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Freising: Gefährliche Ereignisse im Bahnverkehr

Mehrere Personen im Gleis. Unfälle am Bahnhof Neufahrn und Taufkirchen. Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

München/Neufahrn b. Freising/Taufkirchen (ost)

Am Samstag (9. Mai) ereignete sich am Bahnhof Neufahrn bei Freising aufgrund von Fahrlässigkeit ein Unfall. Ähnliches geschah bereits am Freitag (8. Mai). Dort betrat eine Frau am Bahnhof Taufkirchen die Gleise, blieb jedoch unverletzt.

* Zug stoppt einen Meter vor 88-jähriger Frau Um 13:50 Uhr (8. Mai) betrat eine 88-jährige Deutsche unbefugt den Gleisbereich am Bahnhof Taufkirchen. Der 24-jährige Triebfahrzeugführer einer herannahenden S-Bahn bemerkte die ältere Dame, gab einen Warnpfiff ab und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam etwa einen Meter vor der Frau zum Stehen. Der Vorfall wurde von umstehenden Zeugen beobachtet. Bei der Befragung durch Bundespolizisten gab die Seniorin an, dass sie ihren Heimweg abkürzen wollte. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen Schock und musste abgelöst werden. In der S-Bahn befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 50 Reisende, die alle unverletzt blieben. Die betroffene Bahnstrecke war von 13:45 Uhr bis 14:48 Uhr gesperrt und es kam zu leichten Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

** 82-Jähriger verliert durch Zusammenstoß mit Zug ein Bein Am Samstagabend (9. Mai) überquerte ein 82-jähriger Mann gegen 19:45 Uhr die Gleise 1 und 2 am Bahnhof Neufahrn bei Freising. Zu diesem Zeitpunkt näherte sich ein Regionalzug mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h. Der Triebfahrzeugführer erkannte den Mann, gab einen Warnpfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Mann versuchte vergeblich, sich an der Bahnsteigkante hochzuziehen. Auch ein Zeuge konnte ihm nicht aus dem Gefahrenbereich helfen. Der Zug konnte nicht rechtzeitig stoppen und erfasste den Mann. Der 82-Jährige wurde schwer verletzt und verlor ein Bein. Der Zug kam etwa 100 Meter hinter dem Bahnsteig zum Stehen. Der Triebfahrzeugführer setzte einen Notruf ab. Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Neufahrn und des Rettungsdienstes versorgten den Mann bis zum Eintreffen des Notarztes. Nach der Erstversorgung wurde der Senior mit dem Rettungshubschrauber in ein Münchner Krankenhaus geflogen, wo er notoperiert wurde. Die Bundespolizei nahm den Unfall vor Ort auf. Die 350 Passagiere im Zug blieben unverletzt. Der betroffene Triebfahrzeugführer konnte die Fahrt nicht fortsetzen und wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Bahnstrecke war ab 21:30 Uhr wieder befahrbar, nachdem sie seit dem Unfall gesperrt war. Es kam zu Verzögerungen und Teilausfällen im Zugverkehr. Der Zustand des Mannes ist weiterhin kritisch.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor den lebensgefährlichen Risiken im Gleisbereich. Das Betreten der Gleise ist verboten – unabhängig vom Grund. Es ist nicht ratsam, das eigene Leben zu riskieren, um Zeit zu sparen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bayern für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Bayern insgesamt 388.817 Verkehrsunfälle. Davon waren 49.463 Unfälle mit Personenschaden, was 12,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 7.460 Fälle aus, was 1,92% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 2.153 Fällen registriert, was 0,55% ausmacht. Die meisten Unfälle (84,81%) waren übrige Sachschadensunfälle mit insgesamt 329.741 Fällen. Innerorts gab es 37.412 Unfälle (9,62%), außerorts (ohne Autobahnen) 20.411 Unfälle (5,25%) und auf Autobahnen 5.035 Unfälle (1,29%). Insgesamt gab es 499 Getötete, 9.257 Schwerverletzte und 53.102 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 388.817
Unfälle mit Personenschaden 49.463
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 7.460
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 2.153
Übrige Sachschadensunfälle 329.741
Ortslage – innerorts 37.412
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 20.411
Ortslage – auf Autobahnen 5.035
Getötete 499
Schwerverletzte 9.257
Leichtverletzte 53.102

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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