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Bayern: Polizei- und Feuerwehrmeldungen am 05.08.2026

Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Bayern vom 05.08.2026

Foto: unsplash

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.

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05.08.2026 – 17:54

POL Schwaben Nord: Zwei Versammlungen in der Ausburger Innenstadt

Augsburg (ost)

In der City - Heute Mittwoch (05.08.2026) fand in der Stadtbücherei Augsburg von 15:30 bis 17:00 Uhr eine Lesung von Kinderbüchern durch eine Künstlerin aus der Drag-Szene statt. Am Ernst-Reuther-Platz wurde von 15:00 bis 16:30 Uhr eine Demonstration gegen diese Vorlesung abgehalten. Gleichzeitig versammelten sich von 14:00 bis 17:30 Uhr vor dem Stadtcafé Befürworter der Veranstaltung zum Thema "Die rote Linie". Beide Versammlungen waren im Voraus angemeldet. Um die Veranstaltung und die jeweiligen Demonstrationen zu schützen, war die Polizei mit vielen Einsatzkräften, darunter auch Kommunikationsbeamte, vor Ort. Die Lesung verlief ohne Störungen, die Versammlungen endeten ohne besondere Vorkommnisse. Bei der Demonstration gegen die Lesung zählte die Polizei in der Spitze etwa 65 Teilnehmer, bei der gleichzeitig stattfindenden Kundgebung rund 100 Personen.

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Polizeipräsidium Schwaben Nord
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Telefon: 0821 323 - 1013 /-1014 /-1015
E-Mail: pp-swn.pressestelle@polizei.bayern.de

05.08.2026 – 15:06

POL Schwaben Nord: Verkehrspolizei Donauwörth ermittelt u.a. nach Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz

Augsburg (ost)

In Niederschönenfeld wurde am Dienstag (04.08.26) von Beamten der Verkehrspolizei Donauwörth ein modifizierter E-Scooter entdeckt. Um 14.15 Uhr führten die Beamten eine Kontrolle bei einem 28-jährigen E-Scooter Fahrer durch, da er ungewöhnlich schnell fuhr. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit des E-Scooters von 20 km/h auf mindestens 35 km/h erhöht wurde. Die Weiterfahrt wurde gestoppt und der E-Scooter wurde beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

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05.08.2026 – 15:05

POL Schwaben Nord: Verkehrspolizei Donauwörth führt Geschwindigkeitskontrollen durch

Augsburg (ost)

Reimlingen - Am Sonntag (02.08.26) hat die Verkehrspolizei Donauwörth eine feste Geschwindigkeitskontrolle auf der B25 bei Reimlingen durchgeführt. Während der Kontrolle wurden 113 Fahrer beanstandet. Davon wurden 42 Fahrer mit Geschwindigkeitsüberschreitungen im Anzeigenbereich erfasst. Der traurige Rekordwert wurde von einem Fahrer aus dem Zulassungsbezirk Neuburg an der Donau mit 189 km/h erreicht. Der Fahrer muss nun mit einer Geldstrafe von 1400 Euro, 2 Punkten im Fahreignungsregister und einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen.

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05.08.2026 – 15:05

POL Schwaben Nord: Polizei ermittelt nach Verkehrsunfall aufgrund von Aquaplaning

Augsburg (ost)

Am Dienstag (04.08.2026) ereignete sich auf der A 8 in Richtung Stuttgart ein Verkehrsunfall in der Nähe von Dasing. Ein 34-jähriger Autofahrer verlor gegen 22.00 Uhr bei starkem Regen die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mehrmals mit der Betonschutzwand. Der Mann wurde leicht verletzt und es entstand ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro. Die A8 in Richtung Stuttgart musste vorübergehend gesperrt werden. Es wird empfohlen, die Geschwindigkeit bei starkem Regen entsprechend den Wetter- und Straßenbedingungen anzupassen und vorsichtig zu fahren. Die Polizei ermittelt gegen den 34-Jährigen wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Er ist deutscher Staatsbürger.

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05.08.2026 – 15:04

POL Schwaben Nord: Polizei ermittelt nach Verkehrsunfall

Augsburg (ost)

Hammerwerk - Am Dienstag (04.08.2026) ereignete sich ein Verkehrsunfall an der Kreuzung der Mühlhauser Straße / Neuburger Straße. Um 21.30 Uhr stießen ein Auto und ein Motorrad aus unbekannten Gründen an der Kreuzung zusammen. Die genaue Unfallursache wird derzeit von der Polizei untersucht. Der 18-jährige Autofahrer, seine 17-jährige Beifahrerin und der 52-jährige Motorradfahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 20.000 Euro. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. Der 18-Jährige ist deutscher Staatsbürger. Der 52-Jährige besitzt die türkische Staatsbürgerschaft.

