Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lindau: Haftbefehl vollstreckt, Migranten zurückgewiesen

Die Bundespolizei stoppte einen afghanischen Zugreisenden mit Wiedereinreisesperre und Haftbefehl. Nach Zahlung einer Geldstrafe wurde er nach Österreich zurückgeschickt.

Symbolfoto - Freigabe unter der Quellenangabe "Bundespolizei" für redaktionelle Zwecke
Foto: Presseportal.de

Lindau (ost)

Am Montag (5. Oktober) wurde ein afghanischer Zugreisender von Bundespolizisten am Bahnhof Lindau-Reutin gestoppt. Der Migrant hatte eine Wiedereinreisesperre und einen offenen Haftbefehl. Nach Zahlung einer Geldstrafe und Sicherheitsleistung wurde er nach Österreich zurückgeschickt.

Beamte der Bundespolizei in Lindau kontrollierten am Nachmittag einen afghanischen Reisenden in einem EuroCity-Zug (Route Zürich-München). Der 33-jährige Mann besaß österreichische Flüchtlingsdokumente.

Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der Afghane ein Einreise- und Aufenthaltsverbot bis Juni 2027 hatte. Diese vierjährige Sperre wurde 2023 von der Bundespolizeiinspektion Freilassing verhängt.

Die Ermittlungen der Polizisten ergaben, dass der Migrant erstmals im September 2022 nach Deutschland gekommen war und einen Asylantrag gestellt hatte. Später wurde er nach Österreich abgeschoben und erhielt eine einjährige Wiedereinreisesperre. Im April 2023 wurde er ohne Dokumente und trotz des Verbots von Bundespolizisten in Freilassing aufgegriffen.

Die Lindauer Bundespolizisten stießen nun auf den Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen unerlaubter Einreise. Der Mann zahlte die geforderte Geldstrafe von knapp 1.300 Euro und vermied so eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Der Afghane wurde wegen versuchter unerlaubter Einreise angezeigt. Nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Kempten musste er eine Sicherheitsleistung von 1.300 Euro hinterlegen und wurde schließlich am Abend nach Österreich abgeschoben.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24