Über 898 Millionen Euro Einnahmen aus Steuern und Zölle, über 76 Millionen Euro aus Beitreibungen aus Vollstreckungsmaßnahmen und eine ermittelte Schadens¬summe durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung von über 13 Millionen Euro sind Zahlen, die für sich sprechen und die erfolgreiche Bilanz 2025 des Haupt¬zoll¬amts Landshut widerspiegeln.
Landkreis Freising: Positive Jahresbilanz des Hauptzollamts Landshut 2025

Landshut (ost)
Über 898 Millionen Euro Einnahmen aus Steuern und Zölle, über 76 Millionen Euro aus Beitreibungen aus Vollstreckungsmaßnahmen und eine ermittelte Schadens¬summe durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung von über 13 Millionen Euro sind Zahlen, die für sich sprechen und die erfolgreiche Bilanz 2025 des Haupt¬zoll¬amts Landshut widerspiegeln. Der Zoll ist eine Einnahmeverwaltung. Im Jahr 2025 hat er bundesweit rund 157 Milliarden Euro eingenommen. Die Sicherung der finanziellen Leistungs¬fähigkeit ist Grundlage für das Funktionieren unseres Staates. Denn diese Ein¬nahmen machen wichtige Zukunftsinvestitionen in Bildung, Familie, Forschung oder Infrastruktur erst möglich. Auch die staatliche Bezuschussung der Renten- und Sozialsysteme muss aus dem Einnahmetopf geleistet werden.
Das Hauptzollamt Landshut
Im rund 12.000 Quadratkilometer großen Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Landshut vereinnahmten rund 690 Zöllnerinnen und Zöllner knapp 975 Millionen Euro. Der Zuständigkeitsbereich umfasst den Regierungs¬bezirk Niederbayern (vom Land¬kreis Kelheim nur der Südbereich) sowie die oberbayerischen Landkreise Dachau, Erding und Freising (ohne den Flughafen München). Das Hauptzollamt Landshut ist in der Fläche an Dienststellen in Landshut, Hallbergmoos, Passau, Pfarrkirchen, Plattling, Suben-Autobahn und Zwiesel vor Ort.
Der Zoll – Die Einnahmeverwaltung des Bundes
Das Hauptzollamt Landshut hat im vergangenen Jahr über 898 Millionen Euro an Steuern und Abgaben erhoben. Von diesen Einnahmen entfallen knapp 25 Millionen Euro auf Zölle, die der EU zufließen. Über 763 Millionen Euro Einfuhr¬umsatzsteuer und über 110 Millionen Euro Verbrauchsteuern – hierzu gehören unter anderem die Energiesteuer, Stromsteuer und Alkoholsteuer – fließen dem Bundeshaushalt zu.
Zollkontrollen sorgen für Sicherheit
Die Überwachung von Ein- und Ausfuhrverboten und die Bekämpfung des Schmuggels von verbrauchsteuerpflichtigen Waren (Zigaretten, Alkohol, etc.) zählen zu den Aufgaben der Kontrolleinheiten Verkehrswege, die regional in Passau, Plattling und Zwiesel ansässig sind. Im vergangenen Jahr überprüften die Zoll¬beamten auf sämtlichen Verkehrswegen im Bezirk über 8.000 Objekte und über 16.000 Personen. Insgesamt zog der Zoll in ganz Deutschland im vergangenen Jahr rund 69 Tonnen Betäubungsmittel sowie 256 Millionen Schmuggelzigaretten aus dem Verkehr. Plagiate verursachen weltweit einen wirtschaftlichen Schaden in Milliarden¬höhe. 2025 hat der Zoll 4,6 Millionen Produktfälschungen beschlagnahmt. Wie konsequent der Zoll gegen den internationalen Schmuggel vorgeht, zeigen erfolgreiche Aufgriffe der Landshuter Zöllnerinnen und Zöllner. Ende März 2025 staunte ein Abfertigungsbeamter des Zollamts Suben nicht schlecht, als hinter dem angemeldeten Toilettenpapier mehrere Kartons voller Zigaretten zum Vorschein kamen. Insgesamt stellten die Zollbeamten 4,6 Millionen Zigaretten sicher. Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege Zwiesel kontrollierten im April 2025 auf der BAB 3 im Landkreis Deggendorf eine alleinfahrende Zugmaschine aus Dänemark mit dem Ziel Türkei. Bei der intensiven Überprüfung entdeckten die Beamten Betäubungsmittel versteckt in einem von außen zugänglichem Seitenfach sowie hinter der Rückwand und in der Seitenverkleidung der Fahrerkabine. Zudem hatte der Fahrer noch Haschisch in seiner getragenen Kleidung. Insgesamt wurden elf Kilogramm Kokain, sechs Kilogramm Marihuana sowie 100 Gramm Haschisch sichergestellt. Der Fahrer wurde inzwischenzeit rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt.