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05.08.2026 – 15:04

POL Schwaben Nord: Polizei ermittelt nach Sachbeschädigung und Diebstahl aus Automat

Augsburg (ost)

Stadtzentrum - Am Mittwoch (05.08.2026) wurde in der Ulmer Straße ein Automat für Süßigkeiten aufgebrochen. Um 03.30 Uhr sahen Passanten mehrere Jugendliche, die die Scheibe des Automaten zertrümmerten und verschiedene Artikel daraus stahlen. Der Schaden beträgt etwa 800 Euro, der Wert der gestohlenen Waren liegt im mittleren zweistelligen Bereich. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts eines besonders schweren Diebstahls. Personen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Augsburg West unter der 0821/323 - 2510 zu melden.

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05.08.2026 – 15:04

POL Schwaben Nord: Polizei ermittelt nach Hundebiss

Augsburg (ost)

Pfersee - Am Dienstag (04.08.2026) wurde eine Joggerin im Sheridan-Park von zwei unangeleinten Hunden attackiert und leicht verletzt. Um 10.30 Uhr griffen die Hunde die Frau in der Nähe des John-May-Wegs an und verursachten leichte Verletzungen. Die beiden Besitzer waren vor Ort. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen die beiden Hundebesitzer. Der 30-jährige Hundebesitzer und die 63-jährige Hundebesitzerin besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft. Es wird darauf hingewiesen, dass Hunde in unübersichtlichen oder stark frequentierten Bereichen angeleint werden sollten und die örtlichen Vorschriften beachtet werden müssen.

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05.08.2026 – 15:03

POL Schwaben Nord: Polizei ermittelt nach räuberischer Erpressung und bittet um Mithilfe

Augsburg (ost)

Oberhausen - Am Dienstag (04.08.2026) ereignete sich in der Neuhäuserstraße ein Fall von räuberischer Erpressung gegen einen Taxifahrer. Um 22.00 Uhr geriet ein 65-jähriger Taxifahrer mit einem bisher unbekannten Täter in Streit, da dieser die Taxifahrt nicht bezahlen wollte. Während des Streits schlug der Unbekannte den Fahrer mit seinem Handy auf den Kopf. Anschließend flüchtete der Täter unerkannt. Trotz sofortiger Fahndungsmaßnahmen konnte er nicht mehr gefunden werden.

Der Taxifahrer wurde leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der unbekannte Täter wird wie folgt beschrieben: - männlich, - 184 cm groß - ca. 36 Jahre alt - 3-Tage-Bart - Blau Jeans - Helles Oberteil mit Streifen - Helle Schuhe Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der räuberischen Erpressung. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Augsburg West unter der 0821/323 - 2510 zu melden.

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05.08.2026 – 12:51

Bundespolizeidirektion München: Aggressiver Fahrgast sorgt für außerplanmäßigen Halt eines ICE in Bamberg

Bamberg (ost)

Am Dienstagmorgen (04. August) hat die Deutsche Bahn gegen 07:00 Uhr die Bundespolizei darüber informiert, dass der ICE 1104 einen unplanmäßigen Halt in Bamberg eingelegt hat. Der Zug war auf dem Weg von Nürnberg nach Erfurt, als es zu einem Angriff auf einen Zugbegleiter kam.

Ein 65-jähriger Zugbegleiter soll mit einem 29-jährigen Mann in Streit geraten sein, weil dieser keine gültige Fahrkarte vorzeigen konnte. Während des Streits soll der 29-jährige Pole den Zugbegleiter am Oberkörper gestoßen haben, was zu Schmerzen führte.

Der Zug hielt dann unerwartet in Bamberg an, wo die Bundespolizei zunächst den Streit schlichten konnte. Während der folgenden Untersuchung soll der Beschuldigte erneut auf den Zugbegleiter losgegangen sein. Die Beamten griffen daraufhin ein und legten dem Beschuldigten Handschellen an.

Weil der junge Pole keine Ausweisdokumente bei sich hatte, wurde seine Identität über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Świecko festgestellt.

Bei dem Beschuldigten wurden während der Maßnahmen Anzeichen von Ausfall festgestellt. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme angeordnet. Der Rettungsdienst brachte den Mann dann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.

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Nora Zeidler
Bundespolizeiinspektion Würzburg
Bahnhofplatz 2 - 97070 Würzburg
Tel.: 0931-32250-1061
E-Mail: bpoli.wuerzburg.presse@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Würzburg ist eine von fünfzehn
Bundespolizeiinspektionen der Bundespolizeidirektion München. Ihr
örtlicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Unterfranken
und Teile Oberfrankens. Der Inspektion Würzburg angegliedert sind die
Bundespolizeireviere Aschaffenburg und Bamberg. Die Kernkompetenzen
der Bundespolizeiinspektion Würzburg liegen in der Gewährleistung der
Sicherheit der Benutzer der Bahn und der Bahnanlagen, sowie in der
Fahndung auf Bahnanlagen zur Bekämpfung der unerlaubten Migration.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.

