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Dubai: Tabaksteuerhinterziehung in Millionenhöhe

Das Zollfahndungsamt München durchsuchte 10 Objekte wegen Verdachts der Tabaksteuerhinterziehung. Über eine Million Euro an Tabaksteuer könnte verkürzt worden sein.

Sichergestellter Wasserpfeifentabak, an dem falsche Steuerbanderolen angebracht worden sind. Foto vom 10.04.2026. Foto: Zollfahndungsamt München
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Am 09.04.2026 haben Beamte des Zollfahndungsamtes München bayernweit zehn Standorte durchsucht, darunter Büros und Privatwohnungen von Führungskräften und Zeugen, aufgrund des Verdachts der Tabaksteuerhinterziehung. Es wird vermutet, dass ein Unternehmen im südbayerischen Raum Steuerzeichen für Wasserpfeifentabak aus Dubai (VAE) verwendet hat, die für rauchenden Tabak mit niedrigerer Steuerbelastung bestimmt waren. Dadurch könnte die Tabaksteuer in Höhe von über einer Million Euro verkürzt worden sein. Der geschätzte Umfang des Vorfalls beläuft sich auf etwa 60 Tonnen Wasserpfeifentabak seit 2022.

Die Ermittlungen richten sich gegen drei Verdächtige im Alter von 42 und 51 Jahren, die bei der Anbringung der Steuerbanderolen für den importierten Wasserpfeifentabak die Tabaksteuer für rauchenden Tabak bezahlt haben. Wasserpfeifentabak unterliegt einer Zusatzsteuer von 23 Euro pro Kilogramm.

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel wie schriftliche Unterlagen und digitale Speichermedien sichergestellt, sowie knapp 400 Kilogramm Wasserpfeifentabak mit unzulässigen Steuerzeichen.

Quelle: Presseportal

nf24