Strafverfahren eingeleitet. Betäubungsmittel im Koffer gefunden, Sicherheitsleistung von 1.500 Euro.
Traunstein: ZOLL entdeckt Drogen bei Zugfahrer

Rosenheim, Traunstein, Prien, Salzburg (ost)
Ein ganzes Sortiment an Betäubungsmitteln fand der Traunsteiner ZOLL vor kurzem bei einem aus Frankfurt kommenden Reisenden im Rahmen einer nachmittäglichen Kontrolle im Zug Richtung Salzburg. Auf Höhe Prien befragten die Zöllnerinnen und Zöllner den serbischen Staatsangehörigen, ob dieser unter anderem Betäubungsmittel bei sich habe. Obwohl er die Frage verneint hatte, stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein in dessen Koffer drei Tabletten Alprazolam 2,7 Gramm Crystal Meth, 3,8 Gramm Amphetamin und 20 Milliliter Liquid Ecstasy fest. Gegen den 32-Jährigen leiteten die Beschäftigten des Hauptzollamts Rosenheim noch vor Ort ein Strafverfahren ein und stellten die Drogen sicher. Als Sicherheitsleistung wurde ein Betrag in Höhe von 1.500 Euro einbehalten.
„Mit jedem aus dem Verkehr gezogenen Betäubungsmittel verhindern wir möglicherweise weitere Folgen. Mit dem sichergestellten Liquid Ecstasy – oder auch bekannt unter „K. O.-Tropfen“ – könnten Opfer wehrlos gemacht werden, wenn dieses unbemerkt in Getränke gemischt wird.“, so Pressesprecherin Marion Dirscherl vom Hauptzollamt Rosenheim.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bayern für 2022/2023
Die Drogenraten in Bayern zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 50012 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 50746 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 46698 auf 46959. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 41572 auf 40924 zurück. Unter den Verdächtigen waren 35704 Männer und 5868 Frauen im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 35301 Männer und 5623 Frauen waren. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 13630 auf 15083. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 50.012 | 50.746 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 46.698 | 46.959 |
| Anzahl der Verdächtigen | 41.572 | 40.924 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 35.704 | 35.301 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 5.868 | 5.623 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 13.630 | 15.083 |
Quelle: Bundeskriminalamt