05.08.2026 – 12:09

Bundespolizeidirektion München: Update zu den Einsatzmaßnahmen der Bundespolizei in Saarbrücken

Saarbrücken (ost)

In den frühen Morgenstunden des 5. August fanden umfangreiche Polizeiaktionen der Bundespolizei im Saarland statt. Dabei wurden sechs Standorte in der Region Saarbrücken durchsucht und zwei Personen festgenommen. Unter der Leitung von Europol wurden zeitgleich zwei weitere internationale Haftbefehle der deutschen Behörden von serbischen Polizeikräften vollstreckt.

Bei den Durchsuchungen konnten zahlreiche Mobiltelefone, Tablets und andere Speichermedien beschlagnahmt werden. Außerdem wurden sogenannte Hawala-Bücher sowie verschiedene Funde im Bereich der Drogenkriminalität entdeckt. Die Auswertung der Beweismittel läuft noch, ebenso wie die weiteren Ermittlungen. Die Beweise sollen weitere Informationen über die Strukturen der Tätergruppe und mögliche Mittäter liefern.

Insgesamt waren etwa 240 Einsatzkräfte an den Maßnahmen beteiligt.

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Kevin-Tom Hindermann
Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München
Frankfurter Ring 206, 80807 München
Tel.: 089 35474 4080
E-Mail: bpolikb.muenchen.oea@polizei.bund.de

05.08.2026 – 12:01

POL Schwaben Nord: Kriminalpolizei ermittelt nach Tötungsdelikt

Augsburg (ost)

In der offiziellen Mitteilung Nr. 1219 wurde Folgendes berichtet: Haunstetten-Siebenbrunn - Es ereignete sich ein Doppelmord an einem 39-jährigen und einem 54-jährigen Opfer. Die Einsatzkräfte haben einen 29-jährigen Verdächtigen vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei Augsburg hat die Untersuchungen vor Ort übernommen. Die Suche im näheren Umfeld läuft derzeit noch. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Doppelmordes. Aufgrund der laufenden Untersuchungen können derzeit keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden. Der 39-Jährige hat die Staatsangehörigkeiten von Syrien und Arabien. Der 54-Jährige hat die irakische Staatsangehörigkeit. Der Verdächtige hat die Staatsangehörigkeiten von Syrien und Arabien.

Von hier an neu:

Im Zuge der weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass die Staatsangehörigkeiten der Beteiligten von der Erstmeldung abweichen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen hat der 39-Jährige die syrische Staatsangehörigkeit. Der 54-Jährige hat die irakische Staatsangehörigkeit. Der Verdächtige hat die syrische Staatsangehörigkeit. Zusätzlich zu den Ermittlungen fanden umfangreiche Suchmaßnahmen nach Beweisen in der Nähe einer dezentralen Asylunterkunft in der Inninger Straße in Augsburg statt. Dabei wurden auch Polizeihunde eingesetzt. Ein Gerichtsmediziner und die Spurensicherung der Kriminalpolizei Augsburg waren ebenfalls vor Ort im Einsatz. Der 29-jährige Verdächtige wurde am 03.08.2026 während der Fahndungsmaßnahmen von Polizeibeamten des Polizeipräsidiums München in der Innenstadt vorläufig festgenommen. Gestern Nachmittag wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Doppelmordes und setzte diesen in Vollzug. Der 29-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Augsburg dauern weiterhin an.

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05.08.2026 – 11:58

POL-MFR: (717) Unbekannter sprach Kinder auf Sportplatz in sexuell motivierter Art und Weise an - Zeugen gesucht

Büchenbach (ost)

Am Montagabend (03.08.2026) wurden Kinder und Jugendliche auf einem Sportplatz in Büchenbach (Lkrs. Roth) von einem bisher unbekannten Mann belästigt, der sie auf sexuell motivierte Weise ansprach. Die Kriminalpolizei führt die Ermittlungen und bittet um Zeugenhinweise.

Gegen 21:30 Uhr befanden sich zwei Jungen (ein Kind und ein Jugendlicher) am Soccer Court im Hans-Lederer-Weg (zwischen Beachvolleyballfeld und dem Gelände des TV 21 Büchenbach).

