Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Berlin/Brandenburg vom 20.04.2026
Aktuelle Blaulichtmeldungen am 20.04.2026 in Berlin/Brandenburg

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.
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BPOLD-B: Bundespolizei deckt mutmaßliche Scheinehe und unerlaubte Einreise auf
Frankfurt (Oder) (ost)
Am Samstagabend entdeckte die Bundespolizei während der vorübergehend wiedereingeführten Grenzkontrollen auf der Bundesautobahn 12 bei Frankfurt (Oder) zwei mögliche Fälle der illegalen Einreise sowie Hinweise auf eine Scheinehe.
Die Polizeibeamten überprüften in einem Reisebus aus Polen zwei indische Frauen im Alter von 24 und 30 Jahren. Beide hatten gültige Reisepässe und griechische Visa, gaben jedoch widersprüchliche Informationen zum Zweck der Reise an und konnten keine geplante Rückreise nachweisen.
Bei der Durchsuchung des Handgepäcks fanden die Beamten georgische Heiratsurkunden mit beglaubigter deutscher Übersetzung. Diese waren mit zwei rumänischen Staatsangehörigen im Bus verbunden, mit denen die Frauen angeblich verheiratet waren, jedoch konnten sie sich nicht mit ihnen verständigen.
Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen erhärtete sich der Verdacht einer Scheinehe und des missbräuchlichen Gebrauchs von Visa für einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland.
Die Bundespolizei leitete gegen die Frauen Ermittlungsverfahren wegen versuchter illegaler Einreise und Visaerschleichung ein.
Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die Frauen nach Polen zurückgeschickt und erhielten ein auf zwei Jahre befristetes Einreise- und Aufenthaltsverbot.
Gegen die 33- und 36-jährigen Rumänen leitete die Bundespolizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern ein und beschlagnahmte Bargeld und Mobiltelefone.
Nach Abschluss der Maßnahmen wurden beide freigelassen.
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Bundespolizeiinspektion Frankfurt (Oder)
Kopernikusstraße 71 - 75
15236 Frankfurt (Oder)
Tel. +49 (0) 335 5624 - 7129
E-Mail : bpoli.frankfurto.a_s@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
BDK: PKS 2025: Rückgang im Hellfeld darf nicht über ernste Entwicklungen hinwegtäuschen
Berlin (ost)
Zur Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 erklärt der Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK e.V.) Dirk Peglow:
"Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist im Hellfeld rückläufige Fallzahlen aus. Auch bereinigt um die Auswirkungen der geänderten Rechtslage im Bereich Cannabis bleibt ein Rückgang bestehen. Das ist ein Befund, den man zur Kenntnis nehmen muss. Wer daraus jedoch eine generelle Entwarnung ableitet, greift zu kurz."
"Der Rückgang einzelner Fallzahlen darf nicht dazu führen, dass wir uns die Lage schönreden. Wer nur auf die Jahresbilanz schaut, übersieht die eigentlichen Warnsignale", so Dirk Peglow.
Denn der Blick auf die längerfristige Entwicklung zeigt, dass die Belastung in zentralen Deliktsbereichen weiterhin hoch ist. Das gilt insbesondere für die Gewaltkriminalität und für schwere Sexualdelikte, also gerade für jene Bereiche, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in besonderem Maße prägen.
Besonders alarmierend ist die Entwicklung bei Vergewaltigungen und besonders schweren sexuellen Übergriffen. Hier zeigen sich im Mehrjahresvergleich massive Zuwächse. Sexualdelikte greifen tief in das Leben der Betroffenen ein und erschüttern das Sicherheitsgefühl weit über den Einzelfall hinaus. Hinzu kommt, dass gerade in diesem Bereich von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen ist. Schon deshalb verbietet sich jede verharmlosende Betrachtung.
Besorgniserregend ist zudem die Entwicklung bei tatverdächtigen Kindern im Bereich der Gewaltkriminalität. Zwar ist die Gewaltkriminalität insgesamt zuletzt leicht zurückgegangen, zugleich steigt die Belastung in dieser Altersgruppe weiter an. Wenn Kinder früh durch Gewalttaten auffallen, ist das ein deutliches Warnsignal. Psychische Belastungen, Zukunftsängste, Krisenerfahrungen, fehlende Stabilität im sozialen Umfeld und Defizite in früher Prävention können sich auf das Verhalten junger Menschen auswirken. Hinzu kommt eine Lebenswelt, die stark durch soziale Netzwerke, digitale Dauererregung und die ständige Verfügbarkeit problematischer Inhalte geprägt ist.
Die PKS bleibt eine Hellfeldstatistik. Sie bildet nur das ab, was angezeigt und polizeilich registriert wurde. Gerade deshalb ist es richtig, die registrierte Kriminalität stärker mit Erkenntnissen aus der Dunkelfeldforschung zu verbinden. Dazu gehört insbesondere die bundesweite Bevölkerungsbefragung SKiD - Sicherheit und Kriminalität in Deutschland.
"Die PKS ist wichtig, aber sie zeigt eben nur einen Teil der Wirklichkeit. Deshalb brauchen wir mit SKiD dauerhaft auch einen belastbaren Blick auf das Dunkelfeld, auf Opfererfahrungen und auf das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung", erklärt Peglow.
Aus Sicht des BDK darf es deshalb nicht bei einer punktuellen Durchführung bleiben. Wenn SKiD dauerhaft ein verlässlicher Bestandteil der Sicherheitsberichterstattung in Deutschland sein soll, müssen für die Weiterführung dieser Studie auch die erforderlichen Haushaltsmittel langfristig und verlässlich zur Verfügung gestellt werden.
Darüber hinaus fordert der BDK, den Periodischen Sicherheitsbericht wieder aufzulegen und dauerhaft zu verstetigen. Ein solches Instrument hat es bereits gegeben, wurde aber nicht kontinuierlich fortgeführt. Nötig ist ein regelmäßiges, fachlich unabhängiges Lagebild, das polizeiliche Daten mit Dunkelfeldforschung, justiziellen Kennzahlen und kriminologischen Analysen verknüpft.
"Wir brauchen den Periodischen Sicherheitsbericht nicht neu zu erfinden, sondern müssen an ein sinnvolles Instrument anknüpfen, das es bereits gegeben hat. Entscheidend ist, ihn wieder regelmäßig, fachlich unabhängig und auf einer breiteren empirischen Grundlage aufzustellen", so Peglow.
Ebenso wenig hinnehmbar ist die weiter hohe Gewaltbelastung gegenüber Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten. Wer diejenigen angreift, die Recht durchsetzen und Schutz gewährleisten, greift den Rechtsstaat selbst an.
Für den BDK ist klar: Die Veröffentlichung der PKS muss politische Konsequenzen haben. Nötig sind eine dauerhaft abgesicherte Dunkelfeldforschung, die Wiederaufnahme und Verstetigung des Periodischen Sicherheitsberichts, eine konsequente Stärkung der Bekämpfung von Sexual- und Gewaltdelikten, wirksame und frühe Prävention bei Kindern und Jugendlichen sowie eine nachhaltige personelle und technische Stärkung der Kriminalpolizei.
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Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Telefon: +49 30 246304510
E-Mail: presse@bdk.de
https://www.bdk.de
Redaktioneller Hinweis: Unser Liveticker basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.








