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Landkreis Donau-Ries: Täterfestnahme nach Anlagebetrug

Im Landkreis Donau Ries wurden zwei Tatverdächtige festgenommen, nachdem eine Frau Opfer eines Anlagebetrugs wurde. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Foto: Depositphotos

Augsburg (ost)

Landkreis Donau Ries / Oettingen in Bayern – Zwischen Anfang Dezember 2025 und Ende Januar 2026 wurde eine 62-jährige Frau aus einer Gemeinde bei Oettingen Opfer eines Anlagebetrugs. Die Frau reagierte auf ein Werbevideo im Internet und nahm von sich aus Kontakt zu unbekannten Betrügern auf. Diese versprachen ihr eine Geldanlage mit hoher Verzinsung, woraufhin die Frau mehrere Geldbeträge investierte. Die Täter übten dann Druck auf die Frau aus und überredeten sie, Bargeld zu übergeben. Ende Januar übergab die Frau in ihrer Gemeinde einem unbekannten Abholer eine niedrige fünfstellige Summe Bargeld. Nach dieser Übergabe drängte der unbekannte Täter die Frau zu einer weiteren Übergabe mit einer höheren Summe. Die Frau hatte mittlerweile die Polizei eingeschaltet und es gelang den Beamten der Kriminalpolizei Dillingen in Zusammenarbeit mit der PI Nördlingen, die inszenierte Übergabe zu nutzen, um zwei Verdächtige vor Ort festzunehmen. Es handelte sich um einen 26-jährigen Mann mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und einen 18-jährigen Mann, der ebenfalls die ukrainische Staatsangehörigkeit besitzt. Die beiden Männer wurden auf Anweisung der Staatsanwaltschaft einem Richter vorgeführt und befinden sich nun in Untersuchungshaft. Der Geschädigten entstand letztendlich ein Vermögensschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Durch die Festnahme der beiden Verdächtigen konnte ein weiterer Schaden in ähnlicher Höhe verhindert werden. Die Kriminalpolizei Dillingen führt die Ermittlungen.

Die Polizei empfiehlt in diesem Zusammenhang:

Quelle: Presseportal

Cybercrime-Statistiken in Bayern für 2022/2023

Die Cyberkriminalitätsraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 15889 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 16397 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 5068 auf 5737. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3974 auf 4098, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen mit 2795 höher war als die der weiblichen Verdächtigen mit 1303. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 1266 nahezu konstant. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Berlin im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Cyberkriminalitätsfällen in Deutschland mit 22125 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 15.889 16.397
Anzahl der aufgeklärten Fälle 5.068 5.737
Anzahl der Verdächtigen 3.974 4.098
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.801 2.795
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.173 1.303
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.276 1.266

Quelle: Bundeskriminalamt

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