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Oberleitung: Erstes Mai-Wochenende in München

Mehrere Widerstände und Körperverletzungsdelikte ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München.

Das anhängende Symbolbild kann zu redaktionellen Zwecken mit dem Zusatz "Bundespolizei" im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

München (ost)

Über das erste Maiwochenende (1.-3. Mai) ereigneten sich mehrere Vorfälle im Bereich der Bundespolizeiinspektion München. Neben verschiedenen Widerständen gegen Einsatzkräfte kam es auch zu Bedrohungen und einem Stromunfall.

* Fund eines herrenlosen Koffers und tätlicher Angriff an der Donnersbergerbrücke Am Freitagabend (1. Mai) wurde die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion München gegen 19:15 Uhr über einen herrenlosen Koffer am Bahnhof Donnersbergerbrücke informiert. Nach Sichtung der Überwachungskameras stellte sich heraus, dass ein Mann den Koffer zuvor am Treppenabgang abgestellt hatte. Anschließend begab sich der zunächst Unbekannte in den Gleisbereich und schlug auf den letzten Waggon einer einfahrenden S-Bahn. Der Zug musste nicht abrupt bremsen. Die Durchsuchung des Koffers durch einen alarmierten Diensthundeführer verlief ergebnislos. Die Einsatzkräfte entdeckten den 23-jährigen Ukrainer – mit Schottersteinen in der Hand – kurz darauf im Gleisbereich. Der 23-Jährige ging dann mit den Steinen auf die Beamten zu. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, die Steine fallen zu lassen, und der Drohung, Pfefferspray einzusetzen, folgte er den Anweisungen der Bundespolizisten. Er weigerte sich jedoch, den Gleisbereich zu verlassen, und widersetzte sich der Entfernung aus der Gefahrenzone. Der 23-Jährige musste daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt werden. Dabei erlitt ein Beamter leichte Verletzungen. Während der Maßnahmen beleidigte der Mann die Einsatzkräfte kontinuierlich und versuchte, einem Beamten einen Kopfstoß zu versetzen, als er zur Dienststelle gebracht wurde. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,36 Promille. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde der 23-Jährige auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei leitete gegen den Mann ein Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Der Ukrainer muss sich wegen tätlichen Angriffs, Widerstands, Beleidigung, Störung öffentlicher Betriebe und unerlaubten Betretens einer Bahnanlage verantworten.

** Fahrgast droht Zugbegleiterin

Am frühen Samstagabend (2. Mai) kam es im Regionalexpress RE3 am Münchner Hauptbahnhof zu einem Vorfall zwischen einer Zugbegleiterin und einem Reisenden. Gegen 17:25 Uhr informierte die Bundespolizei über den Vorfall. Berichten zufolge soll ein 39-jähriger Deutscher aus München im Zug andere Reisende verbal angegriffen haben. Eine 42-jährige deutsche Zugbegleiterin forderte den Mann auf, den Zug zu verlassen. Er weigerte sich und soll stattdessen die Mitarbeiterin beleidigt haben. Später verließen beide den Zug. Auf dem Bahnsteig näherte sich der Mann bedrohlich der Zugbegleiterin und versuchte, sie möglicherweise körperlich anzugreifen. Die 42-Jährige setzte daraufhin Pfefferspray ein und traf den Mann im Gesicht. Der Vorfall wurde von mehreren Zeugen beobachtet. Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion München trafen ein und übernahmen die weiteren Maßnahmen. Der 39-Jährige wurde medizinisch versorgt. Alle Beteiligten wurden zur weiteren Bearbeitung zur Dienststelle der Bundespolizei gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten sie ihren Weg fortsetzen. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung.

