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Landkreis Freising: Finanzkontrolle Schwarzarbeit 2025 in Landshut erfolgreich

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Landshut war 2025 erfolgreich im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Über 13 Millionen Euro Gesamtschaden aufgedeckt.

Bildquelle: Zoll Bild: Kontrolle
Foto: Presseportal.de

Landshut (ost)

Im Jahr 2025 hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamts Landshut weiterhin konsequent gegen Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und den Missbrauch von Sozialleistungen vorgegangen. Die Zöllner und Zöllnerinnen an den Standorten in Altdorf bei Landshut, Plattling, Pfarrkirchen und Passau sind flächendeckend im Regierungsbezirk Niederbayern (mit Ausnahme des südlichen Landkreises Kelheim) sowie in den oberbayerischen Landkreisen Dachau, Erding und Freising (ohne den Flughafen München) präsent.

Im letzten Jahr führten die Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit 538 Prüfungen von Arbeitgebern und 6.904 Befragungen von Personen durch. Nach den Befragungen der Arbeitnehmer vor Ort folgen oft detaillierte und aufwendige Prüfungen von Geschäftsunterlagen sowie weiterführende Ermittlungen. Insgesamt wurden 1.551 Strafverfahren und 699 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Anzahl der abgeschlossenen Ermittlungsverfahren wegen Straftaten stieg um fast 21 Prozent auf 1.736 im Vergleich zu 1.440 im Vorjahr.

Die oft komplizierten Ermittlungen führten zu Freiheitsstrafen von insgesamt über 32 Jahren.

Die konsequente Vorgehensweise und die konsequente Verfolgung von Rechtsverstößen zeigen sich in den verhängten Strafen. Die Summe der Geldstrafen aus Urteilen und Strafbefehlen stieg im Vergleich zum Vorjahr (rund 1,06 Millionen Euro) um fast 25 Prozent auf über 1,3 Millionen Euro an. Im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen des Hauptzollamts Landshut wurde ein Gesamtschaden von über 13 Millionen Euro festgestellt. Dieser Betrag übertraf das Ergebnis des Vorjahres (über neun Millionen Euro) um fast 46 Prozent. Der Schaden setzt sich aus nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen, hinterzogenen Steuern und weiteren finanziellen Schäden zusammen, darunter nicht gezahlte Mindestlöhne, ausstehende Beiträge zu Urlaubskassen und unrechtmäßig bezogene Sozialleistungen.

Am 20. Februar 2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Landshut verdachtsunabhängige Prüfungen durch, bei denen der Schwerpunkt auf der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns lag. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde, in bestimmten Branchen gelten verbindliche Branchenmindestlöhne. Wenn diese nicht eingehalten werden, schadet dies nicht nur den Arbeitnehmern, den Sozialversicherungsträgern, sondern auch den ehrlichen Unternehmern, die faire Löhne und Steuern zahlen.

Insgesamt wurden 26 Betriebe in den Landkreisen Landshut, Erding, Dachau und Pfarrkirchen von den Zöllnern kontrolliert. Im Rahmen der Maßnahmen wurden 65 Beschäftigte – unter anderem aus Gastronomie, Bauwesen und Einzelhandel – zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Aus diesen Befragungen ergaben sich mehrere Hinweise auf mögliche Verstöße, beispielsweise gegen sozialversicherungs- und aufenthaltsrechtliche Bestimmungen sowie wegen nicht gezahlter Mindestlöhne. An die Kontrollen schließen sich nun umfassende Prüfungen der Geschäftsunterlagen an.

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Um einen Einblick in unsere vielfältigen Tätigkeiten zu erhalten, veranstaltet das Hauptzollamt Landshut in diesem Jahr drei Zollinfotage – Karriere: 25.04.2026: Zollinfotag – Karriere in Plattling 09.05.2026: Zollinfotag – Karriere in Passau 12.09.2026: Zollinfotag – Karriere mit Tag der offenen Tür „Wir sind der ZOLL“ in Altdorf Anmeldung per E-Mail unter zollinfotag.hza-landshut@zoll.bund.de möglich!

Quelle: Presseportal

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