Am Samstagnachmittag gab sich ein Pärchen im Nürnberger Norden als Polizeibeamte aus und entwendeten eine Kommode mit Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.
Nürnberg: Seniorin von angeblichen Polizeibeamten bestohlen

Nürnberg (ost)
Am Samstagnachmittag (13.06.2026) gab sich ein Pärchen im Nürnberger Norden als Polizeibeamte aus und entwendeten eine Kommode mit Gold- und Silberschmuck. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise.
Gegen 13:30 Uhr teilte eine Seniorin mit, dass sie soeben von einem Pärchen bestohlen wurde, welches sich als Polizeibeamte ausgab. Demnach erhielt die Dame einen Anruf, wonach angebliche Polizeibeamte mitteilten, dass gleich eine zivile Streifenbesatzung zum „Schutz vor einem Überfall“ vorbeikomme. Die Dame nannte daraufhin ihre Wohnadresse. Gegen 12:45 Uhr klingelten ein jüngerer Mann und eine Frau an der Wohnungstür in der Heroldstraße und gaben sich als Polizeibeamte aus.
Die Unbekannten trugen dann eine Kommode, in welcher sich Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro befand, von der Wohnung auf die Straße um diese angeblich zu fotografieren. Als die Seniorin nach dem Rechten sah, stellte sie fest, dass die beiden Unbekannten sowie die Kommode verschwunden waren und verständigte die Polizei.
Trotz umgehend eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten die Unbekannten nicht mehr angetroffen werden. Es handelte sich hierbei um eine circa 30-jährige Frau und einen circa 20-jährigen Mann, welcher unter anderem mit einem weißen T-Shirt mit schwarzen Streifen bekleidet war.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0911 2112-3333.
Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dieser Betrugsmasche und bittet darum, ältere Angehörige oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:
Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie sofort auf.
Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder über Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen.
Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen fordern.
Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei der Polizei an.
Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe.
Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen soll, lassen Sie die Nummer dort löschen.
Sprechen Sie mit älteren Menschen in Ihrem Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft über dieses Phänomen.
Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.
Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
Erstellt durch: Michael Petzold
Quelle: Presseportal








