Ein 45-jähriger Mann wurde wegen Mordes festgenommen, nachdem eine Frau in einer Spielothek erstochen wurde.
Tötungsdelikt in Nürnberg – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Nürnberg (ost)
Wie bereits in Meldung 664 berichtet, gab es am Sonntagvormittag (19.07.2026) einen Mordfall in Nürnberg. Ein Haftbefehl wurde gegen den 45-jährigen Verdächtigen erlassen.
Es kam gegen 11:15 Uhr zu einem Streit zwischen einem Mann und einer Frau in einer Spielothek in der Essenweinstraße, wie berichtet wurde. Als die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte am Ort des Geschehens eintrafen, fanden sie einen 45-jährigen Iraner, der ein Messer bei sich hatte. Die Beamten überwältigten den Mann und nahmen ihn vorläufig fest.
Nur wenige Augenblicke später entdeckten die Einsatzkräfte eine schwer verletzte 35-jährige Bulgarin. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen und Reanimationsversuchen, die von einem Notarzt durchgeführt wurden, erlag die Frau ihren schweren Verletzungen noch am Tatort.
Der Kriminaldauerdienst begann mit den ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen vor Ort. Die Mordkommission Nürnberg und die Spurensicherung der Nürnberger Kriminalpolizei übernahmen die weiteren Ermittlungen am Tatort in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.
Der Verdächtige wurde heute, am Montag (20.07.2026), einem Ermittlungsrichter zur Haftprüfung vorgeführt. Es wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Eine Obduktion des Leichnams wurde ebenfalls durchgeführt, die bestätigte, dass die 35-Jährige an den Stichverletzungen verstarb.
Die genauen Umstände der Tat sind derzeit noch unklar und werden weiterhin von den Ermittlungen untersucht.
Weitere Informationen zum Fortschritt des Verfahrens erhalten Sie ab morgen Dienstag von der Pressestelle der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth unter der Telefonnummer 0911 321 – 2780.
Verfasst von: Oliver Trebing
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bayern für 2022/2023
Die Mordraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen eine leichte Zunahme. Im Jahr 2022 wurden 403 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 420 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 380 auf 405. Die Anzahl der Verdächtigen blieb mit 448 relativ konstant, wobei die meisten Verdächtigen männlich waren. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 403 | 420 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 380 | 405 |
| Anzahl der Verdächtigen | 449 | 448 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 370 | 390 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 79 | 58 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 185 | 185 |
Quelle: Bundeskriminalamt








