Nach über 43 Jahren im Polizeidienst verabschiedet sich Herbert Donner in den wohlverdienten Ruhestand. Polizeipräsident Blöchl würdigte seinen jahrzehntelangen, engagierten Einsatz.
Erlangen: Verabschiedung von Leitendem Polizeidirektor Herbert Donner
Mittelfranken (ost)
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich Leitender Polizeidirektor Herbert Donner nach über 43 Jahren im Polizeidienst in den wohlverdienten Ruhestand. In einer Feierstunde am 28. April 2025 würdigte Polizeipräsident Blöchl Donners jahrzehntelangen, engagierten und verlässlichen Einsatz als Führungskraft.
Donner, der als „Leiter des Sachgebiets E2 für Ordnungs- und Schutzaufgaben“ offiziell eine eher sperrige Bezeichnung trug, war de facto die dritte Führungskraft im Polizeipräsidium Mittelfranken, ständiger Vertreter des Vizepräsidenten und zugleich Chef der gesamten uniformierten Polizei. In dieser Funktion verantwortete er erfolgreich die Sicherheit von 1,8 Millionen Menschen.
Geboren 1961, trat Herbert Donner nach dem Abitur am 1. Oktober 1981 als sogenannter Direkteinsteiger in die Bayerische Grenzpolizei der 3. Qualifikationsebene ein und legte damit den Grundstein für seine außergewöhnliche Karriere. Dank herausragender Leistungen stieg er in die höchste Beamtenlaufbahn auf und absolvierte erfolgreich ein Studium an der Führungsakademie in Münster. 1998 wechselte er als Polizeirat zum Polizeipräsidium Mittelfranken, um als Leiter die junge Verkehrspolizeiinspektion Feucht zu leiten und aufzubauen. Er stellte dort mit seinem Team die Weichen für eine moderne Verkehrssicherheitsarbeit. Weitere Stationen führten ihn zur Polizeidirektion Erlangen und anschließend für zehn Jahre als Leiter des Kriminalfachdezernats 4 nach Nürnberg, wo er die Bekämpfung organisierter Kriminalität sowie Wirtschafts-, Ausländer- und Rauschgiftkriminalität in Mittelfranken koordinierte.
Von 2016 bis 2021 führte Donner die Polizeiinspektion Nürnberg-Süd, eine der größten Dienststellen Bayerns, die aufgrund ihrer Zuständigkeit für das halbe Stadtgebiet Nürnberg sowie für Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Rock im Park, Eishockey-Partien und Konzerte ein besonders hohes Einsatzaufkommen zu bewältigen hat. Seit April 2021 hatte er die Leitung des Sachgebiets E2 im Präsidium inne, verantwortete fachlich 30 Dienststellen und wirkte als polizeilicher Sicherheitsverantwortlicher für das Stadtgebiet Nürnberg.
Polizeipräsident Blöchl hob Donners außerordentliche Motivation und sein breites Fachinteresse hervor: „Wo Donner ist, bewegt sich was.“ Sein Engagement habe entscheidend zum heutigen hohen Sicherheitsniveau in Mittelfranken beigetragen. Über viele Jahre prägte Donner zudem die Personalentwicklung, wählte mit Nachdruck zukünftige Führungskräfte aus und machte als Mitglied des Nürnberger Sicherheitsrats die partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Chefsache. Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch schätzte ihn als versierten Moderator in schwierigen Zeiten.
In seiner Abschiedsrede appellierte Donner: „Gerade in aktuellen politischen Krisen muss allen bewusst sein, dass die Polizei als neutrale Instanz unsere Verfassung schützt. Sie handelt nach dem Gesetz – unabhängig von Meinungen, Inhalten und moralischen Vorstellungen.“ Er betonte, dass sich der Polizeidienst im Laufe der Jahrzehnte vom Beruf zur Berufung entwickelt habe.
Donner freut sich nun auf mehr Zeit für Familie und private Interessen, wird jedoch auch seine „Polizeifamilie“ vermissen. Einen Nachfolger konnte das Präsidium noch nicht benennen; das Auswahl- und Bestellungsverfahren läuft derzeit. Am Ende der Veranstaltung dankten die Gäste – allen voran seine Kolleginnen und Kollegen – mit langanhaltendem Applaus und Standing Ovations.
Erstellt durch: Andreas Gramlich
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, der Region mit den meisten registrierten Fällen von Drogenkonsum in Deutschland im Jahr 2023 mit 73917 Fällen, relativ niedrig. Im Jahr 2022 wurden in Bayern 50012 Fälle registriert, wovon 46698 gelöst wurden. Es gab insgesamt 41572 Verdächtige, darunter 35704 Männer, 5868 Frauen und 13630 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 50746, wobei 46959 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40924, wovon 35301 Männer, 5623 Frauen und 15083 Nicht-Deutsche waren.
2022 | 2023 | |
---|---|---|
Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt