Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Berlin: Zollprüfung bei Paketdienstleister

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls verstärkt den Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Paketbranche. Am 06.05.2026 wurden bei einem Berliner Paketdienst 19 Verstöße gegen Mitführungspflichten festgestellt und geahndet.

Foto: unsplash

Berlin (ost)

Am 06.05.2026 führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) im gesamten Bundesgebiet eine verstärkte verdachtsunabhängige Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigungsverhältnisse in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Zu Beginn des 06.05.2026 führten 112 Mitarbeiter der FKS des Hauptzollamtes Berlin eine umfassende Überprüfung bei einem Berliner Paketdienst durch. Während der Aktion wurden insgesamt 157 Personen befragt. Es wurden 19 Verstöße gegen Mitführungspflichten festgestellt und mit Verwarnungsgeldern belegt. Darüber hinaus wurden 4 Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel entdeckt. Eine Überprüfung ergab außerdem einen Fall von Identitätsdiebstahl. Des Weiteren untersuchten weitere Mitarbeiter der FKS die Geschäftsunterlagen von insgesamt 47 Arbeitnehmern. Derzeit laufen noch Prüfungen in 7 Fällen möglicher Mindestlohnverstöße. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag auf der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns von 13,90 Euro pro Stunde ab dem 01.01.2026. Es wurden auch sozialversicherungsrechtliche Pflichten und mögliche illegale Beschäftigung von Ausländern überprüft. Alle Tätigkeiten der Branche, wie das Sammeln, Transportieren, Umschlagen und Zustellen von (Paket-)Sendungen wurden überprüft. Bei ihren Prüfungen stellte die FKS in der Kurier-, Express- und Paketbranche häufig fest, dass Personal nicht korrekt bei den Sozialversicherungsträgern angemeldet ist und Arbeitszeiten nicht angemessen vergütet werden. Es gibt Fälle, in denen Überstunden oder Zeiten für die Fahrzeugbeladung oder Fahrten zwischen den Paketzentren und dem ersten Zustellort nicht bezahlt werden. Subunternehmen werden ebenfalls eingesetzt, um Sozialversicherungsbeiträge zu umgehen und Steuern zu hinterziehen. Das Personal stammt oft aus EU-Mitgliedstaaten, aber zunehmend auch aus Drittstaaten. Arbeitsausbeutung wird häufig bei den Prüfungen festgestellt. Zusätzlich: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung führt das ganze Jahr über regelmäßig bundesweite und regionale Schwerpunktprüfungen mit erhöhtem Personaleinsatz durch, um die gesellschaftliche Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung zu senken.

Quelle: Presseportal

Karte für diesen Artikel

nf24