Dort wurde sie von einem bisher unbekannten Mann angesprochen. Er drohte damit, sie unsittlich zu berühren und forderte die Jungen auf, dasselbe auch bei ihm zu tun. Die verängstigten Opfer suchten daraufhin Hilfe bei einer Gruppe junger Leute, die nebenan Volleyball spielten. Diese sprachen den Unbekannten an, woraufhin er sich mit einem Motorroller in Richtung Schulstraße entfernte.

Beschreibung des Täters:

Als er den Tatort verließ, führte er auffällige Selbstgespräche und schien möglicherweise betrunken zu sein.

Laut ersten Befragungen soll sich der Unbekannte bereits mehrmals in der Vergangenheit in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben.

Die Kriminalpolizei Schwabach leitet die Ermittlungen in diesem Fall und bittet um Zeugenhinweise. Personen, die den Unbekannten gesehen haben oder Hinweise auf seine Identität geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0911 2112-3333 an den Kriminaldauerdienst zu wenden.

Zusätzlich bitten die Beamten die jungen Leute, die zur Tatzeit Volleyball gespielt haben und auf den Unbekannten zugegangen sind, sich ebenfalls unter der genannten Rufnummer zu melden.

Verfasser: Janine Mendel

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Polizeipräsidium Mittelfranken
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05.08.2026 – 11:40

Bundespolizeidirektion München: Beinahekollision an Bahnübergang in AubingBundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

München (ost)

Am Dienstagnachmittag (4. August) ereignete sich am Bahnübergang Germeringer Weg in München-Aubing fast eine Kollision zwischen einer S-Bahn und einem Fußgänger. Nur durch eine sofortige Schnellbremsung konnte ein Zusammenstoß verhindert werden. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Nach bisherigen Informationen überquerte ein 33-jähriger polnischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland gegen 15:20 Uhr den Bahnübergang Germeringer Weg, obwohl die Schranken bereits geschlossen waren. Der Lokführer einer S4, die vom Haltepunkt Aubing abfuhr, entdeckte den Mann im letzten Moment und leitete sofort eine Notbremsung ein. Die S-Bahn kam rechtzeitig zum Stehen und verfehlte den Fußgänger nur knapp.

Der Mann verließ daraufhin den Ort. Ein 57-jähriger Autofahrer, der mit seinem Fahrzeug am Bahnübergang wartete und den Vorfall beobachtet hatte, verfolgte den Flüchtigen bis zu einem nahe gelegenen Supermarkt und informierte gleichzeitig die Landespolizei. Eine Streife konnte den 33-Jährigen kurz darauf finden und kontrollieren.

Durch die Notbremsung wurden nach derzeitigen Erkenntnissen keine Fahrgäste verletzt. Der Lokführer meldete den Vorfall der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn und setzte die Fahrt nach Absprache zunächst bis zum Haltepunkt Puchheim fort. Aufgrund der psychischen Belastung nach dem Vorfall war der Lokführer danach nicht mehr einsatzfähig und musste von einem Ersatzlokführer abgelöst werden.

Die Bundespolizei leitete gegen den 33-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde der Mann freigelassen.

Die Bundespolizei warnt erneut eindringlich davor, Bahnübergänge bei geschlossenen Schranken zu betreten, da dies lebensgefährlich ist. Züge haben einen langen Bremsweg und können Hindernissen nicht ausweichen. Schon wenige Sekunden Unachtsamkeit oder Leichtsinn können schwerwiegende oder tödliche Folgen haben.

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Sina Dietsch
Bundespolizeiinspektion München
Denisstraße 1 - 80335 München
Pressestelle
Telefon: 089 515550-1103
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum
räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben
der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten
Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding,
Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg.

Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die
nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße
1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet
sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in
Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben
genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de sowie unter
www.x.com/bpol_by .

05.08.2026 – 11:38

Bundespolizeidirektion München: Couragierte Zeugen halten Tatverdächtigen festMann nach Gleissturz verletzt

Icking (Lkr. Bad Tölz - Wolfratshausen) (ost)

Am Dienstagnachmittag (4. August) ereignete sich am Bahnhof Icking eine gefährliche Körperverletzung. Ein 27-jähriger Pole soll nach einem Streit einen 67-jährigen Deutschen auf die Gleise gestoßen haben. Der Lokführer einer einfahrenden S-Bahn erkannte die Situation rechtzeitig und stoppte den Zug noch vor dem Mann.

Um 15 Uhr kam es am Bahnsteig zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 27-Jährigen und dem 67-Jährigen. Laut den bisherigen Ermittlungen entwendete der Verdächtige dem älteren Herrn seinen Strohhut, zündete ihn an und beleidigte ihn. Es kam zu einem Gerangel, bei dem der 27-Jährige den 67-Jährigen in das Gleisbett stieß.

