Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Landkreis Augsburg: Durchsuchungsaktion der Polizei wegen Betäubungsmittelverdachts

Am Mittwoch fanden Durchsuchungen in 17 Wohnobjekten statt. Es wurden verschiedene Betäubungsmittel sichergestellt und eine Person vorläufig festgenommen.

Foto: Depositphotos

Augsburg (ost)

PP Schwaben Nord – Am Mittwoch (15.07.2026) wurde eine geplante Durchsuchungsaktion des Polizeipräsidiums Schwaben Nord im Auftrag der Staatsanwaltschaft Augsburg durchgeführt.

In den frühen Morgenstunden führten Polizeibeamte gerichtliche Beschlüsse aus und durchsuchten gleichzeitig 17 Wohnobjekte im Stadtgebiet Augsburg und im Landkreis Augsburg sowie jeweils ein Objekt im Landkreis Amberg-Sulzbach und im Landkreis Landshut.

Nach der Durchsuchung des City Clubs am 31.01.2026/01.02.2026 führte die Polizei umfangreiche Ermittlungen durch, unter anderem wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Es ergab sich der Verdacht gegen 19 Personen im Alter von 22 bis 51 Jahren, die damals im City Club anwesend waren. Das Amtsgericht Augsburg erließ daher auf Antrag der Staatsanwaltschaft Augsburg Durchsuchungsbeschlüsse gegen diese Personen.

In 12 Objekten wurden Betäubungsmittel gefunden.

Ein 39-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen und befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. Gegen den Verdächtigen besteht der Verdacht der Herstellung und des bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln. Die Vorführung vor dem Haftrichter wird derzeit geprüft.

Im Zuge der Durchsuchungen wurde auch ein bestehender Haftbefehl wegen einer rechtskräftigen Verurteilung in anderer Sache gegen einen 20-Jährigen vollstreckt. Der 20-Jährige wurde in eine JVA überstellt.

In einem der Objekte wurden über 550 Gramm Marihuana entdeckt. Im Rahmen des Einsatzes konnten auch weitere Betäubungsmittel (u.a. Amphetamin, Kokain, MDMA, Haschisch, LSD, Ecstasy, Methamphetamin) in insgesamt nicht unerheblicher Menge gefunden und sichergestellt werden. Die genaue Menge und Wirkstoffgehalt sind derzeit noch nicht bekannt und Gegenstand laufender kriminaltechnischer Untersuchungen.

Basierend auf der Menge und Zusammensetzung der gefundenen Betäubungsmittel wird der Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln sowie des Besitzes von Betäubungsmitteln geprüft.

An dem Einsatz waren etwa 200 Kräfte des PP Schwaben Nord und der Bereitschaftspolizei beteiligt.

Weitere Informationen sind aufgrund der laufenden Ermittlungen derzeit nicht verfügbar.

Die Personen besitzen die deutsche und italienische Staatsbürgerschaft.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle registriert, wovon 46698 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41572, wobei 35704 männliche und 5868 weibliche Verdächtige waren. 13630 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 50746, wovon 46959 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40924, wobei 35301 männliche und 5623 weibliche Verdächtige waren. 15083 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24