Bei einer Kontrolle auf der A 3 nahe Biebelried wurden am 28. Oktober 2026 zudem Kokain, Haschisch und Amphetamin sichergestellt. Ein 33-jähriger Österreicher sitzt in Untersuchungshaft.
Schweinfurt / Würzburg / Kitzingen: Zollhund Murphy entdeckt 3,6 Kilogramm Marihuana
Schweinfurt / Würzburg / Kitzingen (ost)
Bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 3 nahe dem Autobahnkreuz Biebelried stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege Bamberg des Hauptzollamts Schweinfurt bereits am 28. Oktober 2026 rund 3,6 Kilogramm Marihuana, über 200 Gramm Kokain sowie weiteres Haschisch und Amphetamin sicher. Inzwischen sitzt ein 33-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.
Die Zollkräfte hatten einen in Österreich zugelassenen Mietwagen aus dem fließenden Verkehr herausgezogen. Der 33-jährige Österreicher erklärte zwar, keine verbotenen Gegenstände dabeizuhaben, doch fanden die Zollbediensteten schon bei der ersten Überprüfung eines Rucksacks auf dem Beifahrersitz rund 200 Gramm Kokain. Zur Durchsuchung des Fahrzeugs wurde Diensthund “Murphy” hinzugezogen: Im Kofferraum schlug er sofort an und zeigte präzise auf eine Tasche, die die eigentliche Hauptmenge von rund 3.600 Gramm Marihuana enthielt – verteilt auf mehrere Tüten und sorgfältig in Folie verschweißt.
Bei der anschließenden Durchsuchung am Zollamt Dettelbach beschlagnahmten die Beamten außerdem knapp 200 Gramm Haschisch, 12 Gramm Amphetamin und Zubehör für den Konsum und das Portionieren des Rauschgifts.
Wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und das Konsumcannabisgesetz wurde gegen den Tatverdächtigen ein Strafverfahren eröffnet. Der Ermittlungsrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg einen Haftbefehl; der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Das Zollfahndungsamt München übernimmt nun die weiteren Ermittlungen.
Für den Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
In Bayern stieg die Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte von 50.012 im Jahr 2022 auf 50.746 im Jahr 2023, ein Anstieg um rund 1,5 Prozent. Die Zahl der aufgeklärten Fälle erhöhte sich von 46.698 auf 46.959. Gleichzeitig sank die Zahl der Tatverdächtigen von 41.572 auf 40.924. Darunter waren 2023 insgesamt 35.301 Männer und 5.623 Frauen, gegenüber 35.704 Männern und 5.868 Frauen im Vorjahr. Die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen stieg hingegen von 13.630 auf 15.083. Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 73.917 Fällen bundesweit die meisten Rauschgiftdelikte und damit 23.171 Fälle mehr als Bayern.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








