Bundespolizei vollstreckt europäischen Auslieferungshaftbefehl nach Millionenhandel mit Betäubungsmitteln und Anabolika-Fund bei Kontrolle an der Grenze.
Lindau: Gesuchtes Mitglied einer kriminellen Vereinigung gefasst

Lindau (ost)
Am Montag (3. August) haben Lindauer Bundespolizisten am Grenzübergang Hörbranz auf der Bundesautobahn 96 einen europäischen Haftbefehl vollstreckt und Verstöße gegen das Cannabis- und Anti-Doping-Gesetz festgestellt. Wegen Handel mit Betäubungsmitteln im Millionenbereich war der österreichische Beifahrer zur Festnahme und Auslieferung an Österreich ausgeschrieben. Der Fahrer führte unerlaubte Mengen von Anabolika mit.
Bundespolizisten kontrollierten am Montagabend zwei Insassen eines in Österreich zugelassenen Kraftfahrzeuges. Beim österreichischen Fahrer fanden die Beamten Anabolika, die in Summe den Grenzwert zur strafrechtlich relevanten „nicht geringen Menge“ (über 100 g) weit überschritten. Der Beifahrer, ein 29-jähriger Österreicher, wurde mit europäischem Haftbefehl wegen Handel mit Betäubungsmitteln gesucht. Als in dringendem Verdacht stehenden Mitglied einer kriminellen Vereinigung hat der 29-Jährige dazu beigetragen, Cannabis im Wert von über 1,5 Mio. Euro in Umlauf zu bringen. Hierzu fanden bereits Wohnungsdurchsuchungen in Österreich statt. Weiterhin steht er im Verdacht, an zwei Betrugsfällen im Onlinehandel beteiligt zu sein. Während seiner Durchsuchung fanden die Bundespolzisten 1,1 Gramm Cannabis deren Einfuhr nach Deutschland unerlaubt ist. Die Verstöße gegen das Cannabiskonsumgesetz beim Beifahrer und gegen das Anti-Doping-Gesetz beim Fahrer wurden zuständigkeitshalber an die Bundeszollverwaltung übergeben. Der Fahrer konnte nach der Bearbeitung seinen Weg fortsetzen. Die Bearbeitung des europäischen Auslieferungshaftbefehls gegen den Beifahrer verbleibt bei der Bundespolizei. Es ist geplant den 29-jährigen Mann am Amtsgericht Kempten vorzuführen und ihn anschließend nach Österreich auszuliefern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Statistiken über Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Unter den Verdächtigen waren 35704 Männer und 5868 Frauen, wobei 13630 nicht-deutsche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








