Unter ihnen war ein sechs Monate alter Säugling. Neun Personen kamen in Krankenhäuser, das Haus ist vorerst unbewohnbar.
Kellerbrand in Nürnberg: Feuerwehr rettet 17 Menschen

Nürnberg (ost)
Am frühen Sonntagmorgen löste ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in der Gärtnerstraße einen Großeinsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr aus. Aus dem stark verrauchten Haus brachte die Feuerwehr 17 Menschen in Sicherheit, darunter einen sechs Monate alten Säugling. Neun Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Vorläufig kann das Haus nicht mehr bewohnt werden.
Die ersten Einsatzkräfte fuhren kurz nach 4 Uhr in den Stadtteil Gärten hinter der Veste. Dort stand ein Raum im Keller eines Gebäudes vollständig in Brand. Über den Treppenraum war dichter Rauch bereits bis in die Wohnungen gezogen. Zum Teil trat der Brandrauch durch die Fenster nach draußen.
Angesichts der Situation ließen die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte sofort zusätzliche Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr anrücken. Eine verletzte Person wurde von ihnen vor dem Haus versorgt.
Bewohner sitzen an Fenstern und auf Balkonen fest
An den zur Gärtnerstraße gelegenen Fenstern machten mehrere Bewohner auf sich aufmerksam. Weil der Treppenraum stark verraucht war, konnten sie diesen nicht als Fluchtweg nutzen. Die Feuerwehr brachte vier Menschen mit einer Drehleiter in Sicherheit.
Auf den Balkonen an der Gebäuderückseite warteten ebenfalls Bewohner auf Rettung. Darunter waren eine Mutter und ihr sechs Monate alter Säugling. Auch sie wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Aus dem Gebäude retteten die Einsatzkräfte insgesamt 17 Menschen.
Während die Menschen gerettet wurden, löschten zwei Trupps mit schwerem Atemschutz den Brand im Keller mit einem Löschrohr. Danach überprüften die Einsatzkräfte alle Wohnungen und entfernten den Brandrauch nach und nach aus ihnen.
Defekte Gasleitung macht Einsatz schwieriger
Im weiteren Verlauf des Einsatzes fand die Feuerwehr im betroffenen Kellerraum eine undichte Gasleitung. Damit kein Gas mehr nachströmen konnte, musste der Energieversorger N-ERGIE den Straßenbelag aufbrechen und die Leitung außerhalb des Hauses absperren. Außerdem wurde die Stromversorgung des Hauses unterbrochen.
Da das Feuer den Gewölbekeller stark beansprucht hatte, holte die Feuerwehr einen Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzu. Er sollte mögliche Schäden an der Gebäudestruktur beurteilen.
Rettungsdienst im Großeinsatz – neun Menschen in Krankenhäusern
Weil die Situation anfangs unübersichtlich war, setzte der Rettungsdienst das Einsatzstichwort frühzeitig auf MANV 10-15 herauf. Zur Verfügung standen insgesamt 39 Rettungsdienstfahrzeuge und knapp 80 Einsatzkräfte.
Die betroffenen Bewohner wurden von den Einsatzkräften untersucht und versorgt. Zur weiteren Behandlung kamen neun Personen in Krankenhäuser. Acht weitere Bewohner erhielten Betreuung. Vier davon fanden bei Bekannten Unterkunft; für die übrigen vier wurde eine Unterbringung im Hotel organisiert.
Während des Einsatzes wurde ein Bus der VAG als Sammel- und Betreuungsstelle für die Bewohner genutzt.
Aufgrund der starken Verrauchung und der Unterbrechung der Gas- und Stromversorgung kann das Gebäude vorerst nicht bewohnt werden.
Rund 140 Einsatzkräfte am Einsatzort
Rund 45 Feuerwehrkräfte aus mehreren Feuerwachen und knapp 80 Kräfte des Rettungsdienstes waren an dem Einsatz beteiligt. Unterstützung erhielten sie durch mehrere Polizeistreifen, die N-ERGIE, die VAG und das THW.
Für die Dauer des Einsatzes wurde die Bucher Straße für den Verkehr gesperrt. Der Rettungsdienst verwendete den Bereich, um seine Einsatzfahrzeuge zu koordinieren.
Was den Brand verursachte und wie hoch der Sachschaden ist, ist derzeit nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt. [TR/SK]
Quelle: Presseportal








