S-Bahn-Haltepunkts mehrere Gleise. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein Regionalzug (RB 74) von München nach Buchloe mit einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h. Der Triebfahrzeugführer des herannahenden Zuges erkannte den Mann auf den Gleisen, gab einen Warnpfiff ab und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Dadurch konnte eine Kollision des Mannes mit dem Zug verhindert werden.

Nachdem der Italiener auf den Bahnsteig des Haltepunkts geklettert war, wurde er von Mitarbeitern der DB Sicherheit festgehalten und anschließend der Bundespolizei übergeben. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,0 Promille.

Nach bisherigem Kenntnisstand blieben die Passagiere im Zug unverletzt. Der betroffene Regionalzug konnte seine Fahrt wie geplant fortsetzen.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den Mann wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

*** Unbekannter greift 23-Jährige an

Um 22:10 Uhr soll ein unbekannter Mann am Bahnhof Pasing versucht haben, in einen bereits überfüllten Regionalzug einzusteigen und dabei eine 23-jährige Frau beleidigt und ins Gesicht geschlagen haben.

Die Frau befand sich im Türbereich des abfahrbereiten RE 9, in den bereits so viele Reisende eingestiegen waren, dass keine weiteren mehr Platz fanden. Trotzdem versuchte der Mann, in den Zug zu gelangen, trat dabei auf den Fuß der Frau und kam ihr sehr nahe.

Als die junge Frau ihn wegschob, reagierte der Unbekannte aggressiv. Er beleidigte die 23-Jährige aus dem Landkreis Aichach-Friedberg und schlug sie anschließend ins Gesicht.

Die Frau hatte Schmerzen im Gesicht, benötigte jedoch keine ärztliche Behandlung. Die alarmierten Bundespolizisten nahmen den Vorfall vor Ort auf und suchten anschließend nach dem unbekannten Täter. Die Fahndung blieb erfolglos.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und bittet Zeugen, sich zu melden.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion München unter der Telefonnummer 089 515550-0 entgegen.

Quelle: Presseportal

nf24