Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Berlin: Über fünf Kilogramm Ketamin beschlagnahmt bei Fahrzeugkontrolle

Der Zoll zog über fünf Kilogramm Ketamin bei einer Fahrzeugkontrolle auf der BAB 10, Nähe Königs Wusterhausen, aus dem Verkehr. Dem Besitzer droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.

Rechteinhaber: Zollverwaltung
Foto: Presseportal.de

Potsdam (ost)

Mehr als fünf Kilogramm Ketamin zog der Zoll bereits am 21. Dezember bei einer Fahrzeugkontrolle eines in Belgien zugelassenen PKW auf der BAB 10, Nähe Königs Wusterhausen, aus dem Verkehr.

Auf Befragen gaben die Fahrzeuginsassen an für einen Tag von Belgien nach Berlin zu reisen, um eine Freundin zu besuchen. Übereinstimmend äußerten beide, dass es sich bei der vorgefunden kristallinen Substanz um Kreatin handele – einem Wirkstoff zur Förderung des Muskelaufbaus. Die Beschaffenheit der Substanz ließ die erfahrenen Zollbeamten jedoch an den Aussagen zweifeln. Sie entschlossen sich daher das Pulver mittels des Detektionsgeräts „Gemini“ am Flughafen BER zu überprüfen. Noch vor der Analyse korrigierte der Beifahrer seine Aussage und gab nunmehr an, es handele sich um Ketamin.

Die Überprüfung der Substanz bestätigte, dass es sich tatsächlich um Ketamin-Hydrochlorid handelte – einem Narkosemittel, welches in der Medizin eingesetzt wird, aber aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung auch als illegale Partydroge verbreitet ist. Aufgrund der großen Menge des Wirkstoffes ist von einer Gewerbsmäßigkeit auszugehen, welches die Einleitung eines Strafverfahren zur Folge hat. „Der Straßenverkaufswert bei dieser Menge liegt bei etwa 200.000 Euro“, so der Leiter der Kontrolleinheit Verkehrswege, Torsten Biehl. Dem Besitzer droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Berlin Brandenburg übernommen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Berlin für 2022/2023

Die Drogenraten in der Berliner Region zwischen 2022 und 2023 zeigen einen leichten Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 17.062 Fälle erfasst, von denen 14.832 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen lag bei 12.407, wovon 11.148 männlich und 1.259 weiblich waren. 5.460 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 17.502, wobei 15.187 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen betrug 12.760, wovon 11.547 männlich und 1.213 weiblich waren. 5.984 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73.917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 17.062 17.502
Anzahl der aufgeklärten Fälle 14.832 15.187
Anzahl der Verdächtigen 12.407 12.760
Anzahl der männlichen Verdächtigen 11.148 11.547
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 1.259 1.213
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 5.460 5.984

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24