München hat ein Bewässerungsverbot verhängt, um auf die anhaltende Dürre zu reagieren. Ab sofort sind das Gießen von Rasenflächen und das Befüllen von Pools tagsüber untersagt, bei Verstößen drohen hohe Geldbußen.
München ergreift Maßnahmen: Bewässerungsverbot für Rasen und Gärten wegen Dürre eingeführt

Strenge Maßnahmen: Rasensprengen in München untersagt
In der bayerischen Landeshauptstadt München ist es ab sofort untersagt, Rasenflächen zu bewässern. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf die anhaltende Dürre getroffen, die den Süden Deutschlands stark belastet.
Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erklärte: „Der Wasserverbrauch ist in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühling sind die vorhandenen Ressourcen der Wasserversorgung Münchens äußerst strapaziert.“ Um die Wasserversorgung zu sichern, wurden umfassende Sparmaßnahmen beschlossen, die auch die umliegenden Gemeinden betreffen, die Teil des Münchner Wasserversorgungsnetzes sind.
Umfassende Regelungen zur Wassernutzung
Die neuen Regelungen verbieten nicht nur das Bewässern von Gärten zwischen 9 und 19 Uhr, sondern auch das Befüllen von privaten Pools, Wasserspielanlagen und Wasserbehältern. Zudem ist es untersagt, Autos außerhalb gewerblicher Waschanlagen zu reinigen.
- Rasen- und Grünflächen dürfen nicht mehr bewässert werden, es sei denn, sie dienen einer gewerblichen oder öffentlichen Nutzung.
- Das Abspritzen oder Bewässern von Terrassen, Wänden, Straßen sowie Hof- und Wegflächen ist ebenfalls verboten.
- Bei Nichteinhaltung der Vorschriften drohen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro.
Hintergrund: Dürre und ihre Auswirkungen
Die aktuelle Dürre betrifft nicht nur München, sondern auch weite Teile von Bayern, Baden-Württemberg sowie Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Landwirtschaft leidet besonders unter den extremen Bedingungen. Der Deutsche Bauernverband rechnet zwar mit einer durchschnittlichen Getreideernte für 2026, warnt jedoch vor den spürbaren Folgen des Klimawandels. Bauernpräsident Joachim Rukwied betonte: „Die Folgen des Klimawandels sind unmittelbar spürbar. Extremwetterlagen wie Hitze, Starkregen und Trockenperioden treten häufiger auf.“
Folgen für die Landwirtschaft und den Tourismus
Landwirte in den betroffenen Regionen bereiten sich auf mögliche Ernteausfälle vor. Sollte es in den nächsten zwei Wochen nicht regnen, könnte es für die Bauern in Franken notwendig werden, ihre Maisernte vorzeitig einzufahren. Auch am Bodensee sind die Auswirkungen der Dürre sichtbar: Der Seegrund ist an einigen Stellen freigelegt, und Ausflugsschiffe können bestimmte Landestellen nicht mehr anfahren.
Quellen: t-online