Mehrere Zeugen alarmierten sofort den Notruf, als die S7 in den Bahnhof Icking einfuhr. Der Lokführer erkannte die Gefahr frühzeitig und stoppte den Zug rechtzeitig vor dem Mann auf den Gleisen. Eine Schnellbremsung war nicht erforderlich. Der 67-Jährige wurde von einem Zeugen aus dem Gleisbereich geholfen. Er erlitt Schmerzen im Oberkörper und an beiden Knien, wurde ins Krankenhaus gebracht und nach ambulanter Behandlung entlassen.

Der Verdächtige versuchte zu fliehen, wurde aber von mutigen Zeugen bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte festgehalten. Der 27-Jährige wurde zur Bundespolizeiinspektion München gebracht. Während des Transports spuckte er einen Polizisten an. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von etwa 1,6 Promille. Eine Blutentnahme wurde von der Staatsanwaltschaft angeordnet und durchgeführt.

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wird der polnische Staatsbürger, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, heute (5. August) einem Haftrichter vorgeführt. Die Bundespolizei sicherte Videoaufnahmen vom Bahnhof. Gegen den 27-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

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05.08.2026 – 11:34

POL-MFR: (716) Telefonbetrüger erbeuten 80.000 Euro - Warnhinweise der Polizei

Nürnberg (ost)

Am frühen Dienstagnachmittag (04.08.2026) wurde eine 85-jährige Frau im Nürnberger Norden Opfer eines Callcenter-Betrugs. Bei der Übergabe des Geldes entriss der unbekannte Geldabholer gewaltsam der Frau ihre Handtasche, wodurch sie Verletzungen erlitt. Die Polizei warnt vor dieser Art von Betrug.

Gegen 14:00 Uhr erhielt die 85-Jährige einen Anruf von einem Betrüger, der sich als Arzt ausgab und behauptete, ein naher Verwandter sei nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus. Bei einer Blutuntersuchung wurde Krebs diagnostiziert. Anschließend wurde die Seniorin aufgefordert, mehrere Zehntausend Euro für Medikamente zu bezahlen, da die Versicherung dies nicht übernehmen würde. Durch geschickte Gesprächsführung brachten die Betrüger die Geschädigte dazu, 80.000 Euro von ihrer Bank abzuheben. Danach steckte die 85-Jährige das Geld in ihre Handtasche und ging zur vereinbarten Übergabe vor die Haustür ihrer Wohnung in der Aachener Straße. Dort näherte sich ihr von hinten ein unbekannter Geldabholer und entriss ihr die Handtasche, wodurch sie zu Boden fiel und leichte Verletzungen erlitt.

Eine sofortige Fahndung nach dem Geldabholer blieb erfolglos.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

ungefähr 30 Jahre alt; ca. 190 cm groß; kurze, dunkelblonde bis hellbraune Haare. Er trug eine kurze dunkle Hose und ein Oberteil mit schwarz-orangem Druck. Außerdem sprach er Polnisch.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betrugs und Raubes übernommen.

Die Kriminalpolizei warnt erneut vor dieser hinterlistigen Betrugsmasche und bittet darum, ältere Verwandte oder Nachbarn über folgende Warnhinweise zu informieren:

Melden Sie verdächtige Anrufe sofort der Polizei. Zögern Sie nicht, den Polizeinotruf 110 anzurufen, wenn Ihnen etwas verdächtig erscheint.

Verfasst von: Gloria Güßbacher

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05.08.2026 – 11:01

POL-MFR: (715) Polizeibeamter bei Geschwindigkeitsmessung von Pkw erfasst

Roth (ost)

Am späten Dienstagabend (04.08.2026) wurde ein Polizeibeamter in Roth (Lkrs. Roth) von einem Autofahrer erfasst, der Geschwindigkeitsmessungen mit einem Laser-Handmessgerät durchführte. Der Beamte wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert, erlitt jedoch nur leichte Verletzungen.

Um 22:15 Uhr führten mehrere Polizeibeamte der Polizeiinspektion Roth Verkehrskontrollen in der Allersberger Straße durch. Dabei führten sie auch Geschwindigkeitsmessungen mit einem Laser-Handmessgerät durch. Die Messstelle (innerorts) befand sich an einer Staatsstraße mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Der verletzte Polizeibeamte (39), der als Anhalter an der Kontrollstelle fungierte, trug eine Warnweste und einen Anhaltestab (umgangssprachlich Kelle) mit Licht an der beleuchteten Straße.

Als der spätere Beschuldigte mit etwa 50 km/h (laut Messung) auf die Messstelle zufuhr, signalisierte der Beamte dem Autofahrer mit dem Anhaltestab, dass er anhalten sollte. Der Fahrer (33, rumänischer Staatsbürger) des Skoda reagierte nicht und fuhr an der Messstelle vorbei, an der sich zwei weitere Beamte, ein Streifenwagen in Uniform und das aufgestellte Laserstativ befanden.

