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Erlangen: Überfall auf Juwelier – Zweiter Tatverdächtiger festgenommen

Die Polizei nahm einen 31-jährigen Litauer fest, der zweite Täter, ein 26-jähriger Litauer, wurde später auch festgenommen.

Foto: Depositphotos

Herzogenaurach (ost)

Wie bereits in Bericht 383 erwähnt, haben am Dienstagvormittag (21.04.2026) zwei zunächst unbekannte Männer einen Juwelier in Herzogenaurach (Lkrs. Erlangen-Höchstadt) überfallen. Die Polizei hat unmittelbar nach der Tat einen 31-jährigen Mann festgenommen. Mittlerweile wurde auch der zweite Verdächtige, ein 26-Jähriger, verhaftet.

Um 10:00 Uhr hat ein aufmerksamer Zeuge die Polizei alarmiert, da zwei maskierte Männer einen Juwelier in der Hauptstraße betreten haben. Den ersten Ermittlungen zufolge haben die Täter Pfefferspray gegen zwei Angestellte eingesetzt und sind dann mit Bargeld und Schmuck aus dem Geschäft geflohen.

Die Beamten der Polizeiinspektion Herzogenaurach haben in der Nähe des Tatorts einen 31-jährigen Litauer festgenommen, der sich widerstandslos unter Vorhalt der Dienstwaffe ergeben hat. Bei der Durchsuchung haben die Polizisten Pfefferspray und Diebesgut sichergestellt.

Gleichzeitig hat die Polizeiinspektion Herzogenaurach eine groß angelegte Fahndung nach dem zweiten Täter eingeleitet. Dieser ist in Richtung „An der Schütt“ geflohen und wurde dort zuletzt gesichtet. Neben vielen Streifenwagen benachbarter Dienststellen waren auch ein Diensthundeführer und ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei an der Fahndung beteiligt. Die Maßnahmen haben jedoch vorerst nicht zur Festnahme des zweiten Täters geführt.

Der 31-Jährige wurde zur Dienststelle gebracht, wo eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt wurde. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat außerdem einen Haftantrag gegen den Verdächtigen gestellt.

Die Kriminalpolizei Erlangen hat die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort durchgeführt und die weitere Bearbeitung übernommen.

Während der Fahndung haben die Beamten einen Teil der Beute gefunden, der in der Nähe des Tatorts versteckt war. Am Dienstagabend, gegen 18:15 Uhr, ist der bis dahin unbekannte Täter zurückgekehrt, um sie abzuholen. Dabei haben die Polizisten den 26-jährigen Litauer festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat einen Haftantrag gegen den 26-Jährigen gestellt.

Beide Verdächtigen werden heute Vormittag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die Haftfrage entscheiden wird.

Verfasst von: Gloria Güßbacher / mc

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023

Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind leicht angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, davon wurden 380 aufgeklärt. Im Jahr 2023 stieg die Zahl auf 420 Fälle, von denen 405 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 relativ konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen. In Bayern scheinen die Mordraten im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands immer noch relativ niedrig zu sein.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 403 420
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 405
Anzahl der Verdächtigen 449 448
Anzahl der männlichen Verdächtigen 370 390
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 79 58
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 185 185

Quelle: Bundeskriminalamt

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