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BDK zum Anschlag auf den CSD in Berlin

Die Berliner Polizei hat schnell und professionell gehandelt. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter dankt den Einsatzkräften für ihre entschlossene Reaktion.

Foto: Depositphotos

Berlin (ost)

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter ist in Gedanken bei den Angehörigen des getöteten Opfers und bei allen Menschen, die bei dem Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Day verletzt wurden.

Unser besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen der Polizei Berlin sowie allen beteiligten Einsatz- und Ermittlungsdienststellen. Sie haben in einer hochdynamischen und gefährlichen Lage schnell, professionell und entschlossen gehandelt.

„Nach dem derzeit bekannten Stand müssen wir feststellen, dass die polizeilichen und justiziellen Systeme rund um den Tatverdächtigen grundsätzlich funktioniert haben“, erklärt Dirk Peglow, Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter. „Der Mann war den Behörden bekannt, gegen ihn wurde ermittelt, er wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland festgenommen, befand sich über Monate in Untersuchungshaft und wurde strafrechtlich verurteilt.“ Auch nach seiner Haftentlassung blieb der Tatverdächtige im Blick der Sicherheitsbehörden.

Nach öffentlich bekannt gewordenen Informationen wurde er zeitweise observiert und sein Telefon überwacht. Sein Fall wurde mehrfach im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum behandelt und mit dem polizeilichen Prognoseinstrument RADAR-iTE bewertet. Als Anfang Juli Hinweise auf eine mögliche Waffe bekannt wurden, erwirkte die Generalstaatsanwaltschaft eine Durchsuchung seiner Wohnung. Dabei wurde lediglich eine Spielzeugwaffe gefunden, sodass sich der Verdacht nicht bestätigte.

Für Peglow zeigen diese Maßnahmen deutlich, dass der Tatverdächtige nach seiner Entlassung keineswegs aus dem Blick der Behörden geraten war: „Die Berliner Polizei hat vorhandene Erkenntnisse bewertet, operative Maßnahmen getroffen und auf neue Hinweise unmittelbar reagiert. Das verdient eine sachliche und anerkennende Betrachtung.“

Der Berliner BDK-Landesvorsitzende Marco Schmidt hebt in diesem Zusammenhang besonders die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen im Polizeilichen Staatsschutz hervor:

„Es ist für uns im BDK wichtig, deutlich zu machen, dass die Kolleginnen und Kollegen im Polizeilichen Staatsschutz unter Berücksichtigung der rechtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten stets ihr Möglichstes geben, um Taten wie diese zu verhindern. Sie sind sich aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit in diesem Bereich ihrer täglichen Verantwortung sehr bewusst. Das stellt eine enorme Belastung dar – insbesondere dann, wenn eine Tat trotz Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Mittel nicht verhindert werden konnte. Dafür gilt ihnen unser uneingeschränkter Rückhalt.“

Nach dem Anschlag wurden unverzüglich umfangreiche Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Der Tatverdächtige konnte innerhalb kurzer Zeit lokalisiert werden. „Die Kolleginnen und Kollegen haben den Tatort gesichert, Verletzte versorgt, Spuren erhoben und die Fahndung mit großem Nachdruck geführt“, betont Peglow. „Bei der abschließenden Zugriffssituation waren die eingesetzten Kräfte erneut einer unmittelbaren Gefahr ausgesetzt. Für diese hervorragende Arbeit gebühren ihnen unser ausdrücklicher Dank und unsere Anerkennung.“

Schmidt verweist zudem auf die große Einsatzbereitschaft innerhalb der Berliner Polizei: „Es ist beeindruckend, wie selbstverständlich Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Polizei Berlin in einer solchen Situation auch außerhalb bestehender Rufbereitschaften einer Alarmierung in ihrer Freizeit unverzüglich nachkommen oder sich sogar selbst aktiv bei ihren Dienststellen zur Unterstützung melden.“

Abschließend erklärt Peglow: „Auch umfangreiche polizeiliche Maßnahmen können nicht jede Tat mit Sicherheit verhindern. Sie können aber Risiken reduzieren, Erkenntnisse verdichten und eine schnelle Reaktion ermöglichen. Genau das ist in Berlin geschehen. Die Polizei Berlin hat vor und nach der Tat konsequent gearbeitet und nach dem Anschlag schnell und erfolgreich gehandelt.“

Quelle: Presseportal

nf24