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Bedrohung mit Schusswaffe in Nürnberg

Ein Mann bedrohte mehrere Personen mit einer Waffe, führte zu Polizeieinsatz. Tatverdächtiger festgenommen, Hintergrund der Auseinandersetzung wird ermittelt.

Foto: Depositphotos

Nürnberg (ost)

Früh am Freitagabend (13.02.2026) führte die Information über einen Mann, der mehrere Personen mit einer Waffe bedroht haben soll, zu einem Einsatz der Polizei in der Innenstadt von Nürnberg. Schließlich wurde ein 28-jähriger Verdächtiger von den Beamten festgenommen.

Um 17:40 Uhr ging ein Notruf bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei ein. Ein Zeuge berichtete, dass es in der Inneren Cramer-Klett-Straße zu einem Streit gekommen sei. Kurz darauf meldete er sich erneut und gab an, nun von einem Mann mit einer Schusswaffe bedroht zu werden.

Beim Eintreffen der ersten alarmierten Streifen der Polizeiwache Rathaus wurde festgestellt, dass ein 28-jähriger Deutscher nach einem vorangegangenen verbalen Streit, bei dem teilweise beleidigende Worte fielen, seinen Kontrahenten (25, deutsch) sowie zwei Zeugen (26, 47 deutsch) und eine Zeugin (28, deutsch) mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Danach zog sich der 28-Jährige mit seiner 27-jährigen deutschen Begleiterin in eine Wohnung zurück.

Unterstützt von weiteren Streifen der Polizeiinspektionen Nürnberg-Mitte und -Ost sowie des USK Mittelfranken sicherten die Einsatzkräfte den Bereich um das betroffene Mehrfamilienhaus und sperrten die Straße für den Verkehr.

Da der 28-Jährige sich weigerte, seine Wohnung zu verlassen, wurde die Verhandlungsgruppe sowie das SEK hinzugezogen. Später trat die 27-jährige Frau vor die Wohnungstür und wurde von den Polizisten in Gewahrsam genommen. Sie leistete so heftigen Widerstand, dass eine Beamtin leichte Verletzungen erlitt.

Einige Zeit später stellte sich auch der Verdächtige und wurde vorläufig festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung, die von der Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Nürnberg angeordnet wurde, konnte die beschriebene Schusswaffe nicht gefunden werden.

Der Hintergrund des vorangegangenen Streits sowie der genaue Ablauf sind nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der 28-Jährige muss sich wegen des Verdachts der Bedrohung und Beleidigung verantworten. Gegen seine 27-jährige Begleiterin wurden unter anderem Ermittlungen wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Erstellt von: Christian Seiler

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023

Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, wovon 380 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 449, darunter 370 Männer, 79 Frauen und 185 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Mordfälle auf 420, wobei 405 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 nahezu konstant, wobei 390 Männer, 58 Frauen und erneut 185 Nicht-Deutsche involviert waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 mit 470 Fällen die höchste Anzahl an Morden in Deutschland.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 403 420
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 405
Anzahl der Verdächtigen 449 448
Anzahl der männlichen Verdächtigen 370 390
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 79 58
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 185 185

Quelle: Bundeskriminalamt

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