Bundespolizei zieht Straftäter aus dem Verkehr. Sechs Personen festgenommen, Ersatzfreiheitsstrafen verhängt, Geldstrafen nicht beglichen.
München: Sechs Haftbefehle vollstreckt

Freilassing/Bad Reichenhall (ost)
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hat am 1. Juni 2026 im Zuge von Grenzkontrollen und Fahndungsmaßnahmen insgesamt sechs Haftbefehle vollstreckt. Vier Personen wurden festgenommen und zur Verbüßung von Ersatzfreiheitsstrafen in Justizvollzugsanstalten gebracht.
Schon um 1 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte an der Kontrollstelle auf der A 8 einen 44-jährigen Staatsbürger des Kosovo. Der Mann wurde aufgrund eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft München I wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis festgenommen. Da er die verhängte Geldstrafe von 3.000 Euro nicht zahlen konnte, wurde er von der Bundespolizei inhaftiert und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Nur etwa 20 Minuten später wurde an derselben Kontrollstelle ein 35-jähriger rumänischer Staatsbürger kontrolliert: Die Staatsanwaltschaft Würzburg hatte einen Haftbefehl wegen Diebstahls ausgestellt. Er konnte die Geldstrafe von 300 Euro bezahlen und seine Reise fortsetzen.
Am Grenzübergang Saalbrücke in Freilassing wurden am Mittag zwei weitere rumänische Staatsbürger festgestellt: Gegen einen 37-jährigen Mann lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Diebstahls vor, gegen einen 41-jährigen Mann hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ebenfalls einen Haftbefehl wegen Diebstahls erlassen. Da beide Männer die geforderten Geldbeträge von 1.500 Euro bzw. 1.800 Euro nicht zahlen konnten, wurden sie in umliegende Justizvollzugsanstalten gebracht, um Ersatzfreiheitsstrafen zu verbüßen.
Bei einem 30-jährigen Staatsbürger aus Syrien stellte die Bundespolizei am Bahnhof Freilassing gleich zwei Haftbefehle fest, die auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zurückzuführen waren. Auch dieser Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 blieben relativ stabil. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 50.012 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 46.698 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41.572, wobei 35.704 männliche und 5.868 weibliche Verdächtige waren. Darüber hinaus gab es 13.630 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen leicht an, mit insgesamt 50.746 erfassten Fällen und 46.959 gelösten Fällen. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40.924, wobei 35.301 männliche und 5.623 weibliche Verdächtige waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 15.083. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








