Mutmaßliche Schmuggler und Händler von Betäubungsmitteln in München festgenommen. Ermittlungen der GER Südbayern dauern an.
Traunstein: Dealer-Duo verhaftet

München / Neukirchen (Landkreis Berchtesgadener Land) (ost)
Zwei Verdächtige, die mutmaßlich Drogen schmuggelten und handelten, wurden von den Behörden in Südbayern verhaftet. Die Festnahme erfolgte am Mittwoch, dem 04.02.2026, durch die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamtes. Spezialkräfte der Polizei waren ebenfalls beteiligt.
Die beiden Tatverdächtigen, 38 und 47 Jahre alt und in München ansässig, mit türkischer bzw. bosnisch-herzegowinischer Staatsbürgerschaft, werden beschuldigt, insgesamt über 300 Kilogramm Marihuana, 50 Kilogramm Haschisch und 29 Kilogramm Kokain geschmuggelt oder auf dem Schwarzmarkt erworben zu haben. Es wird vermutet, dass sie die Drogen nicht nur von München aus vertrieben, sondern auch dort verkauften. Darüber hinaus wird ihnen vorgeworfen, illegal mit 1.000 THC-haltigen E-Zigaretten gehandelt zu haben.
Ein 35-jähriger Rauschgiftkurier, der im Zuge der Ermittlungen in München aufgetreten war und von den Hauptverdächtigen eingesetzt wurde, wurde ebenfalls am 04.02.2026 von der Grenzpolizeiinspektion Piding festgenommen. Bei einer Fahrzeugkontrolle auf der Bundesautobahn 8 in Neukirchen fanden die Beamten 270 Gramm Kokain im Fahrzeug des Deutsch-Serben. Das Kokain und das Auto wurden beschlagnahmt und der Kurier vorübergehend festgenommen. Am nächsten Tag wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen.
Bei den Durchsuchungen von vier Wohnungen in München und einer Geschäftsadresse im Landkreis Fürstenfeldbruck fanden die Rauschgiftfahnder der GER Südbayern neben weiteren 200 Gramm Kokain und 7.000 Euro Bargeld einen teuren Personenkraftwagen im Wert von etwa 100.000 Euro sowie Uhren zweier Luxusmarken im Wert von über 80.000 Euro. Diese Gegenstände wurden sichergestellt, da vermutet wird, dass sie mit den Erlösen aus dem Drogenhandel gekauft wurden.
Die Ermittlungen der GER Südbayern unter der Leitung der Staatsanwaltschaft München I sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 haben sich leicht erhöht. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle erfasst, von denen 46698 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 41572, wobei 35704 männlich und 5868 weiblich waren. 13630 der Verdächtigen waren nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen auf 50746 erfasste Fälle, von denen 46959 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen sank auf 40924, wobei 35301 männlich und 5623 weiblich waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg auf 15083. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








