Ein 63-jähriger Mann wurde in Erlangen-Bruck getötet. Ein 66-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen und Haftbefehl wurde erlassen.
Tötungsdelikt in Erlangen, Weitere Zeugen gesucht

Erlangen (ost)
Wie bereits in Meldung 351 erwähnt, hat sich am 13.04.2026 ein Tötungsdelikt in Erlangen-Bruck ereignet. Gegen den verdächtigen 66-Jährigen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen.
Wie gemeldet wurde, kam es kurz nach Mittag zu einem Streit zwischen zwei Männern in der Jenaer Straße. Als die erste Streife der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt am Ort des Geschehens eintraf, fanden sie einen 63-jährigen Deutschen mit schweren Verletzungen auf einem Gehweg liegend vor. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe starb der Mann noch am Tatort an seinen schweren Verletzungen.
In unmittelbarer Nähe des Tatorts wurde ein 66-jähriger Türke vorübergehend von Polizeistreifen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte einen Haftantrag gegen den Verdächtigen.
Das Fachkommissariat der Erlanger Kriminalpolizei hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth sofort mit den Ermittlungen vor Ort begonnen. Der Tatort wurde abgesperrt und es wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt, sowie Anwohner befragt.
Der Verdächtige wurde gestern, am Dienstag (14.04.2026), einem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Es wurde Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag erlassen. Außerdem wurde eine Obduktion des Leichnams durchgeführt, die bestätigte, dass der 63-Jährige aufgrund der erlittenen Schnitt- und Stichverletzungen verstarb.
Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass der Verdächtige und das Opfer sich kannten. Die Hintergründe der Tat sind jedoch noch unklar und Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Die Ermittler bitten Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 – 3333 zu melden.
Weitere Informationen zum Fortgang des Verfahrens erhalten Sie ab morgen, Donnerstag, von der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth unter der Telefonnummer 0911 321 – 2780.
Verfasst von: Marc Siegl
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023
Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen, der Region mit den meisten aufgezeichneten Mordfällen in Deutschland im Jahr 2023 – 470 – relativ niedrig. Im Jahr 2022 wurden in Bayern 403 Mordfälle registriert, von denen 380 gelöst wurden. Es gab insgesamt 449 Verdächtige, darunter 370 männliche und 79 weibliche Verdächtige sowie 185 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Mordfälle in Bayern auf 420, wobei 405 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 fast gleich, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen auf 390 stieg und die der weiblichen Verdächtigen auf 58 sank. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen blieb mit 185 konstant.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 403 | 420 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 380 | 405 |
| Anzahl der Verdächtigen | 449 | 448 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 370 | 390 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 79 | 58 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 185 | 185 |
Quelle: Bundeskriminalamt








