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Bamberg: Warnung vor Cybertrading

Die Polizei warnt vor Betrug durch angeblich lukrative Geldanlagen im Internet, die zu hohen Vermögensschäden führen können.

Foto: unsplash

Nürnberg (ost)

In den letzten Monaten häuften sich im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelfranken – insbesondere auch in Westmittelfranken – die Betrugsfälle im Zusammenhang mit der Masche des sogenannten „Cybertradings“. Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt in diesem Zusammenhang dringend vor angeblich lukrativen Geldanlagen über vermeintlich seriöse Anbieter im Internet.

Die Täter nutzen das Internet, um professionelle Werbeanzeigen zu schalten, die auf angeblich besonders lukrative Geldanlagen einer seriös wirkenden Online-Trading-Plattform aufmerksam machen sollen. Zu diesem Zweck werben die Betreiber solcher Plattformen häufig mit Prominenten, ohne dass diese davon wissen oder ihr Einverständnis dafür gegeben haben. Die Plattformen bieten unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, Devisen und Aktien an und versprechen gewaltige Gewinnspannen in kürzester Zeit. Auf diesen Internetseiten werden Interessierte zunächst zur Eingabe ihrer Kontaktdaten aufgefordert und erhalten einige Zeit später einen Anruf eines Finanzberaters, der ihnen Anlageprodukte mit hohen Gewinnen empfiehlt.

In der Regel sind die ersten Beträge, die investiert werden sollen, im niedrigen dreistelligen Bereich angesiedelt und dienen dazu, Vertrauen aufzubauen. Die Opfer erhalten zudem einen Zugang zur sogenannten Trading-Plattform, um die vermeintlichen Erfolge ihrer Investitionen zu verfolgen. Diese Kurssteigerungen sind jedoch nicht real, sondern werden von den Tätern vorgegaukelt.

In der Folge werden die Opfer zu immer größeren Investitionen verleitet, bis sie spätestens bei der Forderung nach einer Auszahlung feststellen, dass die Trading-Plattform und der Berater nicht mehr erreichbar sind. Das „investierte“ Geld ist für die Opfer verloren. In Mittelfranken entstand in diesem Zusammenhang in den letzten Monaten ein hoher Vermögensschaden von mehreren Millionen Euro.

Die entsprechenden Ermittlungsverfahren werden durch die zuständigen Fachkommissariate der mittelfränkischen Kriminalpolizeien in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg geführt.

Die Polizei warnt eindringlich vor der Betrugsmasche „Cybertrading“ und bittet folgende Hinweise zu beachten:

Seien sie wachsam, wenn

Weitere Hinweise zum Thema finden Sie unter www.polizei-beratung.de oder auf Seiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht www.bafin.de und der Verbraucherzentrale www.verbraucherzentrale.de.

Erstellt durch: Michael Sebald / bl

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Bayern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 15889 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 16397 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 5068 auf 5737. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3974 auf 4098, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 2795 fast gleich blieb, während die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 1173 auf 1303 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 1276 in beiden Jahren fast konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 15.889 16.397
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.068 5.737
Anzahl der Verdächtigen 3.974 4.098
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.801 2.795
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.173 1.303
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.276 1.266

Quelle: Bundeskriminalamt

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