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Traunstein: Kontrollen über Ostern führen zu zahlreichen Treffern

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing stellte bei Kontrollen Verstöße gegen Gesetze fest und vollstreckte Haftbefehle, darunter unerlaubte Einreisen und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Das Symbolbild darf im Zusammenhang mit der Verarbeitung der Pressemitteilung und dem Zusatz "Symbolbild Bundespolizei" verwendet werden.
Foto: Presseportal.de

Freilassing (ost)

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing hatte ein arbeitsreiches Osterwochenende (3. bis 6. April) hinter sich. Bei verschiedenen Kontrollen und Maßnahmen wurden mehrere Verstöße gegen das Aufenthalts-, Waffen- und Betäubungsmittelgesetz festgestellt. Außerdem konnten Fahndungstreffer erzielt und bestehende Haftbefehle vollstreckt werden.

Am Samstag (4. April) wurde in Adelstetten ein 34-jähriger türkischer Staatsangehöriger kontrolliert, der als Passagier in einem Uber-Fahrzeug unterwegs war. Der Fahrer hatte zuvor die Bundespolizei alarmiert, da ihm das Verhalten des Passagiers verdächtig vorkam. Bei der Kontrolle konnte der Mann nur seinen türkischen Reisepass vorzeigen. Ein Abgleich der Daten ergab, dass er am selben Tag bereits nach Österreich zurückgeschickt worden war. Daher bestand der Verdacht der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts. Um eine erneute Einreise zu verhindern, wurde seine Rückführung in die Türkei auf dem Luftweg vom Flughafen München noch am selben Tag um 19:30 Uhr veranlasst.

Auch am Samstag, gegen 15:00 Uhr, wurde am Bahnhof in Traunstein ein 23-jähriger Kolumbianer kontrolliert. Da er sich nicht ausweisen konnte, bestand auch hier der Verdacht der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts. Der Abgleich der Daten ergab zudem einen aktuellen Haftbefehl des Amtsgerichts Bamberg. Der Mann war im August 2024 wegen Diebstahls zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Zum Zeitpunkt der Kontrolle hatte er noch 184 Tage Reststrafe zu verbüßen, weshalb er noch am selben Tag inhaftiert wurde.

Bei einer Einreisekontrolle in einem grenzüberschreitenden Zug am 4. April überprüften die Einsatzkräfte auch einen 33-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Es stellte sich heraus, dass gegen ihn sieben offene Aufenthaltsermittlungen und vier Haftbefehle vorlagen. Außerdem konnte er keinen gültigen Fahrschein vorweisen, was den Verdacht des Erschleichens von Leistungen begründete. Die Haftbefehle waren aufgrund von Diebstahlsdelikten erlassen worden, die Aufenthaltsermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl und Bedrohung. Am nächsten Tag wurde der Mann einem Richter vorgeführt und anschließend inhaftiert.

Am Sonntag (5. April) kontrollierten die Einsatzkräfte an der A8 einen 22-jährigen rumänischen Staatsangehörigen, der wegen eines Untersuchungshaftbefehls der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht wurde. Der Mann wurde einem Richter vorgeführt und inhaftiert, wo er nun auf den Beginn seines Verfahrens wartet.

Einen Tag später, am Ostermontag (6. April), wurde am Bahnhof in Traunstein ein 26-jähriger Deutscher von Bundespolizisten kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass gegen ihn zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaften Potsdam und Berlin vorlagen. In beiden Fällen wurde er wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht. Bei der Durchsuchung seines Geldbeutels wurde ein gefälschter deutscher Führerschein gefunden, wodurch zusätzlich der Verdacht der Urkundenfälschung entstand. Da der Mann die geforderten Geldstrafen in Höhe von insgesamt 29.376 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er inhaftiert.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023

Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Unter den Verdächtigen waren 35704 Männer und 5868 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 35301 Männer und 5623 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 13630 auf 15083. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 50.012 50.746
Anzahl der aufgeklärten Fälle 46.698 46.959
Anzahl der Verdächtigen 41.572 40.924
Anzahl der männlichen Verdächtigen 35.704 35.301
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 5.868 5.623
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 13.630 15.083

Quelle: Bundeskriminalamt

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