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München: Rauschgift-Schmuggler am Flughafen Nürnberg

Ein 72-jähriger Spanier lässt 16,5 Kilogramm Kokain am Gepäckband liegen und wird später in Barcelona festgenommen.

Geöffneter Koffer mit Kokainziegeln, die mit Frischhaltefolie umwickelt waren. Foto: Zoll
Foto: Presseportal.de

Nürnberg / Barcelona (Spanien) (ost)

Die Zollbeamten am Flughafen Nürnberg wurden von den Mitarbeitern vor Ort (Gepäckermittlung, Lost & Found) auf einen auf dem Gepäckband liegen gebliebenen Koffer aufmerksam gemacht. Die Röntgenkontrolle zeigte ein eindeutiges Bild, das sich beim Öffnen des Koffers aus Guayaquil/Ecuador bestätigte. Der Inhalt bestand ausschließlich aus in Ziegeln gepresstem Kokain. Insgesamt 16,5 Kilogramm (netto) des Rauschgifts wurden von den Beamten sichergestellt, die daraufhin die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamtes Nordbayern informierten, die die weiteren Untersuchungen übernahm.

Den Auswertungen der Fluggastdaten zufolge wurde der Koffer am 30.11.2025 von einem 72-jährigen Spanier in Guayaquil/Ecuador aufgegeben, mit dem Ziel Nürnberg als Zielflughafen. Nach seiner Ankunft in Nürnberg ließ er den Koffer aus unklaren Gründen auf dem Gepäckband liegen. Einen Tag später flog er ohne Koffer nach Barcelona/Spanien und beauftragte die Fluggesellschaft, ihm seinen vermutlich in Nürnberg vergessenen Koffer nachzusenden.

In Barcelona wurde am 09.12.2025 anstelle der Zustellung des Drogenkoffers der 72-jährige Spanier von den örtlichen Polizeibehörden festgenommen, die inzwischen in den Fall involviert waren und die weiteren Ermittlungen übernahmen.

Aus taktischen Gründen war eine vorherige Veröffentlichung nicht möglich. Die Menge Kokain, die am 05.12.2025 am Flughafen Nürnberg vom Zoll sichergestellt wurde, ist die größte, die in den letzten 20 Jahren entdeckt wurde.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Von den Verdächtigen waren 35704 männlich, 5868 weiblich und 13630 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten aufgezeichneten Drogenfälle in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

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