Am Donnerstag versuchte ein Opel-Fahrer in Nürnberg vor der Polizei zu flüchten. Die Beamten suchen Zeugen des Vorfalls.
Nürnberg: Opel flüchtet vor Polizeikontrolle – Zeugen gesucht

Nürnberg (ost)
Am Donnerstagmittag (18.06.2026) versuchte der Fahrer eines Opel im Westen von Nürnberg vor einer Polizeikontrolle zu flüchten. Nach einer Verfolgungsfahrt nahmen die Polizisten den 43-jährigen Fahrer fest. Die Verkehrspolizei Nürnberg ermittelt und sucht nach Zeugen.
Ein Streifenwagen der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte versuchte um die Mittagszeit, gegen 12:00 Uhr, den Fahrer eines braunen Opel Meriva in der Fürther Straße anzuhalten, da das Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben war. Der Fahrer ignorierte jedoch das Stoppzeichen und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei. Die Streife nahm die Verfolgung auf, die sich durch mehrere Nebenstraßen und über den Frankenschnellweg erstreckte. Zahlreiche Streifenwagen sowie ein Hubschrauber der Bayerischen Bereitschaftspolizei halfen den Beamten, das Auto mit zwei männlichen Insassen anzuhalten.
Als der Fahrer des Opel an der Ausfahrt Nürnberg-Westring auf den Frankenschnellweg in südöstlicher Richtung fuhr, überfuhr er ein Verkehrszeichen auf der Grünfläche, das dadurch aus der Verankerung gerissen wurde.
Während der Verfolgungsjagd kam es auf dem Frankenschnellweg zu einem Unfall, an dem auch ein Streifenwagen beteiligt war. Schließlich kam der Opel an der mittleren Leitplanke zum Stehen. Es wurde niemand verletzt. Von dort versuchten der Fahrer und der Beifahrer zu Fuß zu fliehen. Die Beamten konnten den 43-jährigen Fahrer (rumänisch/moldauisch) festnehmen. Der 36-jährige Beifahrer (rumänisch) flüchtete zunächst weiter über die nahegelegenen Bahngleise. Ein vorbeifahrender Regionalzug musste deshalb bremsen. Anschließend nahm die Polizei auch den Beifahrer fest.
Die Polizisten stellten fest, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß und vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, weshalb er auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einer Blutentnahme unterzogen wurde. Gegen den 43-Jährigen leiteten die Beamten außerdem mehrere Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, des Verbotenen Kraftfahrzeugrennens und der Urkundenfälschung. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte einen Haftantrag gegen den Fahrer.
Der Beifahrer musste auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung wegen des Verdachts des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr hinterlegen.
Die Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg war vor Ort, um den Unfall aufzunehmen, und bittet Zeugen, die Angaben zur Flucht machen können oder durch das Fahrverhalten des 43-Jährigen gefährdet oder geschädigt wurden, sich unter der Telefonnummer 0911 6583-1530 zu melden. Auch Autofahrer, die durch den Beifahrer, der auf dem Frankenschnellweg zu Fuß lief, gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Erstellt von: Gloria Güßbacher
Quelle: Presseportal








