Am Samstag führten Katastrophenschutzorganisationen in München eine großangelegte Übung durch, um den Hochwasserschutz zu stärken. Einsatzkräfte verlegten einen 700 Meter langen Mobildeich an der Isar und übten den Betrieb eines Sandsackfüllplatzes.
Übung stärkt Hochwasserschutz in München

München (ost)
Samstag, 27. Juni 2026, 7.00 Uhr
Stadtgebiet München (Isar)
Am Samstag führten die Notfallorganisationen in München eine umfangreiche Übung durch. Das Szenario für die rund 200 Teilnehmer*innen war ein extremes Hochwasserereignis an der Isar.
Im ersten von drei Abschnitten errichteten die Einsatzkräfte einen 700 Meter langen mobilen Deich, also ein mobiles Hochwasserschutzsystem. Der Abschnitt des neu angeschafften und insgesamt 2,5 Kilometer langen künstlichen Damms ist 60 Zentimeter hoch und dient dem Schutz kritischer Bereiche. Der Transport, Aufbau und die Befüllung mit Wasser mussten gezielt koordiniert werden.
Die Errichtung und der Betrieb einer Sandsackfüllstation waren im zweiten Abschnitt das erklärte Ziel. Etwa 5.000 Sandsäcke sollten gefüllt und die erforderliche Logistik getestet werden. Eine Besonderheit beim Befüllen der Sandsäcke war die Einbindung von Spontanhelfenden. Die Koordination und Integration dieser freiwilligen Helfer*innen ist im Ernstfall Aufgabe der Hilfsorganisation und muss daher ebenfalls geübt werden.
Im letzten Abschnitt wurde der provisorische Verschluss einer Fuß- und Radwegunterführung durchgeführt. Die Einheiten errichteten eine Absicherung aus Sandsäcken, Paletten und Abdichtplanen.
Die Übung dauerte bis 17 Uhr und war nicht nur für die Teilnehmenden aus THW, Feuerwehr und Rettungsdienst äußerst lehrreich. Auch die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen zeigten sich sehr zufrieden mit der Übung und gewannen wertvolle Erkenntnisse bezüglich des zeitlichen Ablaufs sowie der erforderlichen Logistikkapazitäten zur Bewältigung solcher Großschadenslagen.
Übungen dieser Art tragen dazu bei, Einsatzkonzepte und die Einbindung technischer Gerätschaften auf Basis realitätsnaher Erfahrungen weiterzuentwickeln und die Sicherheit der Münchnerinnen und Münchner zu erhöhen.
(plo)
Quelle: Presseportal








