Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Bayern vom 08.08.2026
Bayern: Aktuelle Blaulichtmeldungen am 08.08.2026

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.
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POL-MFR: (729) Größerer Polizeieinsatz in Emskirchen
Neustadt a.d. Aisch (ost)
Am Samstagnachmittag (08.08.2026) haben sich zahlreiche Menschen in Emskirchen (Lkrs. Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) versammelt. Sie haben versucht, trotz einer Allgemeinverfügung, den Gemeindeteil Altschauerberg zu betreten.
Das mögliche Erscheinen einer großen Menschenmenge im Rahmen des sogenannten "Schanzenfestes" war bereits im Voraus über verschiedene Social-Media-Kanäle bekannt geworden. Aufgrund der Erfahrungen aus dem "Schanzenfest" im Jahr 2025 hat der Markt Emskirchen die bereits erlassene Allgemeinverfügung erneuert, die unter anderem die Ansammlung von mehr als acht Personen verboten hat.
Ungeachtet dieser Anordnung haben sich ab den Mittagsstunden viele Menschen am und um einen Supermarkt in Emskirchen versammelt. Daraufhin sind viele Personen zu Fuß in Richtung Altschauerberg gezogen, wo sich am Ortsrand aus allen Richtungen in der Spitze rund 3500 Menschen versammelt haben.
Unter der Führung der Polizeiinspektion Neustadt an der Aisch waren viele Polizeibeamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, des USK Mittelfranken sowie der Reiter- und Hundestaffel im Einsatz. Die Kräfte haben verhindert, dass junge, hauptsächlich männliche Personen in den Gemeindeteil Altschauerberg vordringen.
Während des Einsatzes kam es unter anderem zu Beleidigungen, Widerstandshandlungen und tätlichen Angriffen gegen Einsatzkräfte. Außerdem haben Beteiligte Böller gegen Polizeipferde geworfen und diese angegriffen. In diesem Zusammenhang haben Beamte Personen festgenommen oder in Gewahrsam genommen. In Einzelfällen haben Beamte unmittelbaren Zwang gegen Teilnehmer angewendet. In den angrenzenden Waldstücken haben unbekannte Täter mehrmals Böller gezündet, was aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit ein erhöhtes Gefahrenpotenzial mit sich brachte.
Zum Abschluss muss festgestellt werden, dass während des gesamten Einsatzes eine überwiegend sehr aggressive Stimmung, ausgehend von den Teilnehmern, herrschte.
Gegen 16:15 Uhr haben die meisten Anwesenden - der Großteil in Richtung Emskirchen - sich wieder aufgelöst. Die örtlich zuständige Polizeiinspektion Neustadt prüft im Anschluss die Einleitung von Ordnungswidrigkeitenverfahren oder Strafverfahren gegen Teilnehmer.
Erstellt von: Janine Mendel
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POL-MFR: (728) Brand in Seniorenheim in Rednitzhembach
Rednitzhembach (ost)
Am Samstagmittag (08.08.2026) gab es einen Brand in einer Senioreneinrichtung in Rednitzhembach (Lkrs. Roth). Viele Bewohner mussten evakuiert werden. Eine Person wurde schwer verletzt.
Um 12:40 Uhr wurde der integrierten Leitstelle gemeldet, dass Rauch aus dem Dach des Gebäudes in der Steigerwaldstraße aufstieg. Als die Einsatzkräfte eintrafen, sahen sie eine große Rauchsäule. Es stellte sich heraus, dass mindestens eine Wohnung im Dachgeschoss in Vollbrand stand.
Während die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begann, retteten sie die Bewohner der vier betroffenen Wohnungen. Eine schwerverletzte Person wurde aus einer der Wohnungen gerettet und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Feuerwehr und Polizei evakuierten den gesamten Gebäudekomplex, in dem insgesamt fast 50 Personen betroffen waren. Das Feuer war nach etwa einer Stunde gelöscht.
Neben der schwerverletzten Person erlitten zwei weitere eine Rauchgasvergiftung. Eine wurde ins Krankenhaus gebracht, die andere vor Ort behandelt.
Die evakuierten Personen wurden in das nahegelegene Gemeindezentrum gebracht, wo sie medizinisch versorgt wurden. Außerdem standen ihnen Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) zur Verfügung.
Es ist noch unklar, was den Brand verursacht hat und wie hoch der entstandene Schaden ist. Spezialisten des THW prüfen, ob der betroffene Gebäudeteil weiterhin bewohnbar ist. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Bei dem Einsatz waren insgesamt über 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr (ca. 190; u.a. Rednitzhembach, Roth, Schwabach, Abensberg, Büchenbach, Ottersdorf und Schwanstetten), Rettungsdienst (ca. 80; u.a. Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter, RKT und zwei Rettungshubschrauber), THW und Polizei (Polizeiinspektionen Roth und Schwabach, Verkehrspolizei Feucht, USK Mittelfranken) beteiligt.
Ersteller: Marc Siegl
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