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Waidhaus: Zwei Pässe, 32 Tage zu lange im Schengenraum

Bundespolizei stoppt Einreise eines Osteuropäers nach 122 Tagen Aufenthalt, droht dreijährige Einreisesperre

Bundespolizei Waidhaus - Grenzkontrollen an der A6
Foto: Presseportal.de

Waidhaus (ost)

Waidhaus – Polizeibeamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am frühen Donnerstagmorgen (3. September) an den Grenzkontrollen auf der A6 die versuchte illegale Einreise eines Osteuropäers vereitelt. Bei der Überprüfung stellten die Bundespolizisten fest, dass der Mann bereits insgesamt 122 Tage im Schengenraum verbracht hatte, obwohl er nur 90 Tage visumfrei bleiben durfte. Daher wurde der Mann von der Bundespolizei festgenommen. Seine Abschiebung in sein Heimatland per Luftweg ist für Donnerstag geplant.

Um 4:00 Uhr überprüften Bundespolizisten den 37-jährigen Moldauer bei seiner Einreise nach Deutschland. Der Mann aus Moldau zeigte zunächst einen gültigen Reisepass vor. Bei genauerer Überprüfung stellten die Beamten jedoch fest, dass er einen weiteren Reisepass besaß. Daher untersuchten sie auch die Reisebewegungen, die mit diesem Dokument erfasst waren. Die Auswertung beider Reisepässe ergab, dass der Moldauer bereits 122 Tage im Schengenraum verbracht hatte, obwohl er nur 90 Tage bleiben durfte.

Moldauische Staatsangehörige dürfen grundsätzlich bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei im Schengenraum bleiben. Der 37-Jährige hatte diese zulässige Aufenthaltsdauer bereits um 32 Tage überschritten. Daher war eine erneute Einreise nach Deutschland nicht mehr gestattet. Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der versuchten illegalen Einreise gemäß dem Aufenthaltsgesetz ein. Seine Abschiebung wurde vorbereitet und soll noch am Donnerstag per Luftweg in sein Heimatland erfolgen.

Neben der Abschiebung nach Moldau erwartet den 37-Jährigen eine dreijährige Einreisesperre in den Schengenraum. Grundsätzlich wäre auch eine Abschiebung in die Tschechische Republik möglich, da der Mann von dort nach Deutschland eingereist war. Die Bundespolizeiinspektion Waidhaus gibt jedoch der direkten Abschiebung in das jeweilige Heimatland Vorrang, um zu verhindern, dass die Person nur in einen benachbarten Schengenstaat abgeschoben wird und von dort erneut versucht, illegal nach Deutschland einzureisen.

Die Zahlen des letzten Monats zeigen, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt: Im August führte die Bundespolizeiinspektion Waidhaus in zwölf ähnlichen Fällen Abschiebungen per Luftweg direkt in die jeweiligen Heimatländer durch. In allen Fällen wurden zudem mehrjährige Einreisesperren verhängt.

Quelle: Presseportal

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