Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Nürnberg: Drogenfund nach Ladendiebstahl

Haftantrag gegen 38-Jährigen. Beamte finden Drogen und Messer bei Tatverdächtigem. Staatsanwaltschaft stellt Haftantrag wegen Fluchtgefahr.

Foto: Depositphotos

Nürnberg (ost)

Am Dienstagmittag (15.09.2026) haben Polizeibeamte der Polizeiinspektion Nürnberg-Süd bei der Erfassung eines Ladendiebstahls am Heilbronner Platz verschiedene Drogen sowie ein Messer sichergestellt. Gegen einen 38-jährigen Tatverdächtigen wurde von der Staatsanwaltschaft ein Haftantrag gestellt.

Um 12:00 Uhr wurde ein Ladendiebstahl in einem Geschäft am Heilbronner Platz von den Beamten aufgenommen. Der Verdacht des Diebstahls richtete sich gegen eine 37-jährige Frau aus Polen. Bei der Untersuchung des Sachverhalts fanden die Beamten Marihuana, Haschisch und Crystal Meth in ihrer Tasche.

Die Drogen gehören vermutlich ihrem 38-jährigen irakischen Begleiter. Er soll ihr die Substanzen vor dem Eintreffen der Polizei übergeben haben.

Weitere Betäubungsmittel und ein Einhandmesser wurden in der Umhängetasche des Mannes entdeckt. Die Beamten haben die Drogen und das Messer sichergestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde auch ein niedriger dreistelliger Bargeldbetrag beschlagnahmt, den der Mann bei sich trug.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz werden vom zuständigen Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei durchgeführt. Aufgrund der Fluchtgefahr hat die Staatsanwaltschaft einen Haftantrag gegen den 38-Jährigen gestellt. Er wird im Laufe des heutigen Tages (16.09.2026) dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt, der über die Haftfrage entscheiden wird.

Verfasst von: Michael Sebald / mc

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigten einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Unter den Verdächtigen waren 35704 Männer und 5868 Frauen, wobei 13630 nicht-deutsche Verdächtige registriert wurden. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24