Mehr Kontrollen, höhere Geldstrafen und erfolgreiche Ermittlungsarbeit im Jahr 2025
Bamberg: Hauptzollamt Schweinfurt gegen Schwarzarbeit

Bamberg / Schweinfurt / Würzburg (ost)
Über 9.000 Personen überprüft / Signifikanter Anstieg bei verhängten Geldstrafen und abgeschlossenen Mindestlohn-Verstößen
Das Hauptzollamt Schweinfurt Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) blickt auf ein einsatz- und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. An den Standorten Bamberg, Schweinfurt und Würzburg setzten die Zöllnerinnen und Zöllner auch im vergangenen Jahr wieder ein klares Zeichen für fairen Wettbewerb und soziale Gerechtigkeit in der Region. Zentraler Baustein dieser Erfolgsbilanz war und ist eine erhöhte Präsenz des Zolls in der Fläche:
Die Beamtinnen und Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten im Jahr 2025 insgesamt 677 Arbeitgeberprüfungen durch, was einer deutlichen Steigerung gegenüber den 538 Prüfungen im Jahr 2024 entspricht. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden 9.154 Personen direkt an ihren Arbeitsplätzen zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Somit konnte die Anzahl der Personenüberprüfungen im Vergleich zum Vorjahr (7.665 Personen) um fast 20 Prozent gesteigert werden.
Auch die Ermittlungsarbeit zeigt eine eindeutig positive Tendenz. Im vergangenen Jahr wurden 2.346 Strafverfahren eingeleitet und insgesamt 2.202 Verfahren erfolgreich abgeschlossen. Damit übertraf das Hauptzollamt Schweinfurt den Wert der erledigten Verfahren aus dem Jahr 2024 (1.922) deutlich. Die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen spiegelt sich besonders in den verhängten Sanktionen wider: Die Summe der durch Gerichte verhängten Geldstrafen stieg auf insgesamt 1.223.750 Euro an. Dies bedeutet einen massiven Anstieg im Vergleich zum Vorjahreswert von rund 824.000 Euro. Gleichzeitig verhängten die Gerichte Freiheitsstrafen in einem Gesamtvolumen von 455 Monaten (37,9 Jahre).
Ein weiterer Schwerpunkt lag im Jahr 2025 erneut auf der Überprüfung der Mindestarbeitsbedingungen, wie beispielsweise der Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns. Die FKS gelang es, die Anzahl der abgeschlossenen Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Mindestlohnverstößen von 127 im Vorjahr auf nunmehr 201 Fälle zu erhöhen. Darüber hinaus wurden 123 neue Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen die Mindestentgeltvorschriften eingeleitet. Insgesamt deckten die Zollermittler bei ihren Prüfungen eine Schadenssumme von fast 8 Millionen Euro aufgrund vorenthaltener oder veruntreuter Sozialversicherungsbeiträge auf.
„Die Bilanz zeigt: Wir halten den Kontrolldruck hoch und gehen konsequent gegen illegale Beschäftigung vor. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Zöllnerinnen und Zöllnern der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, die mit ihrer engagierten und professionellen Arbeit jeden Tag für faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen in unserer Region sorgen. Mit diesem Einsatz schützen wir die ehrlichen Betriebe vor Wettbewerbsverzerrung und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung unserer Sozialsysteme“, resümiert Regierungsdirektorin Franziska Schubert, Leiterin des Hauptzollamts Schweinfurt.
Zusätzliche Informationen:
Die Jahresergebnisse der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, detailliert nach Branchen, Bundesländern, Hauptzollämtern und Tatbeständen aufgeschlüsselt, finden Sie auf www.zoll.de unter folgendem Link https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Statistikveroeffentlichung/statistikveroeffentlichung_node.html
Quelle: Presseportal