Effiziente Warenabfertigung
Die Warenabfertigung ist eine zöllnerische Kernaufgabe. Tag für Tag fließen enorme Warenströme von Deutschland in Nicht-EU-Länder und umgekehrt. Der Anteil von E-Commerce steigt stetig in erheblichem Umfang an. Die vier Zollämter Hallbergmoos, Passau, Plattling und Suben-Autobahn des Haupt¬zollamtes Landshut zählten vergangenes Jahr insgesamt rund 1,1 Millionen Positionen Einfuhrabfertigungen und über neun Millionen bei der Ausfuhr. Die erforderlichen Zollbehandlungen schnell und effizient abzuwickeln, ist das gemeinsame Anliegen von Wirtschaft und Zoll. Mit Hilfe moderner digitaler Abfertigungssysteme und einem flexiblen Personaleinsatz kann die Masse an Sendungen „just in time“ bewältigt werden. Dass der Zoll auch entschieden gegen unlauteren und illegalen Handel mit gefälschten Produkten vorgeht, zeigt ein Aufgriff beim Zollamt Suben. Im Juli 2025 wurde dort eine Sendung mit Textilien zur Einfuhr nach Deutschland angemeldet. Bei der Beschau der Ware ergab sich der Verdacht, dass es sich um gefälschte Kleidungsstücke handeln könnte. Die jeweiligen Rechteinhaber bestätigten den Plagiatsverdacht. Insgesamt wurden Textilien mit einem Gesamtgewicht von rund 2,8 Tonnen und einem geschätzten Originalwert von mehr als 2,5 Millionen Euro vernichtet. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) schätzt, dass in Deutschland bereits Zehntausende Arbeitsplätze verloren gegangen sind, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) spricht von einem weltweiten Markt mit gefälschten Produkten im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar jährlich.
Vollstreckung öffentlich-rechtlicher Forderungen
Der Zoll treibt Forderungen ein, die von Schuldnern nicht freiwillig bezahlt werden. Hierunter fallen zolleigene Außenstände, aber auch Außenstände der Agentur für Arbeit, der Krankenkassen, der Berufsgenossen¬schaften sowie auch weiterer Sozialbehörden. Die zentrale Vollstreckungsstelle des Hauptzollamts Landshut erledigte im Jahr 2025 über 213.000 Fälle und trieb dabei mehr als 76 Millionen Euro ein. Nicht immer können die Vollziehungsbeamtinnen und Vollziehungsbeamten geschuldete Beiträge in bar kassieren. Kommt es dann zur Pfändung von Wert¬gegenständen, werden diese zum Teil über das virtuelle Auktionshaus unter www.zoll-auktion.de verkauft.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit
Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten Arbeitsplätze, erhöhen die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Mit seinem Einsatz gegen die Schwarzarbeit sorgt der Zoll für fairen Wettbewerb, den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie stabile Beitragssätze und gerechte Arbeits¬bedingungen. Von den Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit an den Standorten Landshut, Passau, Pfarrkirchen und Plattling konnten im vergangenen Jahr über 1.700 Strafverfahren abgeschlossen werden. Infolgedessen wurden Geldstrafen in Höhe von mehr als 1,3 Millionen Euro verhängt und Freiheitsstrafen von über 32 Jahren erwirkt. Die Anzahl der Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Schwarzarbeit belief sich auf fast 700, die mit über 760.000 Euro bebußt wurden. Die im Bezirk des Hauptzollamts Landshut ermittelte Schadenssumme durch Schwarzarbeit beträgt mehr als 13 Millionen Euro.
Ausbildungshauptzollamt Landshut
„Eine Laufbahn beim Zoll bietet nicht nur einen sicheren und familienfreundlichen Arbeitsplatz, sondern überzeugt vor allem durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Ob im Vollzugsdienst, im Prüfungsdienst oder im Innendienst – der Zoll eröffnet einen spannenden und abwechslungsreichen Berufsalltag. Für die kommenden Jahre wünsche ich mir viele motivierte junge Menschen, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium beim Zoll entscheiden. Die Ausbildungsmesse „Vocatium“ am 17. und 18. Juni 2026 in Landshut sowie unser Zollinfotag – Karriere mit Tag der offenen Tür – „Wir sind der Zoll“ am 12. September 2026 in Altdorf bieten eine hervorragende Gelegenheit, die Vielfalt unseres Berufs und die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen,“ so Petra Seidl, Leiterin des Hauptzollamts Landshut. Flexible Arbeitszeiten, gute Bezahlung, ein mobiler Arbeitsplatz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und spannende Tätigkeiten ein ganzes Berufsleben lang zeichnen den Zoll als guten Arbeit¬geber aus. Die zweijährige Ausbildung und das dreijährige Studium bieten durch das duale System eine Ausbildung auf besonders hohem Niveau. Derzeit absolvieren 92 Nachwuchskräfte (45 gD, 47 mD) eine Ausbildung beim Hauptzollamt Landshut. Ausführliche Informationen zum Thema Ausbildung und duales Studium beim Zoll können auf der Internetseite www.zoll.de abgerufen werden.
Ausblick
Um Interessierten einen umfassenden Einblick in die vielseitigen Aufgabenbereiche des Zolls zu ermöglichen, veranstaltet das Hauptzollamt Landshut am 12. September 2026 in Altdorf einen Zollinfotag – Karriere mit Tag der offenen Tür – „Wir sind der Zoll“. Besucherinnen und Besucher haben dabei die Gelegenheit, die vielfältigen Tätigkeiten sowie die unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten beim Zoll kennenzulernen.
Anmeldung per E-Mail unter zollinfotag.hza-landshut@zoll.bund.de. möglich!
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, wo im Jahr 2023 die meisten Fälle von Drogenkonsum in Deutschland verzeichnet wurden – 73917, etwas niedriger. Im Jahr 2022 wurden in Bayern 50012 Fälle von Drogenkonsum erfasst, wovon 46698 gelöst wurden. Es gab insgesamt 41572 Verdächtige, darunter 35704 Männer, 5868 Frauen und 13630 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der erfassten Fälle leicht auf 50746, wobei 46959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging auf 40924 zurück, davon waren 35301 Männer, 5623 Frauen und 15083 nicht-deutsche Verdächtige.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