Der Polizeibeamte, der das Anhalten anzeigte, befand sich zu diesem Zeitpunkt einige Meter hinter der Messstelle und versuchte, mit dem beleuchteten Anhaltestab auf sich aufmerksam zu machen. Der Autofahrer reagierte auch darauf nicht und fuhr stattdessen ohne Geschwindigkeitsreduzierung auf den Beamten zu. Dieser versuchte noch, dem Auto auszuweichen, wurde aber erfasst und etwa fünf bis sechs Meter durch die Luft auf einen angrenzenden Grünstreifen geschleudert.

Der Fahrer des Skoda hielt sofort an. Die anwesenden Beamten leiteten sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Der Polizist wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und dann ins Krankenhaus gebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen erlitt er nur leichte Verletzungen, wurde jedoch zur Beobachtung auf die Intensivstation gebracht.

Ein Atemalkoholtest beim Beschuldigten ergab 0,0 mg/l. Auch Tests auf drogentypische Ausfallerscheinungen verliefen negativ. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wird angenommen, dass der 33-Jährige den Beamten aus bisher ungeklärten Gründen nicht bemerkt hatte. Es gibt keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tat.

Die Unfallaufnahme wurde von Beamten der Polizeiinspektion Hilpoltstein durchgeführt. Sie leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall gegen den Beschuldigten ein.

Erstellt von: Janine Mendel

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05.08.2026 – 09:58

POL-MFR: (714) BMW entwendet - Zeugen gesucht

Nürnberg (ost)

Bislang unbekannte Diebe haben zwischen Montagabend (03.08.2026) und Dienstagmorgen (04.08.2026) einen BMW im Osten von Nürnberg gestohlen. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise von Zeugen.

Der Eigentümer parkte den blauen BMW gegen 17:00 Uhr (Montag) in der Thäterstraße. Am nächsten Tag um 08:30 Uhr (Dienstag) bemerkte er, dass das Auto fehlte.

Es handelt sich um einen BMW M6 mit dem Kennzeichen N-AP 640, der gestohlen wurde.

Bisher waren die Fahndungsmaßnahmen erfolglos.

Die Ermittlungen werden vom zuständigen Fachkommissariat der Kriminalpolizei Nürnberg durchgeführt. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Informationen zum Verbleib des Fahrzeugs haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 zu melden.

Verfasst von: Gloria Güßbacher

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05.08.2026 – 09:43

FW-M: Brand in stillgelegtem Bahngebäude (Sendling)

München (ost)

Am Dienstag, den 4. August 2026, um 19.49 Uhr

Thalkirchner Straße

Am Dienstagabend brach ein Feuer in einem stillgelegten Bahngebäude aus. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich die Flammen auf angrenzende abgestellte Waggons ausbreiteten.

Einige Anrufer berichteten von starkem Rauch in einem leerstehenden Gebäude. Als die Feuerwehr am angegebenen Ort eintraf, bestätigte sich diese Information. Sofort begannen die Einsatzkräfte mit der Brandbekämpfung. Da unklar war, ob sich Personen im Gebäude befanden, durchsuchte ein Trupp gleichzeitig die Räumlichkeiten mit Atemschutzgeräten. Zum Glück befand sich niemand darin.

Das Feuer wurde von den Feuerwehrleuten innerhalb weniger Minuten gelöscht. Die Feuerwehr München hat keine Informationen zur Ursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens. Die Bundespolizei führt die Ermittlungen zur Brandursache durch.

(ret)

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05.08.2026 – 06:54

Bundespolizeidirektion München: Konzertierte Festnahmen mehrerer hochrangiger Schleuser in Deutschland und Serbien

Saarbrücken (ost)

TRAUNSTEIN / LANDSHUT / WEIDEN Am 05.08.2026 wurde in mehreren umfangreichen Ermittlungsverfahren bayerischer Staatsanwaltschaften in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei ein Schlag gegen die organisierte Schleusungskriminalität erzielt. Dabei wurden drei Haftbefehle im In- und Ausland sowie sechs Durchsuchungsbeschlüsse im Bundesgebiet vollstreckt. Die zugrundeliegenden Ermittlungsverfahren, die von den Staatsanwaltschaften Traunstein, Landshut und Weiden i.d.OPf. und Landshut geführt werden, sind Teil einer von Europol koordinierten Operational Task Force und richten sich hauptsächlich gegen Mitglieder eines Familienclans, die hauptsächlich Straftaten im Bereich der Schleusungskriminalität begangen haben sollen.

