Die Fahndung nach dem entflohenen Straftäter Benjamin Fricke läuft auf Hochtouren. Der 38-Jährige, der wegen Mordes verurteilt wurde, könnte sich in Peine oder Kassel aufhalten. Hinweise zur Sichtung werden erbeten.
Benjamin Fricke auf der Flucht: Polizei in Niedersachsen sucht Zeugen und Hinweise

Ermittlungen gegen Benjamin Fricke
Die Ermittlungsbehörden sind sich sicher, dass Benjamin Fricke hauptsächlich in den Städten Peine und Kassel anzutreffen ist. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat eindringlich an die Bevölkerung appelliert, sich von ihm fernzuhalten und ihn nicht anzusprechen, da er möglicherweise eine Gefahr für andere darstellt. Allerdings gibt es derzeit keine spezifischen Hinweise auf eine unmittelbare Gefahrenlage in den genannten Städten. Bürger, die Fricke sichten oder Informationen über seinen Aufenthaltsort haben, werden gebeten, den Notruf 110 zu wählen. Das LKA setzt die Suche nach ihm fort und führt dabei auch Befragungen durch, ohne allerdings genauere Details zu veröffentlichen.
Merkmale des gesuchten Mannes
Das Landeskriminalamt hat eine ausführliche Beschreibung von Benjamin Fricke herausgegeben. Er ist 1,92 Meter groß und hat einen kräftigen Körperbau. Sein Kurzhaarschnitt wird ergänzt durch einen Ducktailbart. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er ein schwarzes T-Shirt der Band „Metallica“ mit silber-grüner Schrift, dazu eine schwarze Cargohose und schwarze Schuhe. Des Weiteren war er mit einem schwarz-orangefarbenen Motorrad der Marke KTM Duke 200 unterwegs, dessen Kennzeichen „BS-XY 46“ lautet.
Flucht mit einem Motorrad
Benjamin Fricke, der eine lebenslange Freiheitsstrafe absitzt, war am Dienstag auf einem begleiteten Ausgang in Peine. Dies wurde zunächst irrtümlich als Freigang bezeichnet. Er besuchte seine Mutter in Peine-Vöhrum. Während eines kurzen Aufenthalts in einer nahegelegenen Garage nutzte er die Gelegenheit zur Flucht mit einem dort abgestellten Motorrad. Das niedersächsische Justizministerium bestätigte, dass es sich bereits um den 38. begleiteten Ausgang handelte, der bisher ohne Beanstandungen verlaufen war.
Hintergründe der Verurteilung
Fricke verbüßt seit 2010 eine lebenslange Haftstrafe, die ihm vom Landgericht Hildesheim wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung aufgelegt wurde. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt, nachdem Fricke die 23-jährige Melanie R. aus Peine mit mehreren Messerstichen tötete, nachdem sie sich geweigert hatte, mit ihm sexuelle Handlungen einzugehen. Die beiden hatten sich über das Internet kennengelernt, wobei Melanie fälschlicherweise annahm, mit einer 18-Jährigen namens Sarah zu kommunizieren. Fricke lockte sie in eine Wohnung, wo die Tat begangen wurde. Vor Gericht gestand er die Tat.
Strafvollstreckung und Ausgangsregelungen
Im vergangenen Jahr legte die Strafvollstreckungskammer eine Mindestverbüßungsdauer von 19 Jahren fest. Der begleitete Ausgang am Dienstag war der 38. in einer Serie von Ausgängen, die zuvor problemlos durchgeführt wurden. Die Justizbehörden betonen, dass die Sicherheit der Bürger höchste Priorität hat und die Ermittlungen weiterhin aktiv vorangetrieben werden.
Quellen: NDR, LKA-NI: Öffentlichkeitsfahndung nach einem entflohenen Straftäter
Bildquelle: Landeskriminalamt Niedersachsen








