Die Feuerwehr München musste am Wochenende Füchse retten, ein Kind aus einem Sumpfloch befreien und einen Küchenbrand löschen.
Untergiesing-Harlaching: Feuerwehr München Wochenendrückblick

München (ost)
Am Samstag, den 18. April 2026, um 10.32 Uhr – Füchse abgetaucht Südparkallee (Sendling)
Um mehrere junge Füchse zu retten, musste die Besatzung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs einige Abbaumaßnahmen durchführen.
Die Feuerwehr München wird immer wieder zu Tierrettungseinsätzen gerufen. In diesem speziellen Fall war nicht nur menschliche Arbeitskraft, sondern auch eine beträchtliche Menge an Material eines Fahrzeugs erforderlich, um das in Not geratene Tier zu retten. Ein Bewohner hatte die Feuerwehr alarmiert, da eine Füchsin und ihr Junges immer um ein abgedecktes, altes Schwimmbad herumschlichen. Als er nachschaute, hörte er Gewimmer aus dem Schwimmbad, das zwar leer, aber mit einem Verschlag abgedeckt war. Die Einsatzkräfte konnten durch ein gebrochenes Brett im Schwimmbad zuerst drei, dann ein viertes Fuchsjunges entdecken. Um überhaupt Zugang zu den Tieren zu bekommen, mussten sie zuerst die Holzverkleidung über dem Schwimmbad entfernen. Danach konnten sie mit einer Leiter in das Becken steigen. Vorsichtig wurden die eingeschüchterten Jungtiere dann eins nach dem anderen eingefangen und untersucht. Da sie voller Energie und agil waren, wurden das gesamte Rudel nach der Rettung auf den Boden gesetzt und sie rannten sofort mit ihrer Mutter und dem verbliebenen Geschwister davon.
Damit sich so etwas nicht wiederholen konnte, sicherten die Einsatzkräfte den Verschlag so ab, dass kein Kleintier mehr hineinfallen konnte.
Am Samstag, den 18. April 2026, um 16.14 Uhr – Kind steckt fest Gyßlingstraße (Englischer Garten)
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr München mussten am Samstag im Englischen Garten eine ungewöhnliche Rettungsaktion durchführen.
Eine Aufsichtsperson war mit einem 10-jährigen Jungen im Englischen Garten unterwegs. Eltern kennen das: Wasserpfützen sind für Kinder unwiderstehlich, um darin herumzutollen. In diesem Fall war der Boden jedoch so aufgeweicht, dass das Kind schnell feststeckte und schließlich bis zur Hüfte in dem Sumpfloch stecken blieb. Trotz aller Bemühungen konnte die Aufsichtsperson den Jungen nicht aus dem Schlamm befreien und rief in ihrer Verzweiflung die Feuerwehr um Hilfe.
Die ersten Einsatzkräfte, die vor Ort eintrafen, fanden den Jungen, wie beschrieben, bis zum Hosenbund im Schlamm – etwas unruhig, aber offensichtlich unverletzt. Sie warfen ihm sofort eine Rettungsleine zu, an der er sich festhalten konnte. Durch gemeinsame Anstrengungen gelang es den Einsatzkräften schließlich, den Jungen aus dem Schlamm zu ziehen.
Dem sichtlich erleichterten jungen Mann wurde dann der Schlamm abgewaschen. Mit einer unglaublichen Geschichte im Gepäck konnte er und seine Begleitung unverletzt nach Hause gehen.
Am Sonntag, den 19. April 2026, um 16.50 Uhr – Küchenbrand mit Personenschaden Rotbuchenstraße (Neuharlaching)
Bei einem Küchenbrand rettete die Feuerwehr München den Bewohner über eine Drehleiter. Der Brand beschäftigte die Einsatzkräfte dann noch einige Zeit.
Anwohner meldeten eine starke Rauchentwicklung in einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Rotbuchenstraße. Sie berichteten, dass bereits schwarzer Rauch aus dem Balkonfenster drang.
Diese Beobachtung wurde von den ersten Einsatzkräften bestätigt, die an der Einsatzstelle eintrafen. Sofort wurde der etwa 60-jährige Bewohner, der am Balkon um Hilfe rief, über eine Drehleiter in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Später transportierte das Rettungsdienstpersonal den Mann zur weiteren Behandlung in ein Münchner Krankenhaus.
Während der Rettungsaktion betraten mehrere Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz das Treppenhaus und erlangten Zugang zur Brandwohnung im ersten Obergeschoss. Ein Rauchschutzvorhang verhinderte eine weitere Rauchausbreitung, jedoch war das Treppenhaus bereits deutlich verqualmt. Aufgrund der Einrichtung benötigten die Einsatzkräfte eine lange Zeit, um den Brandherd in der Küche zu erreichen. Dieser konnte jedoch schnell gelöscht werden.
Aufgrund der Ereignisse im Gebäude und des Raucheindrucks im Treppenhaus verließen 35 Personen das Gebäude von selbst, 25 davon wurden in einem Großraumrettungswagen betreut.
Nach dem Brand kontrollierten die Einsatzkräfte alle Wohnungen, von denen fünf leicht entraucht werden mussten. Die Brandwohnung ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Der Bewohner wurde nach der Behandlung im Krankenhaus über die Bahnhofsmission in eine Übergangswohnung vermittelt.
(pyz)
Quelle: Presseportal