In dem umfangreichen Ermittlungsverfahren der Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden und organisierten Kriminalität und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München wird den Beschuldigten vorgeworfen, seit Oktober 2024 in fünf Fällen insgesamt mindestens 125 überwiegend syrische Staatsangehörige unter lebensgefährlichen Bedingungen von Libyen über das Mittelmeer nach Italien sowie zum Teil anschließend weiter nach Deutschland geschleust zu haben.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, Teil einer internationalen Täterstruktur mit Verbindungen nach Libyen und einer dort operierenden Miliz zu sein. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen wurden die Geschleusten zunächst mit Booten von der libyschen Küste auf die italienische Insel Lampedusa gebracht. Gemäß den bisherigen Erkenntnissen befanden sich auf den nicht seetüchtigen und überfüllten Booten bis zu 61 Personen, wobei den Passagieren keinerlei Sicherheitsvorkehrungen wie Schwimmwesten zur Verfügung standen.

Die Tatverdächtigen sollen die erheblichen Gefahren für Leib und Leben der Geschleusten bewusst in Kauf genommen haben, um ihre Schleusungsaktivitäten gewinnbringend durchzuführen. Für die Organisation und Durchführung der Schleusungen sollen die Geschleusten zwischen 6.500 und 7.800 Euro pro Person bezahlt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tätergruppierung dadurch erhebliche Gewinne in Höhe von mindestens 875.000 Euro erzielt hat.

Der Hauptbeschuldigte wird verdächtigt, am 07.02.2025 versucht zu haben, in einem Pkw von Österreich kommend über die BAB 8 am Grenzübergang Walserberg unerlaubt in das Bundesgebiet einzureisen. Bei der Grenzkontrolle wurde bei ihm mutmaßliches Falschgeld im "Wert" von 77.350 Euro gefunden und beschlagnahmt. Im Zeitraum bis zum 30.05.2026 wurde er bei drei weiteren Kontrollen an verschiedenen Orten in Deutschland jeweils erneut mit mutmaßlichem Falschgeld im "Wert" zwischen knapp 30.000 Euro und circa 100.000 Euro angetroffen.

Im Zuge der heutigen Einsatzmaßnahmen wurde ein Haftbefehl gegen den Hauptbeschuldigten, einen 26-jährigen syrischen Staatsangehörigen, vollstreckt. Darüber hinaus wurden insgesamt sechs Objekte im Raum Saarbrücken durchsucht. Darunter befand sich auch eine großflächige Lagerhalle, die mutmaßlich im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Gruppierung steht.

In einem weiteren, von der Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft Landshut zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden und organisierten Kriminalität in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei geführten Ermittlungsverfahren konnte darüber hinaus ein hochrangiger Schleuser in Serbien mittels internationalen Haftbefehls festgenommen werden.

Nach mehreren Jahren Ermittlungsarbeit konnte ein 31-Jähriger syrischer Staatsangehöriger identifiziert und lokalisiert werden, der nach derzeitigem Ermittlungsstand im dringenden Tatverdacht steht, allein im Zeitraum April bis November 2022 für 17 Fälle des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern verantwortlich zu sein.

Dabei sollen insgesamt mindestens 152 Migranten -überwiegend ebenfalls syrische Staatsangehörige- auf verschiedenen Etappen entlang der zentralen Balkanroute zum Teil bis nach Deutschland geschleust worden sein.

Der dem "Sarawi"-Clan angehörende Beschuldigte soll dabei als führender Kopf der Gruppierung zunächst sowohl die Akquise und die Verhandlungen mit den Schleusungswilligen in Serbien übernommen, als auch anschließend die Durchführung der Schleusungen organisiert haben.

Die umfangreichen Ermittlungen begannen bereits mit verdeckten Maßnahmen im Jahr 2022 als Teilkomplex eines Strukturverfahrens zunächst unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein und wurden ab 2023 durch die Staatsanwaltschaft Landshut übernommen. Aufgrund des Ranges, in dem der mutmaßliche Kopf der Schleuserorganisation gestanden haben soll, wurde er im Rahmen der von Europol koordinierten Operational Task Force als besonders hochrangige Zielperson, als sogenanntes "High Value Target" eingestuft.

Zeitgleich konnte im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. ebenfalls in Belgrad (Serbien) ein mutmaßliches Mitglied einer Schleuserbande festgenommen werden. Eine Sondereinheit der serbischen Polizei vollstreckte dabei einen internationalen Haftbefehl gegen den 32-jährigen syrischen Staatsangehörigen.

