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München: Offene Haftbefehle vollstreckt

Die Bundespolizei hat offene Haftbefehle vollstreckt: Eine 59-Jährige wegen Körperverletzung und Beleidigung, ein 42-Jähriger wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Am Abend des Mittwochs (29. Juli) und in der Nacht zum Donnerstag (30. Juli) hat die Bundespolizei zwei Haftbefehle vollstreckt. Eine 59-jährige Frau war zuvor am Hauptbahnhof München wegen Körperverletzung und Beleidigung auffällig geworden. Ein 42-jähriger Mann hatte zuvor bei der Bundespolizei nachgefragt, ob nach ihm gesucht wird.

Um 19:40 Uhr informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Bundespolizei über einen lautstarken Streit am Hauptbahnhof München. Eine 59-jährige Ungarin war in einen verbalen Streit mit einem 20-jährigen Deutschen und seiner 21-jährigen Begleiterin geraten. Sie soll den Deutschen geschlagen haben und versuchte die 21-Jährige anzugreifen. Die beiden jungen Erwachsenen blieben unverletzt. Während des Streits beleidigte die Frau die beiden Deutschen mehrmals. Die alarmierten Bundespolizisten übernahmen den Fall und brachten die Personen zur Dienststelle. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei der obdachlosen 59-jährigen Frau einen Wert von 1,70 Promille.

Bei der Identitätsfeststellung der Ungarin wurde ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen eines Drogendelikts festgestellt. Die geforderte Geldstrafe von 750 Euro konnte sie nicht bezahlen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Deutschen freigelassen, während die Ungarin inhaftiert wurde. Die Frau war bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Gewalttaten bekannt. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung und Beleidigung.

Ein paar Stunden später vollstreckten Bundespolizisten einen weiteren Haftbefehl. Ein 42-jähriger Mann erschien gegen 01:00 Uhr (30. Juli) an der Dienststelle in der Denisstraße, um zu erfahren, ob gegen ihn gesucht wird. Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass der italienische Staatsangehörige von mehreren Staatsanwaltschaften gesucht wurde. Ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen lag gegen ihn vor. Da der Mann die geforderte Geldsumme von 1.884,50 Euro nicht zahlen konnte, muss er nun die Ersatzfreiheitsstrafe von 60 Tagen in einer Justizvollzugsanstalt verbüßen. Der 42-jährige Mann war bereits wegen mehrerer Vermögensdelikte polizeibekannt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle erfasst, wovon 46698 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41572, wobei 35704 männliche und 5868 weibliche Verdächtige waren. 13630 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 50746, wobei 46959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank leicht auf 40924, wobei 35301 männliche und 5623 weibliche Verdächtige registriert wurden. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 15083. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

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