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Nürnberg: Sexual- und Betäubungsmitteldelikte, Zwei Männer festgenommen

Die Polizei in Nürnberg bekämpft Sexualdelikte gegen Mädchen und junge Frauen sowie Drogenabgabe an Minderjährige. Zwei Männer wurden festgenommen.

Foto: Depositphotos

Nürnberg (ost)

Wie bereits in Bericht 492 erwähnt, hat die Kriminalpolizei Nürnberg eine Sonderkommission ins Leben gerufen, um gegen Sexualdelikte an Mädchen und jungen Frauen sowie den Handel mit Drogen und Medikamenten an Minderjährige im Bereich des Nürnberger Hauptbahnhofs vorzugehen. Am Mittwoch (27.05.2026) wurden zwei Männer von der Polizei festgenommen.

Die neu gegründete Ermittlungskommission „EKO Kajal“ fokussierte sich auf einen 22-jährigen Syrer während ihrer Arbeit. Der Verdächtige wird beschuldigt, eine Minderjährige in seiner Nürnberger Wohnung vergewaltigt und ihr ein rezeptpflichtiges Schmerzmittel verabreicht zu haben. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth durchsuchten Polizeikräfte am Mittwoch die Wohnung des Tatverdächtigen. Dort wurden entsprechende Medikamente und synthetische Drogen sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft stellte einen Haftantrag gegen den 22-Jährigen. Das Amtsgericht Nürnberg erließ daraufhin einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Mann.

In der besagten Wohnung wurde auch ein 35-jähriger Syrer von den Polizeibeamten festgenommen. Der Mann hatte eine Mischung aus Kokain und Amphetamin bei sich. Es stellte sich außerdem heraus, dass gegen den 35-Jährigen bereits ein Haftbefehl in einer anderen Angelegenheit vorlag. Der Mann wurde festgenommen und in ein Gefängnis gebracht.

Unabhhängig von den beiden Festnahmen gehen die Ermittlungen der „EKO Kajal“ und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur Bekämpfung der festgestellten Entwicklungen im Umfeld des Nürnberger Hauptbahnhofs unvermindert weiter.

Verfasst von: Michael Konrad / bl

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 haben sich leicht erhöht. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Von den Verdächtigen waren 35704 männlich, 5868 weiblich und 13630 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

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