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Schwaig b. Nürnberg: Öffentlichkeitsfahndung nach Tatverdächtigen

Die Kriminalpolizei sucht einen 22-jährigen Mann nach versuchtem Totschlag mit einem Messer in Schwaig b. Nürnberg. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.

Foto: Depositphotos

Schwaig b.Nürnberg (ost)

Am 18.09.2026 (Freitag) ereignete sich auf einem Betriebsgelände in Schwaig b. Nürnberg (Lkrs. Nürnberger Land) ein Streit zwischen zwei männlichen Personen. Während des Streits verletzte ein 22-jähriger Mann sein Gegenüber schwer mit einem Messer. Die Kriminalpolizei sucht nun mit einem Foto nach dem Verdächtigen und bittet um Zeugenaussagen.

Um etwa 12:00 Uhr wurde über den Notruf der Polizei ein Streit zwischen zwei Personen auf einem Betriebsgelände in der Haimendorfer Straße gemeldet. Eine Person wurde im Gesicht mit einem Messer verletzt.

Als mehrere Streifenwagen am Tatort ankamen, konnten weder der Verdächtige noch das Opfer gefunden werden. Der 21-jährige Geschädigte (türkischer Herkunft) war bereits auf dem Weg ins Krankenhaus, während der Verdächtige geflohen war.

Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos.

Erste Untersuchungen ergaben, dass sowohl der Verdächtige als auch das Opfer als Angestellte einer externen Reinigungsfirma am Tatort tätig waren. Aus bisher ungeklärten Gründen gerieten die beiden Kollegen gegen 12:00 Uhr in einen Streit, der zunächst mit Faustschlägen begann.

Ein zufällig vorbeikommender Paketzusteller griff ein und trennte die Streitenden. Danach setzte er seine Fahrt fort.

Nachdem sie getrennt worden waren, kehrte der Verdächtige vermutlich zum Fahrzeug der Reinigungsfirma zurück und kehrte mit einem Messer zurück. Im Hof des Firmengeländes ging der 22-Jährige erneut auf den 21-Jährigen zu und griff ihn mit dem Messer an. Zeugen trennten die beiden, woraufhin der Verdächtige floh.

Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und wurde von einem Arbeitskollegen ins Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags werden von der Kriminalpolizei in Schwabach durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft hat eine öffentliche Fahndung nach dem flüchtigen Verdächtigen angeordnet.

Weitere Informationen und ein Bild des Verdächtigen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/108854/index.html

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe und stellt folgende Fragen:

Wenn Sie den Verdächtigen sehen, sprechen Sie ihn nicht an, sondern rufen Sie sofort den Notruf 110 an.

Die Kriminalpolizei Schwabach bittet auch den unbekannten Paketzusteller, der die Streitenden getrennt hat, sich unter der Rufnummer 0911 2112-3333 zu melden.

Verfasst von: Janine Mendel

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023

Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, wovon 380 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 449, davon waren 370 männlich, 79 weiblich und 185 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 420, wobei 405 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 nahezu konstant, wobei der Anteil männlicher Verdächtiger auf 390 stieg und der Anteil weiblicher Verdächtiger auf 58 sank. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 403 420
Anzahl der aufgeklärten Fälle 380 405
Anzahl der Verdächtigen 449 448
Anzahl der männlichen Verdächtigen 370 390
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 79 58
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 185 185

Quelle: Bundeskriminalamt

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