Ein dreijähriges Mädchen aus Spielgerät befreit und Verkehrsunfall mit vier Verletzten und einem Todesopfer.
Feuerwehr München Wochenendrückblick

München (ost)
Freitag, 10. Juli 2026; 16.20 Uhr – Kind aus Spielgerät befreit Vollmarpark (Neuharlaching)
Am Nachmittag des Freitags steckte ein dreijähriges Mädchen auf einem Spielplatz im Vollmarpark mit dem linken Bein in einem Spielgerät fest. Die Feuerwehr München befreite das Kind ohne Verletzungen.
Die kleine Leonie war beim Spielen abgerutscht und hatte ihr linkes Bein zwischen zwei Metallsprossen eines Kletter-Iglus eingeklemmt. Die Eltern hatten zunächst versucht, ihre Tochter selbst zu befreien, mussten jedoch schließlich die Feuerwehr um Hilfe bitten.
Zuerst versuchten die Rettungskräfte, das Bein mithilfe von Gleitmittel und Brechwerkzeug aus der misslichen Lage zu befreien. Da dies nicht erfolgreich war, entschied man sich, ein hydraulisches Rettungsgerät (Spreizer) einzusetzen. Mit diesem wurden die beiden Metallsprossen behutsam auseinander gedrückt, sodass das Bein unverletzt befreit werden konnte.
Im Anschluss entfernte die Feuerwehr die betroffene Stange vollständig und sicherte die freiliegenden Schweißstellen vorübergehend mit Klebeband, um das Risiko weiterer Verletzungen bis zur Reparatur des Iglus zu minimieren.
Freitag, 10. Juli 2026; 19.10 Uhr – Verkehrsunfall auf dem Mittleren Ring Aribonenstraße (Obergiesing)
Bei einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen wurden am Freitagabend vier Personen teilweise schwer verletzt. Ein 26-jähriger Mann erlag seinen Verletzungen.
Als die Rettungskräfte eintrafen, waren mehrere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. In einem der Autos saß der schwer verletzte Fahrer zusammen mit einem Beifahrer, der im Fahrzeug eingeklemmt war.
Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst befreite die Feuerwehr den Beifahrer mithilfe eines hydraulischen Rettungsgeräts aus dem Auto. Trotz der sofortigen intensivmedizinischen Maßnahmen erlag der Mann kurz darauf im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Der Fahrer desselben Fahrzeugs wurde nach der technischen Rettung schwer verletzt in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Unfallbeteiligte wurden vom Rettungsdienst behandelt und mit leichten bis mittelschweren Verletzungen ebenfalls in Münchner Krankenhäuser gebracht.
Neben den Rettungsarbeiten sicherte die Feuerwehr die Unfallstelle ab und gewährleistete den Brandschutz. Abschließend halfen die Einsatzkräfte bei der Reinigung der Unfallstelle. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste der Mittlere Ring im Bereich des Einsatzes für mehrere Stunden gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache und zum entstandenen Sachschaden aufgenommen.
Samstag, 11. Juli 2026; 16.27 Uhr – Absturz von Fassadenteilen beschäftigt Feuerwehr Belgradstraße (Schwabing)
Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr München in die Belgradstraße gerufen, nachdem Fassadenteile eines Wohngebäudes auf die Straße gefallen waren.
Unterhalb der Dachrinne waren Fassadenteile auf einer Strecke von etwa fünf Metern abgestürzt. Die Feuerwehr evakuierte vorsorglich das betroffene Gebäude und kontrollierte die Wohnungen. Dabei wurden keine weiteren Gefahren festgestellt. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Während des Einsatzes musste die Belgradstraße zwischen der Viktor-Scheffel-Straße und der Herzogstraße gesperrt werden, was zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr führte.
Um die Standsicherheit zu beurteilen, wurden Fachleute der Lokalbaukommission (LBK) sowie ein Statiker hinzugezogen. Die Erkundung erfolgte unter anderem mit einer Drehleiter und dem Drohnenteam der Feuerwehr München. Zusätzlich wurde eine Endoskopkamera eingesetzt, um schwer zugängliche Bereiche des Gebäudes zu überprüfen.
Nach der Inspektion entschieden die Experten, lose Fassadenteile kontrolliert durch die Feuerwehr entfernen zu lassen. Die Arbeiten dauerten etwa drei Stunden. Anschließend wurde die Gefahrenstelle mit Bauzäunen abgesichert und an die Polizei übergeben.
Gegen 20.20 Uhr wurde die Feuerwehr erneut zur Einsatzstelle gerufen, nachdem Anwohner Risse am Gebäude gemeldet hatten. Gemeinsam mit der Lokalbaukommission erfolgte eine erneute Inspektion. Weitere Maßnahmen der Feuerwehr waren jedoch nicht erforderlich.
Bei diesem Einsatz wurde niemand verletzt.
(ret)
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bayern für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Bayern insgesamt 388.817 Verkehrsunfälle. Davon waren 49.463 Unfälle mit Personenschaden, was 12,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 7.460 Fälle aus, was 1,92% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 2.153 Fällen gemeldet, was 0,55% aller Unfälle ausmacht. Die meisten Unfälle (84,81%) waren übrige Sachschadensunfälle. Innerorts ereigneten sich 37.412 Unfälle (9,62%), außerorts (ohne Autobahnen) 20.411 Unfälle (5,25%) und auf Autobahnen 5.035 Unfälle (1,29%). Insgesamt gab es 499 Getötete, 9.257 Schwerverletzte und 53.102 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 388.817 |
| Unfälle mit Personenschaden | 49.463 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 7.460 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 2.153 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 329.741 |
| Ortslage – innerorts | 37.412 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 20.411 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 5.035 |
| Getötete | 499 |
| Schwerverletzte | 9.257 |
| Leichtverletzte | 53.102 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








