Am Dienstag fand eine großangelegte Durchsuchungsaktion der Kriminalpolizei Augsburg statt. Dabei wurden 9 Haftbefehle vollzogen und zahlreiche Beweismittel sichergestellt.
Memmingen: Haftbefehle und Durchsuchungen im Drogenfall

Augsburg (ost)
PP Schwaben Nord – Am Dienstag (02.06.2026) wurde eine geplante und großangelegte Durchsuchungsaktion der Kriminalpolizei Augsburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Augsburg durchgeführt.
Um 06:00 Uhr durchsuchten Polizeibeamte zeitgleich 14 Standorte in Augsburg, sowie jeweils einen Standort im Landkreis Augsburg und in Memmingen. Die durchsuchten Standorte waren private Wohn-/Einfamilienhäuser.
Die Beamten des Rauschgiftkommissariats haben seit einigen Monaten umfangreiche Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz durchgeführt.
Der Verdacht gegen insgesamt elf Tatverdächtige hat sich im Laufe der Ermittlungen erhärtet. Die Staatsanwaltschaft Augsburg erwirkte daher Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle beim Amtsgericht Augsburg.
Im Rahmen des koordinierten Einsatzes wurden insgesamt 9 Haftbefehle vollstreckt. Die Festgenommenen, im Alter von 16 bis 37 Jahren, werden vor den zuständigen Ermittlungsrichtern des AG Augsburg erscheinen.
Bei den Durchsuchungen wurde unter anderem Kokain im zweistelligen Grammbereich, Bargeld im vierstelligen Bereich und eine Vielzahl von Mobiltelefonen sichergestellt.
In einer Wohnung wurden zahlreiche Schmuckstücke entdeckt. Die Herkunft dieser Gegenstände wird Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen sein.
An dem Einsatz waren unter anderem Kräfte des PP Schwaben Nord, des PP Schwaben Süd-West, der Bereitschaftspolizei und der Staatsanwaltschaft Augsburg beteiligt.
Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Augsburg durchgeführt und dauern noch an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen niedriger. Im Jahr 2022 wurden in Bayern 50012 Fälle von Drogenkonsum registriert, wobei 46698 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41572, wovon 35704 männlich und 5868 weiblich waren. 13630 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle leicht auf 50746, wobei 46959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40924, wobei 35301 männlich und 5623 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 15083. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








