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Rosenheim: Haftbefehle vollstreckt

Drei Männer aus Pakistan, Guinea und Rumänien müssen nach Kontrollen in Rosenheim mehrere Monate ins Gefängnis. Einer hat eine fünfmonatige Freiheitsstrafe wegen Diebstahls, der andere muss eine Geldstrafe wegen Betrugs zahlen und der dritte eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Steuerhehlerei.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat drei Männer in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht. Alle drei werden voraussichtlich mehrere Monate lang im Gefängnis bleiben müssen.
Foto: Presseportal.de

Rosenheim / Bernau (ost)

Die Bundespolizei in Rosenheim brachte am Donnerstag und Freitag (4./5. Juni) drei gesuchte Männer in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Ein Rumäne, ein Guineer und ein Pakistani waren über die Grenze zwischen Deutschland und Österreich eingereist. Nach der Kontrolle wurden sie von den Beamten zur Dienststelle in Rosenheim gebracht. Von dort aus wurden sie ins Gefängnis gebracht, wo sie voraussichtlich mehrere Monate bleiben müssen.

Die Bundespolizei in Rosenheim nahm den rumänischen Staatsbürger, der mit einem Regionalzug von Kufstein aus unterwegs war, am Bahnhof fest. Bei der Überprüfung seiner Identität stellte sich heraus, dass der 29-Jährige eine fünfmonatige Haftstrafe wegen Diebstahls verbüßen musste. Der Haftbefehl wurde vom Amtsgericht Hannover Mitte des letzten Jahres erlassen.

Der Guineer war mit dem Bus von Italien nach Rosenheim unterwegs. Bevor er sein Ziel erreichte, wurde er auf der Inntalautobahn kontrolliert. Die Beamten stoppten seine Reise, da der 27-Jährige noch eine Geldstrafe zahlen musste. Das Amtsgericht Kassel hatte im Mai 2023 eine Geldstrafe wegen Betrugs verhängt. Der Mann hatte Justizschulden in Höhe von rund 4.500 Euro. Da er nicht in der Lage war, den Betrag zu zahlen, musste er die vom Gericht festgelegte Haftstrafe von 149 Tagen antreten. Die Staatsanwaltschaft Köln dürfte auch an seinem vorübergehenden Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt Bernau interessiert sein, da sie ihn im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz suchte.

Auf der A8 in der Nähe von Rosenheim stoppte die Bundespolizei die Autofahrt eines pakistanischen Staatsbürgers. Bei einer Kontrolle stellten die Beamten mithilfe des Polizeicomputers fest, dass gegen den 49-Jährigen seit 2022 ein Strafbefehl des Amtsgerichts Mönchengladbach vorlag. Er sollte eine Geldstrafe von rund 6.800 Euro wegen Steuerhehlerei zahlen. Da der Pakistaner nach seiner Festnahme nicht in der Lage war, den Betrag zu zahlen, musste er eine Ersatzfreiheitsstrafe von etwa fünfeinhalb Monaten antreten.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 50.012 Fälle erfasst, wovon 46.698 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41.572, wobei 35.704 männliche Verdächtige und 5.868 weibliche Verdächtige waren. Nicht-deutsche Verdächtige machten 13.630 aus. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen leicht an, mit insgesamt 50.746 erfassten Fällen, von denen 46.959 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40.924, wobei 35.301 männliche Verdächtige und 5.623 weibliche Verdächtige waren. Nicht-deutsche Verdächtige stiegen auf 15.083 an. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

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