*** Flaschenwurf am Gleis 20

Am Samstagabend (2. Mai) kam es gegen 19:10 Uhr am Gleis 20 des Münchner Hauptbahnhofs zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Deutschen. Die Männer waren in einer Gruppe unterwegs und hatten zuvor das Fußballspiel zwischen dem FC Bayern München und dem 1. FC Heidenheim besucht. Auf dem Rückweg gerieten der 37-Jährige und sein 26-jähriger Begleiter in Streit. Dabei warf der Ältere eine Bierflasche auf den Jüngeren und traf ihn am Bein. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Fußballfans, die leichte Verletzungen erlitten. Beide Männer lehnten eine ärztliche Behandlung ab. Die alarmierten Bundespolizisten nahmen den Vorfall auf. Die Beteiligten konnten danach ihre Heimreise fortsetzen. Gegen den 37-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

**** Widerstand im Zwischengeschoss

In der Nacht zum Sonntag (3. Mai) kam es gegen 23:50 Uhr im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofs zu einem verbalen Streit zwischen einem 27-jährigen Deutschen und Mitarbeitern einer Bäckerei. Da der Laden bereits geschlossen war, sollte der Mann das Geschäft verlassen. Er beleidigte die Mitarbeiter und weigerte sich, der Aufforderung nachzukommen. Es kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 27-Jährigen und einem Angestellten. Die alarmierten Bundespolizisten konnten die Männer trennen. Der Deutsche beleidigte die Einsatzkräfte und drohte, eine Schusswaffe zu besitzen und einzusetzen. Trotz der Drohung, das Distanz-Elektroimpulsgerät einzusetzen, folgte der Mann den Anweisungen der Bundespolizei nicht, sich auf den Boden zu legen. Erst nach dem Eingreifen mehrerer Streifen konnte der Mann festgenommen werden. Währenddessen beleidigte er die Beamten und versuchte, sie anzuspucken. Der 27-Jährige leistete erheblichen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,32 Promille. Ein Drogenschnelltest war positiv. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete eine Blutentnahme und die Vorführung vor den Haftrichter an. Dabei kam es zu weiterem Widerstand, Bedrohungen und Beleidigungen. Anschließend wurde der 27-Jährige inhaftiert. Die Bundespolizei ermittelt wegen Widerstands, Beleidigung und Bedrohung gegen den 27-Jährigen.

***** Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr Am frühen Sonntagabend (3. Mai) kam es am Bahnhof München-Freimann zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Ein 20-jähriger Deutscher erlitt dabei schwere Verletzungen. Gegen 17:00 Uhr informierte die Einsatzleitstelle der Bundespolizeiinspektion München über den Vorfall. Berichten zufolge kletterte der junge Mann über ein Brückengeländer und sprang auf einen im Gleisbereich stehenden Güterzug. Dabei kam es zu einem Stromschlag durch die Oberleitung, wodurch der Deutsche schwere Verbrennungen am Bein erlitt und in den Gleisbereich stürzte. Eine Zeugin alarmierte sofort den Notruf. Der Verletzte verließ selbstständig den Gleisbereich und wurde dort von Einsatzkräften des Polizeipräsidiums München und der Berufsfeuerwehr München gefunden. Anfangs war er nicht ansprechbar und wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Derzeit besteht keine Lebensgefahr. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurde eine freiwillige Blutentnahme angeordnet.

Die betroffenen Gleise waren von 17:06 Uhr bis 18:18 Uhr gesperrt. Es kam nur zu geringfügigen Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Die Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bayern für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Bayern insgesamt 388.817 Verkehrsunfälle. Davon waren 49.463 Unfälle mit Personenschaden, was 12,72% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 7.460 Fälle aus, was 1,92% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 2.153 Fällen registriert, was 0,55% entspricht. Die meisten Unfälle waren jedoch Übrige Sachschadensunfälle mit 329.741 Fällen, was 84,81% ausmacht. Innerorts gab es 37.412 Unfälle (9,62%), außerorts (ohne Autobahnen) 20.411 Unfälle (5,25%) und auf Autobahnen 5.035 Unfälle (1,29%). Die Anzahl der Getöteten betrug 499, Schwerverletzte 9.257 und Leichtverletzte 53.102.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 388.817
Unfälle mit Personenschaden 49.463
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 7.460
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 2.153
Übrige Sachschadensunfälle 329.741
Ortslage – innerorts 37.412
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 20.411
Ortslage – auf Autobahnen 5.035
Getötete 499
Schwerverletzte 9.257
Leichtverletzte 53.102

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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