Zollfahndung entlarvt bundesweiten Handel mit illegalen Tabakwaren. Verdächtiger Rädelsführer in Untersuchungshaft.
Schweinfurt: Schmuggelwaren-Ring aufgedeckt

München / Sachsen / Mecklenburg-Vorpommern / Hessen / Nordrhein-Westfalen (ost)
Am 10.02.2026 durchsuchten Zollbeamte insgesamt 17 Wohnungen, Lagerstätten und Geschäftsräume von vermeintlichen Lieferanten, Händlern und Abnehmern von Schmuggelzigaretten, illegalem Wasserpfeifentabak und unversteuerten E-Zigaretten (Vapes) von Mitgliedern einer syrischen Tätergruppierung. Dabei wurden etwa 850 Stangen Schmuggelzigaretten, 245 Kilogramm illegal hergestellter Wasserpfeifentabak, gut 200 Gramm Marihuana sowie Materialien für die Herstellung von Wasserpfeifentabak gefunden. Darüber hinaus wurden elektronische Speichermedien und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt.
Der Hauptverdächtige, ein 23-jähriger Syrer mit Hauptwohnsitz in Kulmbach/Bayern, wurde bereits am 08.02.2026 bei der Einreise aus Tschechien von Beamten der Bundespolizei aufgrund eines bestehenden Haftbefehls festgenommen. Er steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum hinweg unverzollte und unversteuerte Tabakwaren in großem Umfang beschafft und an einen bundesweit etablierten Abnehmerkreis verkauft zu haben. Bei der Ausführung der Taten arbeitete er in mehreren Fällen mit zwei anderen Beschuldigten, einem 29-jährigen aus Güstrow/Mecklenburg-Vorpommern und einem 30-jährigen aus Happurg/Bayern, zusammen.
Die Abnehmer des Hauptverdächtigen waren hauptsächlich in Chemnitz, Straubing und Hersbruck zu finden, wo ebenfalls umfangreiche Beweismittel sichergestellt wurden. Im Laufe der Ermittlungen traten zwei weitere Verdächtige, 29 und 43 Jahre alt, aus Aschaffenburg/Bayern und Essen/Nordrhein-Westfalen als potenzielle Lieferanten auf.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhehlerei richten sich gegen insgesamt 16 männliche Beschuldigte im Alter von 23 bis 43 Jahren. Der entstandene Steuerschaden seit Juli 2025 wird auf über 500.000 Euro geschätzt.
Über 160 Mitarbeiter der Zollfahndungsämter München, Dresden, Essen und Hamburg sowie der Hauptzollämter Landshut, Schweinfurt, Nürnberg und Köln waren im Einsatz. Schutz-, Tabak- und Bargeldspürhunde unterstützten die Durchführung der richterlichen Maßnahmen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof.
Der Zoll bekämpft konsequent Steuerhinterziehung und den illegalen Handel mit Tabakwaren. Der Zigaretten-Schmuggel schädigt nicht nur den Staat, sondern untergräbt auch den fairen Wettbewerb und stärkt kriminelle Strukturen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 50012 Fälle von Drogenkriminalität erfasst, wovon 46698 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 41572, wobei 35704 männliche Verdächtige und 5868 weibliche Verdächtige waren. 13630 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 50746, wobei 46959 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging auf 40924 zurück, wobei 35301 männliche und 5623 weibliche Verdächtige waren. 15083 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