Dem vorausgegangen waren auch hier seit mehreren Jahren durchgeführte, umfangreiche Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Waidhaus gegen ein international agierendes Schleusernetzwerk. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand soll sich der Festgenommene spätestens im April 2023 mit zahlreichen weiteren Tatverdächtigen zusammengeschlossen haben. Die Gruppierung soll arbeitsteilig Menschen ohne die erforderlichen Einreise- und Aufenthaltsdokumente nach Deutschland und in andere westeuropäische Staaten geschleust haben.

Nach den bisherigen Erkenntnissen verlangte das Netzwerk zwischen 2.000 und 10.000 Euro pro Person, um hauptsächlich syrische Staatsangehörige von Serbien über Ungarn beziehungsweise von Bosnien und Herzegowina über Kroatien in die Europäische Union zu schleusen. Anschließend transportierten Fahrer die Menschen mit Pkw, Kleintransportern und Lastwagen über die Slowakei, Tschechien, Polen oder Österreich weiter nach Deutschland und in andere europäische Zielländer. Insgesamt wird dem Beschuldigten die Beteiligung an mindestens 37 Fällen des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern zwischen Juni 2023 und Juni 2024 vorgeworfen, wobei insgesamt mindestens 625 Menschen transportiert worden sein sollen.

Der Beschuldigte soll innerhalb der Gruppierung eine zentrale Rolle übernommen haben. Er hielt sich während des Tatzeitraums überwiegend in Serbien auf, soll die zu schleusenden Personen insbesondere nach Sombor gebracht und dort an weitere Mitglieder des Netzwerks übergeben haben. Darüber hinaus soll er ausgewählte Personengruppen selbst über die Grenze von Serbien nach Ungarn begleitet haben.

Bereits im Jahr 2025 konnten fünf weitere Mitglieder der Banden bei einer koordinierten Einsatzmaßnahme in Deutschland, den Niederlanden und Bosnien-Herzegowina festgenommen werden.

In allen drei Ermittlungsverfahren erfolgte die Sachbearbeitung der Staatsanwaltschaften jeweils in den Abteilungen für grenzüberschreitende Kriminalität nach dem sogenannten "Traunsteiner Modell", welches zum Zweck der Bekämpfung der grenzüberschreitenden und organisierten Kriminalität 2018 bei der Staatsanwaltschaft Traunstein und in den Folgejahren nach und nach bei allen grenznahen bayerischen Staatsanwaltschaften eingeführt wurde. Die jeweiligen Spezialabteilungen arbeiten bei der Verfolgung von international agierenden Schleuserbanden, Drogen- und Waffenhändlern nicht nur eng mit den ausländischen Polizei- und Justizbehörden zusammen, sondern auch mit Eurojust und Europol. Ziel ist es, durch eine Spezialisierung, Intensivierung und Koordinierung internationaler Ermittlungen erfolgreich Strukturermittlungen zur Ergreifung und Überführung der Hintermänner durchzuführen. Mittlerweile gelingt es, in mehr als der Hälfte aller Schleusungsdelikte Hinterleute oder weitere Täter und weitere Schleuserfahrten der Täter zu ermitteln und strafrechtlich zu ahnden.

Besonders hervorzuheben ist auch die intensive Zusammenarbeit der Polizei- und Justizbehörden auf europäischer Ebene, insbesondere im Rahmen von "Joint Investigation Teams" mit anderen europäischen Staatsanwaltschaften sowie einer von Europol koordinierten Operational Task Force. Die Hauptaufgabe der sogenannten "OTF"s besteht in speziellen Phänomenbereichen insbesondere in der Auswertung großer, verfahrensübergreifender Datenmengen, die im Rahmen besonders hochrangiger Ermittlungen mehrerer Mitgliedstaaten erhoben werden. Darauf basierend kann der zielgerichtete internationale Informationsaustausch und die Koordinierung der Ermittlungsverfahren unterstützt werden. Zudem besteht bei multilateral konzertierten Zugriffsmaßnahmen die Möglichkeit der Entsendung von Experten durch Europol, die beispielsweise durch die Steuerung operativer Informationen in Echtzeit, Datenbankabgleichen oder Durchführung von Digitalforensikmaßnahmen die Einsatzmaßnahmen der ermittelnden Dienststellen vor Ort unterstützen können.

Nicht zuletzt trug auch die intensive Zusammenarbeit mit den Polizeien mehrerer betroffener Bundesländer wesentlich zum bisherigen Ermittlungserfolg bei.

Dies unterstreicht die herausgehobene Bedeutung der engen nationalen und internationalen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Schleuserkriminalität.

Die Einsatzmaßnahmen dauern derzeit an. Im Raum Saarbrücken sind aktuell rund 240 Einsatzkräfte im Einsatz. Über die Ergebnisse der Durchsuchungsmaßnahmen wird informiert, sobald gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

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Kevin-Tom Hindermann
Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München
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